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Foto: Christian Jung/ Deutscher Bundestag

Waghäusel | Geplanter “Windpark Lußhardt”

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Pressemitteilung | Christian Jung, FDP-Bundestagsabgeordneter und Regionalversammlungsmitglied

26.08.2019 | JUNG: Idealisierter Klimaschutz wird nichts für das Klima bewirken

Zum Zeitungsartikel “Droht Spargelwahlkreis die Verspargelung?” (Badische Neueste Nachrichten, 23.8.2019) und der aktuellen Debatte um den geplanten “Windpark Lußhardt” an der A5 zwischen Waghäusel und Kronau sagte FDP-Bundestagsabgeordneter und Regionalversammlungsmitglied Christian Jung (Karlsruhe-Land), am 26. August 2019.

“Zehn Hektar Bäume sollen geopfert werden”

“Es ist unklug, den Gegnern des geplanten Windparks Lußhardt an der A5 zwischen Waghäusel und Kronau zu unterstellen, es gehe ihnen nur darum, Windräder in ihrem persönlichen Umfeld zu verhindern. In den vergangenen Tagen habe ich mir oft die Augen gerieben, wenn CDU-Landwirtschaftsminister Peter Hauk und auch Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) überall in Baden-Württemberg neue Aufforstungsprojekte ankündigten, den Zustand des Waldes beklagten und zeitgleich im Norden des Landkreises Karlsruhe in einem im Besitz des Landes befindlichen Waldgebiet mindestens zehn Hektar Bäume für sehr große Windkraftanlagen opfern wollen.

Windpark im Wald
Symbolbild Windpark Landfunkerarchiv

Gleichzeitig wird bekannt, dass Tausende von Bäumen in Karlsruhe in den vergangenen Wochen eingegangen sind. Anstatt eine durchdachte Baumwässerung mit der Stadtverwaltung und der Bevölkerung zu organisieren, macht Oberbürgermeister Frank Mentrup (SPD) die Bundesregierung und auch seine eigene Partei sowie die Nichtumsetzung eines Tempolimits auf Autobahnen für seine lokalen Probleme verantwortlich.

Laut Jung wird Windpark Lußhardt “ohne Subventionen unrentabel” sein

Man muss sich in diesem Zusammenhang erneut vor Augen führen, dass die Region Karlsruhe und das Waldgebiet des geplanten Windpark Lußhardt windschwach und somit ohne Subventionen unrentabel für die Windenergie sind. Nun möchte man in doppelter Höhe mit sogenannten Schwachwindrädern und dem von Grünen und CDU kurz nach der Kommunalwahl veröffentlichten und zurechtdesignten Windatlas für den Südwesten den lauen Lüftchen hinterherjagen.

Dafür müssen zunächst aus den bestehenden Feldwegen breite Zugangswege in den Wald gebaut werden. Diese sollen auch später als Wartungswege erhalten bleiben. Für die zehn Windräder müssen dabei zehn Hektar Wald abgeholzt werden, nur vier Hektar werden wieder aufgeforstet.

Unbestritten ist, dass ganz Deutschland offen für regenerative Energien sein sollte, doch warum ausgerechnet mit 240 Meter hohen Schwachwindrädern? Als Alternative schlägt die Bürgerinitiative “Gegenwind Lußhardt” unter anderem einen Solarpark vor. Meiner Ansicht nach ist das eine sinnvolle Lösung und Alternative, denn mit überdurchschnittlich vielen Sonnenstunden ist die Region Karlsruhe und der Landkreis Karlsruhe dafür prädestiniert.

Es erschließt sich mir nicht, warum die Windenergie hier so stark forciert wird. Als hätte man bei der grün-schwarzen Landesregierung Torschlusspanik vor der nächsten Landtagswahl, da der Ausbau erneuerbarer Energien in Baden-Württemberg komplett ins Stocken geraten ist. Idealisierter und ideologischer Klimaschutz sowie die neuen Formen des Ökosozialismus werden letztendlich nichts für das Klima bewirken.”

Ende der Pressemitteilung.

Mehr zu diesem Thema:

Landkreis | Information zum geplanten Windpark in der Lußhardt

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5 Feedback

  1. Friedrich Kästel

    Ich sehe das unnötige und hirnrissige Projekt noch aus einer anderen Brille: Ich bin vor 2 Wochen von Weiher über Hamburg nach Warnemünde (ca. 800 km) und zurück von Warnemünde über Berlin nach Weiher (ca. 850 km) gefahren. Bei dieser Gesamtstrecke habe ich geschätzt 800-1.000 Windkraftanlagen gesehen. Hiervon waren ca. 2/3 bei normalem Wind nicht in Bewegung, quasi nicht in Betrieb. Da die Außentemperaturen sehr hoch waren musste ich davon ausgehen, dass auch der Tagesstrombedarf, bedingt durch die Nutzung von Klimaanlagen, angemessen hoch war. Ich frage mich, wie können Windkraftanlagen für einen Investor/Betreiber wirtschaftlich sein, wenn die Betriebsdauer dermaßen gering ist. Als Fazit kann ich nur sagen und mutmaßen, dass wir aufgrund meiner Erfahrungen überhaupt keine Windkraftanlagen mehr benötigen. Ergo ist das Lußhardt-Projekt in Gänze ein Schwachsinn „par excellence“. Also, ablehnen mit allen Mitteln, weil wir solche brutalen Wald- und Naturkiller nicht brauchen.

  2. Frederik Pinienkern

    Alle sagen uns, wir sollen was anderes glauben. Auch das noch:
    https://www.scinexx.de/news/geowissen/grosse-windfarmen-veraendern-das-lokale-klima/

  3. Brigitte Müller

    Ich kann nicht verstehen, wie man in der jetzigen Situation so viele Bäume fällen kann. Jeder weiß, wie wichtig die Bäume für uns Menschen sind. Sie geben uns Sauerstoff.

  4. Peter Schneider

    Dieser Schwachsinn muß verhindert werden!

  5. Es wurden 2018 in Waghäusel statt geplanter 900 FM Holzeinschlag
    fast das dreifache weggeräumt, wegen Monokultur,
    Mißmanagement, wetterbedingt usw. usw.
    Nun kommen Großkonzerne wie Heidelberger Zement
    oder Großinvestoren wie Wircon (Ex Wirsol) und wollen uns
    weitere 12 ha (Kronau) und 10,5 Hektar (Windpark Lußhardt)
    wertvolles Waldrefugium abholzen!
    Ich finde das überhaupt nicht lustig und werde mit allen Mitteln
    dagegen steuern!

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