Ein Stapel montage- und gebrauchsfertiger Faceshields. Foto: MakerVsVirus.org
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Bretten | Corona-Hightech-Hilfe made in Bretten

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07.04.2020 | Der Geschäftsführer Peter Steiner eines Brettener Fertigungsunternehmens produziert dringend benötigte Schutzvisiere im hauseigenen 3D-Drucker. Diese Ausrüstung wird anschließend an das Deutsche Rote Kreuz gespendet. 

Normalerweise stellt die Firma ,,Lindörfer und Steiner“ GmbH in Bretten-Gölshausen Transportladungsträger für die Automobilindustrie her, doch in diesen Zeiten der Corona-Krise laufen die Maschinen für einen ganz besonderen gemeinnützigen Zweck.

Für Geschäftsführer Peter Steiner steht fest:

Der Zusammenhalt in dieser Krise ist besonders wichtig!

Steiner hatte einen Artikel zum Aufruf des Deutschen Roten Kreuzes zur Produktion von Schutzvisieren gelesen und nicht lange gefackelt: Er kontaktierte den Karlsruher DRK-Kreisgeschäftsführer Jörg Biermann, welcher das Angebot sehr gerne annahm.

Seither läuft Steiners 3D-Drucker nun 24 Stunden durchgehend und kann pro Tag etwa 10 Schutzvisiere herstellen. Geld möchte der Geschäftsführer dafür nicht, der eigenen Firma gehe es gut und es gäbe genug Aufträge. Er sieht in dieser Krise jeden der helfen kann in der Verantwortung und spendet die Teile an das DRK. Falls ein niedergelassener Arzt jedoch kurzfristig ein oder zwei Visiere benötige, könne er sich direkt bei Steiner melden, sagt dieser.
Der 3D-Drucker schafft etwa 10 Masken pro Tag, da er fast 4 Stunden pro Bauteil druckt. Es ist allerdings ein Spritzgusswerkzeug in Planung, welches dann 60-70 Schutzvisiere pro Stunden produzieren kann.

Doch nicht nur “Lindörfer und Steiner” sehen sich in der Verantwortung, etwas für die Allgemeinheit zu tun: Es gibt bereits eine Organisation, die sich deutschlandweit zusammengetan hat, um die 3D-Drucker zusammenzuziehen, um eine Massenproduktion in die Wege leiten zu können.
Es gibt bereits Rückmeldungen und Verbesserungsvorschläge, sodass die Produktion angepasst werden kann. Die Nachfrage ist hoch und wir sind stolz in dieser Krise etwas Gutes beitragen zu können als regionales Unternehmen, so Steiner.

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