HELMSHEIM | Besuch bei Lenitas

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13.07.2020 | „Kinder und Jugendliche suchen heute zunehmend Unterstützung in ihrem Leben und das aus unterschiedlichsten Gründen“, weiß Alexandra Nohl aus eigener Erfahrung. Die Konrektorin der Heidelsheimer Grundschule kennt Situationen mit Schülerinnen und Schülern, in denen Not an Mann ist. In ihrer Funktion als Ortschaftsrätin in Helmsheim und frischgebackene Landtagskandidatin für den Wahlkreis 29 besuchte Nohl gemeinsam mit einer Delegation der SPD Helmsheim eine Jugendhilfeeinrichtigung in Helmsheim die von der Lenitas GmbH betreut wird. Lenitas ist ein Kinder- und Jugendhilfeträger im Stadt- und Landkreis Karlsruhe, ist gemeinnützig tätig und seit Oktober 2018 offiziell von der Stadt Karlsruhe als Träger der freien Jugendhilfe anerkannt.

„Eine gute Zusammenarbeit zwischen Jugendamt und Eltern genügt in bestimmten Lebensphasen von jungen Menschen nicht“, erklärt die SPD-Frau. Dafür gibt es dann das Angebot der stationären Unterbringung, die es den Heranwachsenden ermöglicht, sich innerhalb passender Rahmenbedingungen zu entwickeln. „Es müssten noch viel mehr solcher Einrichtungen geben um Kindern und Jugendlichen den entsprechenden Schutzraum zu gewährleisten.“

Empfangen wurden die Teilnehmenden des Treffens von den Jungen und Mädchen die derzeit in den Helmsheimer Jugendwohngruppen  leben. Unterhaltsam untermalt mit flotten Sprüchen präsentierten sie ihr vorübergehendes Zuhause lebendig und selbstbewusst. Zusammen mit der Bereichsleitung der Jugendhilfeeinrichtung, Ingrid Jakobi, und mit  Alexandra Nold, sie ist die Einrichtungsbeauftragte,  wurde anschließend das Konzept der Einrichtungen erläutert.

Vorbereitung auf eine eigenständige Zukunft

Oberstes Ziel ist es, die Heranwachsenden auf ein Leben vorzubereiten, dem sie selbständig und mündig gewachsen sind. Dazu werden sie engmaschig im vollstationären Bereich pädagogisch betreutet. Neben gemeinsamen Aufenthaltsräumen haben die jungen Menschen jederzeit die Möglichkeit, sich in ihr jeweils eigenes Zimmer zurückzuziehen. Anfallende Hausarbeiten, das Kochen, Putzen und alles, was an Hausarbeit anfällt wird gemeinsam erledigt. Die Betreuungskräfte sind stets ansprechbar, leiten an und unterstützen die Jugendlichen in der  Tagesstruktur und, ganz wichtig(!), in der Planung der persönlichen Zukunft. Dabei geht es meist um Hilfestellung bei der Suche nach einem geeigneten, dem Können und dem Talent des Schützlings entgegenkommenden Ausbildungsplatz. Ein Berufswunsch-Beispiel:  Einer der Jugendlichen strebt die Ausbildung zum Heilerzieher an, um später anderen Menschen zu helfen.

Mutter-Kind-Haus soll den Aufbau einer Beziehung unterstützen

In unmittelbarer WG-Nachbarschaft befindet sich das Mutter-Kind-Haus, ebenfalls von Lenitas betreut und unterhalten. Dort wird Müttern und werdenden Müttern geholfen, eine tragfähige Beziehung zum Kind aufzubauen. Sie werden dabei unterstützt, ihr Leben wieder eigenverantwortlich zu führen.

Am Ende des Besuchs der Helmsheimer Lenitas-Jugendgruppe resümiert Landtagskandidatin Nohl: „Diese Einrichtungen sind wichtig! Die Heranwachsenden bekommen hier das nötige Rüstzeug, sind geschützt in ihrer Ersatzfamilie und können einen fast normalen Alltag leben.“ Es müsse dringend geprüft werden, ob vor Ort Erweiterungsmöglichkeiten möglich seien, konkretisiert Nohl ihr Anliegen.

Ortschaftsrat Maic Lindenfelser bot den Bewohnern beider Einrichtungen, also Jugendwohngruppe und Mutter-Kind-Haus, eine Führung durch deren temporäre Heimat Helmsheim an, was auf freudiges Interesse stieß. Weil immer wieder Anschaffungen gemacht werden müssen, will Ortsvereinsvorsitzender Özgür Sahin durch Aufrufe in allen Kanälen unterstützend wirken.

 

 

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