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Aufruf | „Wir brauchen Ärzte, medizinisches Fachpersonal und Unterstützung bei administrativen Aufgaben für Impfzentren in Bruchsal & Sulzfeld!”

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23.12.2020 | Die Aufbauarbeiten bei den beiden Impfzentren in Heidelsheim und Sulzfeld gehen voran. Landrat ruft zur personellen Unterstützung der beiden Kreisimpfzentren auf

Vor knapp zwei Wochen machten sich die Verantwortlichen des Landkreises ein erstes Bild von den Liegenschaften, als die Entscheidung des Ministeriums für Soziales und Integration Baden-Württemberg, in der EGO Halle 4 in Sulzfeld und im ehemaligen Praktiker-Markt in Bruchsal-Heidelsheim jeweils ein Kreisimpfzentrum (KIZ) einzurichten, bekannt war. Bemerkenswert: Die Blanc und Fischer Familien Holding aus Oberderdingen stellt die »EGO Halle  mietzinsfrei zur Verfügung.

Aufruf zur Mitarbeit im organisatorischen und medizinischen Bereich

Landrat Dr. Christoph Schnaudigel nutzte die Gelegenheit, einen Aufruf an die Bevölkerung zu starten. „Wir brauchen Ärzte, wir brauchen medizinisches Fachpersonal und wir brauchen Unterstützung bei administrativen Aufgaben!”, so der Landrat. Wir haben deshalb ein Portal eingerichtet, über das man sich für diese Tätigkeiten, für die man im Übrigen bezahlt wird, melden kann“. Der Landkreis Karlsruhe hat ein Portal eingerichtet, auf dem man sich registrieren kann. (⇒ Link zur Anmeldung).

Von der damals nahezu leeren EGO Halle 4 ist nun nichts mehr zu sehen: die ehemalige Produktionshalle wurde grundgereinigt und ein neuer Bodenbelag aufgebracht. Ein Messebauunternehmen hat die Arbeit aufgenommen und mit dem Innenausbau und der Installation der Arztkabinen begonnen. Am 23. Dezember wird der Innenausbau abgeschlossen sein. Zwischen 28. und 31. Dezember folgen Möblierung, Betriebsausstattung und die Elektroarbeiten. Parallel dazu entstehen die notwendigen Sicherheits-, Logistik- und Entsorgungskonzepte.

Begutachten, Planen, Einrichten – in drei Wochen von Null auf Hundert

“Es gibt sehr viele Details zu beachten, um einen reibungslosen Ablauf und eine leistungsfähige Infrastruktur zu gewährleisten. Alle Beteiligten gehen diese Herausforderungen mit unglaublich hohem Engagement an. Dabei bewährt sich, dass wir durch die Zusammenarbeit im Verwaltungsstab des Landratsamtes Karlsruhe gut aufeinander eingespielt sind und vieles auf dem sogenannten kurzen Dienstweg schnell und pragmatisch umgesetzt werden kann”, lobte Landrat Dr. Christoph Schnaudigel die Vorbereitungen.

Geplant sind 800 Impfungen pro Tag, jeweils von Montag bis Sonntag in der Zeit von 7 bis 21 Uhr. Dafür ist ein Betrieb in zwei Schichten vorgesehen. Um die personalintensive Aufgabe erledigen zu können, haben das Land Baden-Württemberg und der Landkreis Karlsruhe einen Aufruf gestartet, damit Interessierte, die in den Impfzentren mitarbeiten wollen, sich melden können.  Dr. Dieter Hassler und Landrat Dr. Christoph Schnaudigel wissen insbesondere um den allgemeinen Mangel an medizinischem Fachpersonal, der sich auch bei den Impfzentren bemerkbar machen wird.

Etwa 800 Imfungen pro Tag bei rund 30 min Zeitbedarf je Impfvorgang

Als ärztlicher Leiter für beide Impfzentren konnte Dr. Dieter Hassler gewonnen werden, auf dessen Initiative damals die zentrale Teststelle in Bruchsal entstanden ist. Er erläuterte den Ablauf, der nach dem Einbahnstraßenprinzip konzipiert ist, damit die Impflinge möglichst wenig in Kontakt miteinander kommen. Nach der Registrierung an einem von sechs Schaltern wird in einem zentralen Wartebereich ein Erklärvideo zur Impfung gezeigt. Die eigentliche Handlung findet dann in sechs Arztkabinen statt, in denen der Arzt oder die Ärztin zunächst das Aufklärungsgespräch führt. In einem separaten Bereich erfolgt dann die Impfung durch medizinisches Fachpersonal. In einem weiteren abgetrennten Bereich können die Impflinge im Anschluss noch zur Beobachtung bleiben. Dr. Dieter Hassler rechnet mit rund 30 Minuten bis der Impfvorgang von der Registrierung bis zum Verlassen des Beobachtungsraumes abgeschlossen ist.

vlnr. Dr. Dieter Hassler, Dominik Wolf, Landrat Dr. Schaudigel (Foto: LRA)

Offen ist weiterhin die Frage, wie Impfberechtigte einen Termin vereinbaren können. „Das Land arbeitet an digitalen Angebote zur Terminvereinbarung, wir wissen jedoch noch nichts Konkretes“, informierte Landrat Dr. Christoph Schnaudigel.

 

 

 

 

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EIN KOMMENTAR

  1. Gut das es langsam los geht mit Impfen. Weniger gut, dass es “langsam” los geht!

    Dafür, dass seit Anfang des Jahres alle Hoffnung auf die Massenimpfung der Bevölkerung gesetzt wird, wundert es mich doch sehr, dass immer noch so viele gravierende Punkte offen sind.

    “In drei Wochen von Null auf Hundert” – Das hört sich toll an, hört sich aber auch danach an, dass erst vor drei Wochen begonnen wurde!

    Personalmangel im Gesundheitssektor ist ja nicht ganz neu. Dass aber erst jetzt nach Personal für die Impfzentren gesucht wird, erschüttert mich! Damit geht wahrscheinlich weiter wertvolle Zeit verloren! All die Freiwilligen – die sich hoffentlich melden – müssen ja auch noch auf fachliche Eignung und Richtigkeit ihrer Angaben geprüft werden. (Ich hoffe das zumindest!)

    “Offen ist weiterhin die Frage, wie Impfberechtigte einen Termin vereinbaren können.”

    Bei allem Vertrauen in Ämter, Politik und Behörden. Nach dem Artikel ist mir etwas flau im Magen!

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