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Helmsheim Jubiläum 1250 Jahre
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Icon-Stadtmagazin WILLI Reportage | 1250 Jahre Helmsheim – ein ganzer Ortsteil feiert

Helmsheim Jubiläum 1250 Jahre Der heutige Bruchsaler Ortsteil Helmsheim wird erstmals 769 im Schenkungsbuch des Klosters Lorsch als Helmolvesheim namentlich erwähnt.

Jedoch weisen Bodenfunde aus Hügelgräbern daraufhin, dass die Gemarkung Helmsheim schon mehr als zweieinhalb Jahrtausende zuvor besiedelt wurde. Um 1200 befand sich auf dem Schlossbuckel eine Burg der Herren von Helmudisheim, eines Geschlechts von Rittern oder Edelfreien. Später gelangte der Ort an die Kurpfalz, bis er 1771 durch Kauf an die Markgrafen von Baden überging. Von der Burg waren 1862 nur noch der Eingang, der innere Ringwall und die Reste eines Turms erkennbar. Diese wurden eingeebnet und das Gelände in Ackerland umgewandelt.

Im 30-Jährigen Krieg und im Pfälzischen Erbfolgekrieg wurde Helmsheim mehrfach niedergebrannt und verwüstet, so dass zeitweilig nur noch 17 Bürger und insgesamt 70-80 Personen dort wohnten. Bis zur zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts war die Bevölkerung aber so sehr gewachsen, dass bereits Mängel an nutzbarem Ackerland und Wiesengelände beklagt wurde. Am 1. September 1972 wurde Helmsheim durch vertragliche Regelung ein Stadtteil Bruchsals.

Endspurt Jubiläumsfeier 1250 Jahre Helmsheim. Wir unterhielten uns mit Ortsvorsteherin Tatjana Grath.

Helmsheim Jubiläum 1250 Jahre
Tatjana Grath

Was zeichnet Helmsheim aus?
Als Ortsvorsteherin bin ich stolz auf das ehrenamtliches Engagement – das Miteinander – gerade jetzt zeigt es sich wieder, wie toll unsere Vereine und Institutionen Hand in Hand sich engagieren. Als Helmsheimerin im privaten Sinn erzähle ich ihnen gerne, warum ich mich hier so wohl fühle: Kindergarten, Grundschule, Kirchen, Vereine – die Nachbarn rechts und links – Feste feiern – das sind die Zutaten, die man für eine Gemeinschaft braucht, in der man sich wohl fühlen kann. Sowohl als Kind oder als Erwachsener habe ich sportlich und musikalisch ein großes Angebot vor Ort und wenn ich nur die Seele baumeln lassen will – wo kann ich es besser, als ringherum in unserer schönen hügeligen Natur.

Was sollte sich ein Besucher unbedingt anschauen?
Bei einem Spaziergang durch unseren Ort dürfen unsere Alte Kelter und unsere beiden Kirchen nicht fehlen. Hervorzuheben ist natürlich auch der Straußenhof „In der Gottesau“ – das ist schon etwas Besonderes. Empfehlen kann ich hierzu auch die öffentlichen Ortsführungen, die immer wieder einmal angeboten werden.

Was fehlt in Helmsheim?
Wünschenswert wäre etwas für unsere Senioren/innen. Wir träumen nicht von einem Pflegeheim, es gibt heutzutage viele verschiedene Modelle, an die man sich vielleicht nur mal trauen muss, z.B. eine Senioren WG. Wäre es nicht schön, wenn unsere ältesten Mitbürger in ihrem Heimatort die Möglichkeit hätten bis zum letzten Atemzug wohnen zu bleiben. Wo die jahrzehntelange Nachbarin oder Schulkamerad vom anderen Ende des Ortes nach wie vor vorbeikommen kann – so bleibt das soziale Band weiterhin vorhanden.

