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FAMILIE :: Schlüssel für eine optimale Ernährung

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Ein gesundes Essen für Kinder und Jugendliche wird oft unterschätzt. Es geht dabei nicht nur um ein gesundes Frühstück, sondern ebenso um gemeinsame und strukturierte Essenszeiten. Bei der Ernährungsberatung von Kleinkindern helfen im Landkreis Karlsruhe zehn Fachfrauen vom Bruchsaler Ernährungszentrum.

Die beiden Ernährungsberaterinnen Brigitte Hege (58) und Cordula Pfaff (47) vom Bruchsaler Ernährungszentrum des Landkreises sind nicht nur auf gesunde Ernährung spezialisiert. Im Rahmen des landesweiten Programms BeKI (Bewusste Kinderernährung) geben sie in Gruppenberatungen oder Schulungen Eltern, Erziehern, Lehrern und auch Kindergarten- und Grundschulkindern in Seminaren und Veranstaltungen gezielte Tipps für eine bessere Ernährung. Dabei wird bei praxisnahen Workshops im Ernährungszentrum am Viehmarkt 1 gerne auch mal gekocht. Im Landkreis Karlsruhe gibt es insgesamt zehn BeKI-Fachfrauen. Das Bruchsaler Ernährungszentrum ist eines von vier in Baden-Württemberg.

„Wir führen in erster Linie Gruppenberatungen ab acht Personen für Eltern, Erzieher und Lehrer durch oder führen mit Grundschulkindern im Bruchsaler Ernährungszentrum kleine Seminare durch, wie man sich gesund ernährt“, sagt Oberlandwirtschaftsrätin Brigitte Hege, die die BeKI-Koordinatorin im Landkreis ist. Dabei geht es ihr genauso wie BeKi-Fachfrau Cordula Pfaff um die Weitergabe von Ernährungstipps, nicht um Schulungen mit dem erhobenen Zeigefinger.

„Diese bringen nichts. Es ist aber für viele Eltern durchaus interessant zu wissen, dass das optimale Pausenbrot für Kindergarten und Schule, ein leckeres Vollkornbrot, belegt mit Käse ist. Zu diesem gibt es dann am besten saisonales Obst und Gemüse aus der Region“, betont Cordula Pfaff. Für Kinder sei es zudem wichtig, dass das Essen auch ansprechend dekoriert oder zubereitet sei. „Schön geschnittene Apfelschnitze sind deshalb sehr zu empfehlen. Auch Gemüse kann in kleinen Stücken dargeboten werden.“

Kinder brauchen Rituale – Süßigkeiten einmal am Tag erlaubt

Damit die Tipps auch einen nachhaltigen Erfolg haben, empfehlen die Ernährungsberaterinnen, dass Eltern zumindest einmal am Tag (z.B. Abendessen) eine gemeinsame Hauptmahlzeit mit Gemüse und Obst zusammen mit dem Nachwuchs einnehmen. „Kinder brauchen Rituale, auch beim Essen. Wenn schon kleine Kinder bemerken, dass sich die Eltern gesund ernähren, überträgt sich dies automatisch auf das Essverhalten“, sagt Brigitte Hege. Die gemeinsam erlebte Gemeinschaft am Tisch sei dabei der „Schlüssel zum Erfolg“. Zwischen den Mahlzeiten sollte es zudem immer auch für ein paar Stunden „essensfreie Zeiten“ geben, um das natürliche Hungergefühl zu entwickeln. Wichtig ist auch der Verzicht auf zu viele zuckerhaltige Getränke.

„Wir empfehlen deshalb viel Wasser und ebenso Kräuter- oder Früchtetee. Apfelschorle kann natürlich auch getrunken werden, wenn man auf eine Einheit Saft mit vier Einheiten Wasser mischt“, erklärt Cordula Pfaff. Beide Ernährungsberaterinnen wollen „auf keinen Fall Süßigkeiten verbieten, sonst wird es interessant“. Einmal am Tag sind Süßigkeiten wie einige Gummibärchen durchaus in Ordnung, wenn die sonstigen Mahlzeiten ausgewogen sind und genug Flüssigkeit zugeführt wurde. Auch bei älteren Kindern können Eltern daher die Regel einführen „Eine Hand voll Süßigkeiten sind in Ordnung.“

Die Ernährungsberaterinnen verweisen gerne auf die vielen kostenlosen Broschüren mit verschiedenen Ernährungstipps, leckeren Rezepten und einfach verständlichen Grafiken und Bildern, damit sich Eltern und Multiplikatoren gezielt mit dem Thema „Ernährung“ auseinandersetzen können. Diese können beim Bruchsaler Ernährungszentrum des Landkreis Karlsruhe, Am Viehmarkt 1, 76646 Bruchsal, Tel: 07251/74-1752, Fax: 07251/74-1705, E-Mail: ernaehrungszentrum@landratsamt-karlsruhe.de, angefordert oder abgeholt werden. Die meisten Infos gibt es natürlich auch im Internet.

Infobox: Pausenbrot Das optimale Pausenbrot für Kindergarten und Schule ist ein leckeres Vollkornbrot belegt mit Käse. Zu diesem gibt es am besten saisonales Obst und Gemüse aus der Region. Das Essen sollte ansprechend dekoriert oder zubereitet sein. Schön geschnittene Apfelschnitze sind deshalb kein Fehler, sondern fördern das gesunde Essen. Das Kinder ihre Eltern permanent als Vorbilder betrachten, ist es nicht verkehrt, wenn jede Familie mindestens einmal pro Tag eine gemeinsame Hauptmahlzeit einnimmt. Dazu sollte es viel Flüssigkeit wie Wasser oder Tee geben. Saftschorlen für Kinder immer in der Mischung 1:4 (Saft im Verhältnis zu Wasser) mischen. Süßigkeiten nicht verbieten, aber in Maßen konsumieren!

 

Text & Bilder: Christian Jung

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