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Oberderdingen | Baggerbiss im Freibad

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Nachbericht | Generalsanierungs- und Modernisierungsarbeiten haben begonnen
Die Generalsanierung und Modernisierung des in die Jahre gekommenen Oberderdinger Freibads hat bei einem Baggerbiss begonnen.

Unter den Gästen befanden sich neben Gemeinderäten, Ortsvorstehern, Wassermeistern, Planer, Architekten und Ingenieure auch zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, die beim Abbruch der ersten Freibadanlagen zusahen.

Die Bauarbeiten sollen von Mitte April 2019 bis voraussichtlich Mai 2020 andauern. Bereits vor dem Baggerbiss wurden die Hauptgewerke Rohbauarbeiten, Edelstahlbecken und Badewassertechnik öffentlich ausgeschrieben. Sie sollen Mitte Mai im Gemeinderat beauftragt werden. Die Gesamtkosten für die Generalsanierung und Modernisierung liegen bei 5,2 Mio. € netto oder rd. 6,2 Mio. € brutto. Für die Investition der Netto-Kosten hat die Gemeinde Oberderdingen eine Finanzhilfe von 1,5 Mio. € zugesagt bekommen. Der Eigenanteil der Gemeinde wird aus den laufenden Haushalten 2018-2020 finanziert. Die Maßnahme ist im Investitionsprogramm 2018-2020 das größte Einzelprojekt der Gemeinde Oberderdingen.

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Aus dem Altbestand bleibt lediglich das Eingangs- und Umkleidegebäude bestehen. Dieses wird bis auf die Grundsubstanz rückgebaut und saniert. Das bestehende Mehrzweckbecken hat sich über die diagonale um gut 80 mm gesetzt und muss komplett abgebrochen werden. Aus funktionalen und sicherheitstechnischen Gründen wird auch das Kinderplanschbecken abgebrochen und an einem geeigneteren Standort neu errichtet. Die neuen Becken werden auf Pfählen gegründet. Für die Versorgung der Badegäste und externer Gäste wird ein neuer Kiosk errichtet. Die Badewasseraufbereitungsanlage wird in einem quer zum Gebäudeensemble neu zu errichtenden Technikgebäude untergebracht. Hier befinden sich künftig auch die notwendigen Personal- und Funktionsräume.

Das neue Mehrzweckbecken wird am Standort des bisher bestehenden Beckens aus hochwertigem Edelstahl rostfrei unter weitestgehender Nutzung der durch den Abbruch entstehenden Baugrube errichtet. Das Mehrzweckbecken wurde entwickelt, um die störungsfreie Nutzung des Schwimmerbereichs zu gewährleisten. Die Badegäste dürfen sich künftig über einen separaten Sprungbereich mit 1 m und 3 m Brett freuen und können diese Einrichtung künftig anders als bisher über die gesamte Öffnungszeit nutzen. Die Schwimmer werden mit fünf 50 m Bahnen versorgt. Nach Bedarf kann eine oder mehrere Bahnen gesondert abgetrennt angeboten werden.
Innerhalb des Nichtschwimmerbereichs ist ein Strömungskanal (effektive Länge ca. 32 m) vorgesehen. Der Strömungskanal läuft nicht permanent, sondern wird zeitweise betrieben. In den Pausen können hier die Badegäste sanfte und dennoch wirkungsvolle Wasser/Luft-Massagedüsen genießen. Badegäste, die bewegtes Wasser in Form von Wellen besonders mögen, können diese in einer Schaukelbucht selbst erzeugen. Außerhalb des Strömungskanals befinden sich Unterwassersprudelliegen, Nackenduschen und ein Unterwassertunnel. Für den Einstieg sind eine große Treppe, Nischenleitern und eine Einstiegshilfe für Rollstuhlfahrer vorgesehen. Im Hinblick auf eine barrierefreie Nutzung wird der Wasserspiegel auf das Niveau des Eingangs- und Umkleidegebäudes angehoben.

Parallel zum Mehrzweckbecken wird eine 3 m breite und ca. 26 m lange Breitwellenrutsche mit separatem Flachwassersicherheitslandebecken errichtet. In diesem Bereich liegt der Beckenumgang um ca. 50 cm unter dem Wasserspiegel des Mehrzweckbeckens, so dass dieses zum Infinity-Pool wird.

Das Kinderplanschbecken, ebenfalls aus Edelstahl rostfrei, wird höhenversetzt auf zwei Ebenen errichtet. Die beiden Beckenteile werden mit einer Breitrutsche verbunden. Im tiefen gelegenen Becken gibt es zudem auch noch eine ca. 6 m lange Rutsche in Form einer Schlange. Auch hier finden die Kleinsten einen Wassertunnel und einen Wasserspeier. Der Einstieg ins untere Becken erfolgt über einen Strandbereich, ins obere Becken über eine Treppe.

Im Vergleich zum ehemaligen Freibad wird die Wasseraufbereitungsleistung um mehr als das Vierfache erhöht. Die Einmischung des aufbereiteten und mit Desinfektionsmittel versehenen Reinwassers in den jeweiligen Wasserkörper des Beckens erfolgt hocheffizient und fein verteilt, so dass künftig an allen Stellen eine hervorragende Wasserqualität vorgefunden wird.

Bereits im Jahr 2007 hat sich der Gemeinderat erstmals eingehend mit der Zukunft der Oberderdinger Freibäder beschäftigt und eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Die Machbarkeitsstudie hatte zum Ergebnis, dass strukturelle Änderungen erforderlich sind, um den Bestand des Bades zu sichern. Das unbeheizte Freibad Oberderdingen aus dem Jahr 1956 genügte schon lange nicht mehr den Anforderungen der Technik. Die dringend notwendige Generalsanierung des Bades ist im Investitionsprogramm 2018-2020 das größte Einzelprojekt der Gemeinde Oberderdingen.

Der Gemeinderat beschäftigt sich seit Herbst 2017 intensiv mit der Sanierung des Oberderdinger Freibads. Im Januar 2018 hat sich der Gemeinderat erneut mit der erforderlichen Generalsanierung des Bades auseinandergesetzt. Die zwingende Erforderlichkeit der Sanierung ist angesichts des Alters und Zustandes des Bades unumstritten. Dies gilt ebenso für den Standort an der Brettener Straße auf dem rund 1,35 ha großen Gelände mit dem vorhandenen Baumbestand.

In den Vorgaben an den Planer war der Erhalt des/eines 50 m-Schwimmerbeckens wie auch der Neubau eines Kinderplanschbeckens wegen der Zielgruppenorientierung „Familie“ enthalten. Befürwortet werden grundsätzlich auch der Erhalt des Bestandsgebäudes entlang der Badstraße sowie eine Erwärmung des Badewassers als Grundvoraussetzung zur Gewinnung neuer Badegäste.

Der Gemeinderat hat am 16. Oktober 2018 den Abschluss von Ingenieurverträgen für die Sanierung und Neugestaltung des Freibads Oberderdingen beschlossen.
In der Gemeinderatssitzung am 13. November 2018 wurde die Entwurfsplanung vorgestellt und die Baueingabepläne freigegeben.

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