Welche Entwicklungsmöglichkeiten könnten Sie sich für Ihren Ortsteil vorstellen?
Wir haben sehr viele unbebaute Flächen im Ort. Auch der Leerstand beschäftigt uns als Ortschaftsrat. Hier wäre es wünschenswert, wenn sich dies in der Zukunft ändern würde, denn neue Baugebiete zu erschließen, wäre nicht zu vertreten. Um eine Dorfgemeinschaft
weiterhin so aktiv mit allem erhalten zu können Bedarf es auch der Möglichkeit von Zuzug. Kinder sichern nicht nur KiGa und Schule, auch unsere Vereine brauchen
Nachwuchs und neue Mitglieder.

Worüber diskutieren die Helmsheimer besonders?
Über die allgemeine Daseinsvorsorge. Wir haben keinen Bäcker in der Ortsmitte mehr, unsere Filialen der Sparkasse und Volksbank schlossen beide im Frühjahr. Natürlich sind wir mit Aldi und Netto im Gewerbegebiet gut aufgestellt, aber gerade auch für unsere älteren Mitbürger/innen wäre eine fußläufige Versorgung in der Ortsmitte von Vorteil.

Was muss am schnellsten angegangen werden?
Ein großes Thema ist die ärztliche Versorgung. Aus Altersgründen schloss vor ein paar Jahren unsere Zahnarztpraxis. Wir dürfen uns glücklich schätzen, dass wir noch eine sehr engagierte Hausärztin haben. Aber auch hier wird es in einigen Jahren eine Veränderung geben. Hier dürfen wir nicht einfach die Augen schließen.

Warum sind Sie stolze Helmsheimerin?
Zum Einen weil meine Wurzeln mütterlicherseits bis zum Ende des 17. Jahrhundert zurückreichen, zum anderen auch, weil es liebenswert ist hier zu wohnen. Das Miteinander – das Füreinander – das aber auch nur entstehen kann, in dem wir auf einander zugehen, einander beiseite stehen, uns für das Gemeinwohl mit all unseren Möglichkeiten engagieren. Da ich der Meinung bin, dass das in unserem kleinen Ortsteil noch sehr gut funktioniert, kann ich schon sagen, dass ich stolz bin eine Helmsheimerin zu sein.

Wo ist in Helmsheim Ihr Lieblingsplatz?
Auf einer kleinen Bank am Waldkreuz im Gewann Körbig mit einem traumhaften Blick über unsere sanften Hügel.

Gesammelte Erinnerungen aus Helmsheim 1972

Geschichte ist geduldig, sie lässt sich nicht verhindern und irgendwann ist man selbst Geschichte.

Auf dem Speicher in einer Ecke steht ein alter Schuhkarton, darin Fotos von vergangenen Zeiten. Auf der Rückseite steht nichts, noch nicht mal eine Jahreszahl. Die Bilder jedoch haben einen Wert und sollten mit anderen Personen geteilt werden, man könnte dadurch mehr erfahren, über sich, seine Familie, seine Heimat, wie es Früher war im Ort.

Helmsheim Jubiläum 1250 Jahre Geschichte
Helmsheim Jubiläum 1250 Jahre Geschichte
Helmsheim Jubiläum 1250 Jahre Geschichte

Es wäre schön, wenn der eine oder andere noch eine Geschichte erzählen könnte, Vereine könnten ihre Chroniken einstellen oder jemand wie Gert Merkel aus Helmsheim könnte dieses Material auf einer Internetseite zusammenführen… und das hat er gemacht! Anlass für diese Idee ist das Jubiläum 1250 Jahre Helmsheim. Für die Aufbereitung der Familiengeschichte der Helmsheimer wurde von Gert Merkel der Rahmen eines Projektes entwickelt. Seine Themenzusammenstellung reicht bis zur Eingemeindung in die Stadt Bruchsal am 30.06.1972.

Mehr über Helmsheim erfahren: www.helmsheim.me

Erstveröffentlichung in RegioMagazin WILLI 07/19

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