Taharahalle, die Leichenhalle, auf dem jüdischen Friedhof in Bruchsal

BRUCHSAL | Taharahalle auf dem jüdischen Friedhof wird saniert

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07.12.2020 | Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) stellt für die Restaurierung der Fenster in der Taharahalle, der Leichenhalle, auf dem jüdischen Friedhof in Bruchsal dank zahlreicher Spenden sowie der Lotterie GlücksSpirale 15.000 Euro bereit. Der Friedhof gehört somit zu den über 360 Objekten, die die private DSD dank Spenden, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der GlücksSpirale allein in Baden-Württemberg fördern konnte.

Die 1890 eingeweihte Taharahalle befindet sich im westlichen Bereich des jüdischen Friedhofs, der wiederum am südöstlichen Stadtrand von Bruchsal liegt. Es handelt sich um einen eingeschossigen unverputzten Massivbau aus Bruchsteinquadern mit Satteldach und Eckpilastern. Die Fenster- und Türöffnungen werden von Sandsteinen eingefasst.

Die Bruchsaler Taharahalle ist eine der repräsentativsten und am besten erhaltenen Hallen ihrer Art in Baden-Württemberg.

Von ihnen gibt es im ganzen Land nur noch zwölf. Zudem zählt sie zu den wenigen noch originalen Relikten des ehemals bedeutenden jüdischen Lebens in der Stadt. Juden lebten seit dem Mittelalter in Bruchsal. Am Ende des 19. Jahrhunderts beherbergte die Stadt eine der größten jüdischen Gemeinen Badens.

Derzeit steht die Halle leer. Nach ihrer Sanierung soll sie Teil eines Gesamtkonzepts werden, das vorsieht, im angrenzenden früheren Synagogengelände die jüdische Geschichte Bruchsals museal darzustellen. Bislang wurde bereits das Dach der Taharahalle saniert und Trockenlegungsarbeiten durchgeführt. Nun folgen weitere Sicherungsarbeiten an dem Gebäude.

Alle vier Ecklisenen sind ohne Verbund mit dem Mauerwerk und fallen nach außen weg. Das Mauerwerk weist eine umfangreiche Rissbildung auf, zahlreiche Fugen sind ausgewaschen. An allen vier Türrahmungen sind ebenfalls starke Auswaschungen festzustellen. Des Weiteren müssen die verwitterten Holzrahmen der Fenster bearbeitet werden. Im Innern ist der Wand- und Deckenputz bereits an einigen Stellen abgefallen, zudem ist der Holzboden stellenweise verfault.

Nach erfolgter Sicherung all dieser Bereiche soll die Klärung des Gesamtkonzepts zum ehemaligen Synagogengelände festgelegt werden.

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