PORTRÄT :: Dejan Perica – „Vergiss die Noten – spiel mir nach!“

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Seine Augen strahlen, wenn er über die Musik spricht. Es ist seine Leidenschaft, seine große Liebe. Dejan Perica möchte nichts anderes machen, er ist Vollblutmusiker. Nach drei Jahren Arbeit ist jetzt sein erstes Album „She“ erschienen.

Mit sieben Jahren hat der heute 39-Jährige Dejan Elvis Presley entdeckt. Auf einer Kassette im Supermarkt. Die Worte, die aufgedruckt waren, haben ihn so fasziniert, dass er noch heute ganz aufgeregt wird, wenn er die Geschichte erzählt: „Auf der Kassette standen die Worte ‚Rock Songs‘. Das hat mich damals gefesselt. Ich spürte, dass das etwas besonderes ist und dieses Gefühl hat mich nie mehr losgelassen.“ Als er dann mit neun Jahren anfängt Gitarre zu spielen, merkt er schnell, dass er mit den traditionellen Lernmethoden nichts anfangen kann. „Noten waren nicht mein Ding. Das hat auch mein Musiklehrer gesehen. Er hat sich dann entschieden einfach mit mir zusammen zu spielen. Nach Gefühl. Genau das war das Richtige für mich.“

Heute steht der Brusler mit kroatischen Wurzeln oft auf der Bühne und spielt nicht nur Gitarre, sondern singt auch für sein Publikum. Doch das war nicht immer so. „Ich habe mich erst mit 17 oder 18 richtig getraut zu singen.“ Seinen persönlichen Aha-Moment erlebte Dejan damals als er einen Freund auf einem Basketballplatz singen hörte.

„Er hat sich da einfach hingestellt, Gitarre gespielt und gesungen. Und die Leute haben sich alle um ihn herum versammelt und ihm zugehört. Da wusste ich – das will ich auch!“

Lenny Kravitz, Bon Jovi… Dejan!

Darum ist er in Frankfurt an die „Screen Factory“ gegangen, eine private Musikschule, und hat dort seine Stimme und musikalischen Fähigkeiten trainiert und weiterentwickelt. Um Erfahrungen zu sammeln trat er überall auf, wo er konnte: in Pubs, Bars und sogar auf der Straße. Hauptsache er konnte Musik machen. Als er nach knapp einem Jahr wieder zurück nach Bruchsal kam, war für ihn klar, dass er nichts anderes mehr machen wollte.

Singen als Mutprobe

2011 entschied sich Dejan eine Demo CD mit 2 oder drei Songs aufzunehmen und ging dafür in das Tonstudio „Liner Studios“ in Walldorf. Drei Jahre später wurde daraus ein ganzes Album mit 12 selbstgeschriebenen Titeln. Die Atmosphäre im Studio war für den Musiker etwas ganz Besonderes: „Dort konnte ich so viel lernen und hatte auch keinen Druck schnell fertig zu werden. Ich konnte mir meine Zeit nehmen, Songs schreiben und mit super Musikern aus der Region zusammenarbeiten.“ Die erste Single aus dem gleichnamigen Album „She“ ist im Oktober sogar der Download des Monats beim Radiosender Die Neue Welle. Das Video dazu erscheint ebenfalls bald. Gedreht wurde es von Claus Geiss, der auch schon mit Stars wie Lenny Kravitz oder Bon Jovi zusammengearbeitet hat.

Dejan Perica ist sehr stolz auf seine Platte und freut sich am meisten darauf, dem Publikum die Musik live vorzuspielen. „Livekonzerte sind für mich das größte. Ich liebe es, die Zuschauer glücklich zu machen und gebe immer alles auf der Bühne!“ Die Töne trifft er dabei natürlich auch – und zwar mit viel Gefühl.

Text: Lidija Marinkovic, Bilder: privat

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