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Bruchsal | 13-Jähriger Realschüler niedergeschlagen

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Meldung | Anonymer Hinweis auf Gewaltereignis in 6. Klasse der Albert-Schweitzer-Realschule

Das Thema „Gewalt an der Schule“ bleibt auch den Schülern, Eltern und Lehrern in unserer Region nicht erspart. Wir leben in der Technologierregion Karlsruhe in einer gut situierten Region, aber sicher auch nicht auf einer Insel. Möglich, dass manche Ereignisse auch nicht in die Öffentlichkeit dringen, weil das Image der jeweils betroffenen Schule stark darunter zu leiden hätte. Der hier geschilderte Fall kann wohl in jeder Schule so oder so ähnlich passieren.

In der vergangenen Woche hat es einem anonymen Hinweis zufolge in der Albert-Schweitzer-Realschule eine massive Attacke gegen einen 13-jährigen Schüler gegeben. So soll der Sechstklässler niedergeschlagen und am Boden liegend noch massiv getreten worden sein. Die Verletzungen sollen danach so massiv gewesen sein, dass die herbeigerufenen Mutter mit dem Jungen ins Krankenhaus ging. Zunächst vermutete Knochenbrüche im Gesicht bestätigten sich glücklicherweise nicht, wie LANDFUNKER.de nach einem weiteren Hinweis erfuhr. Der Schreiber/die Schreiberin verteidigt seine anonyme Haltung mit der Angst vor Repressalien.

Schüler angeblich als gewaltbereit bekannt

Der ebenfalls 13-jährige Aggressor sei angeblich als gewaltbereit bekannt – so der Hinweisgeber weiter – und soll schon mehrfach wegen des von ihm ausgehenden „Gefahrenpotenzials“ von Schul- und Klassenveranstaltungen ausgeschlossen worden sein.
Anwesende Klassenkameradinnen und Kameraden hätten den Schläger während der Attacke gemeinsam vom Opfer getrennt und ihn zum Rektor gebracht.

Kommunikation in einer Schüler-WhatsApp-Gruppe nicht zur Beweisführung geeignet

Von Seiten der Schule bestätigt man den Vorfall grundsätzlich, sieht den Ablauf und die Schilderung seitens des anonymen Schreibers/Schreiberin in vielen Teilen als unzutreffend. Schulleiter Michael Mercatoris zeigt auf Nachfrage von LANDFUNKER.de Verständnis für die Sorge des Schreibers bzw. der Schreiberin, kritisiert aber, dass sich die Hinweise hauptsächlich auf Interpretationen von Schilderungen der WhatsApp-Gruppe der Klasse beziehen. Er hält die Kommunikation, die sich in der WhatsApp-Gruppe von 12-13-jährigen entwickelt nicht für beweisfähig. Die Wahrheit läge meist irgendwo dazwischen. Auch sei der Schüler nicht wie angegeben ins Krankenhaus gebracht worden, sondern die Mutter sei mit ihm zum Augenarzt gegangen.

Eine Anzeige des Vorfalls bei der Polizei ist von Seite der Eltern nicht erfolgt, wie auch die Nachfrage von LANDFUNKER.de bei der Polizeidienststelle Bruchsal ergab. Schulleiter Mercatoris weist ausdrücklich darauf hin, dass die Schule laut geltendem Recht keine Anzeige erstatten darf.

Aktuelle Situation am Montag, 8.7.2019

Nach Schulleiter Mercatoris ist der Verursacher bis zur Festlegung des Strafmaßes vom Unterricht ausgeschlossen („befreit“). Die Anhörungen laufen diese Woche. Die Schulsozialarbeiterin sei informiert worden. Erst danach könne über einen etwaigen Schulausschluss entschieden werden. Es gäbe noch keine Rückmeldung des Geschädigten bzw. warte man noch auf eine Anzeige der Eltern bei der Polizei.

Viele Fragen, die offen bleiben

Wie groß ist das Gewaltpotenzial an unseren Schulen wirklich? Ist das ein Einzelfall, der nur durch einen anonymen Hinweis bekannt wurde. War dies möglicherweise sogar ein „minderschwerer“ Fall und es gibt deshalb keine Anzeige bei der Polizei? Oder will man die Sache nicht anzeigen, aus Sorge um öffentlichen Diskurs seitens der Schule bzw. um Repressalien seitens der Betroffenen?

LANDFUNKER.de wird die Entwicklung in diesem „Einzelfall“ verfolgen und weiter berichten.

Liebe Leser, wie ist Ihre Erfahrung und Meinung zum Thema?

Wenn du als Schüler oder Schülerin, wenn Sie als Lehrer oder Eltern eigene Erfahrungen haben, schreibe uns/schreiben Sie uns eine E-Mail an medien@egghead.de „Gewalt an meiner Schule“.

Oder teilen Sie uns Ihre Meinung oder Erfahrung hier unten im Kommentarfeld sachlich mit. Alle Hinweise werden vertraulich behandelt. Hinweis: Wir werden die Kommentare moderieren und Kommentare, die den gegenseitigen Respekt vermissen lassen, nicht veröffentlichen.

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