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Radball Forst

Bruchsal | Absteigen verboten

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Der Radfahrerverein “Germania” Forst e.V. hält für begeisterte Radfahrer ein vielfältiges Angebot bereit. Aktuell liegt der Fokus des Radfahrervereins auf dem Radball, ein eher unbekannter Sport.

Aus dem RegioMagazin WILLI 5/17

Natürlich geht es wie bei fast allen Ballsportarten darum Tore zu erzielen – also erstmal nichts besonderes. Allerdings sitzen die Spieler hier während der gesamten Spielzeit auf einem ganz speziellen Fahrrad und der Ball wird ausschließlich mit dem Rad gespielt.

„Radball wird hauptsächlich zwei gegen zwei gespielt, es nennt sich auch zweier Radball“, erklärt Peter Füssel, Trainer und langjähriges aktives Mitglied beim RV Forst. „Es gibt einen Tormann und einen Angriffsspieler. Gespielt wird zweimal sieben Minuten.”

Radball kann nur in der Halle gespielt werden, dafür werden Banden aufgebaut. Wichtig ist: Während des Spiels darf nicht vom Rad abgestiegen werden. Dies verlangt eine enorme Körperbeherrschung und ist, wenn man es auch beim Zusehen nicht glauben mag, sehr anstrengend. Wie beim Fußball gibt es Eckbälle, Ausbälle und anstelle des Elfmeters einen 4m-Freistoß. Handspiel ist beim Radball lediglich im 2m Strafraum gestattet.

Das Rad dient nicht nur als Fortbewegungsmittel, sondern ist stark in das Spiel eingebunden. Der Ball wird nämlich nicht mit dem Fuß, sondern mit dem Vorder- oder Hinterrad gespielt, was gar nicht so einfach ist. Deshalb sind Radballräder auch keine gewöhnlichen Fahrräder. Sie haben weder Schaltung noch Bremse.

Ganzheitliches Training für den Körper

Peter Füssel hat selbst 35 Jahre lang Radball gespielt und weiß, wie schwierig es ist die Sportart zu erlernen: „Ein Laie könnte nicht so einfach mit dem speziellen Rad losfahren, das haben schon einige probiert und sind daran gescheitert. Das Rad kippt sofort nach hinten, da der Schwerpunkt ganz woanders liegt. Da kann man sich ganz schnell auf den Hosenboden setzen und verletzen. Wenn man dann fahren kann, hat Radball einen ganz besonderen Reiz.“ Abverlangt wird Geschicklichkeit, Schnelligkeit und Kondition. Der Körper wird ganzheitlich trainiert. Die Verletzungsgefahr ist im Vergleich zu Fußball oder Handball relativ gering und auch die Abnutzung von Knochen und Gelenken ist gering, daher kann man den Sport bis ins hohe Alter spielen.

Die Nachwuchsarbeit beim RV Forst läuft. Max Peterson, ein Radsport-Schützling von Peter Füssel, ist 12 Jahre alt und liebt es Fahrrad zu fahren: „Deshalb habe ich mir diesen Sport ausgesucht“. Auch sein 13-jähriger Partner Kenan Gecer ist begeistert von dem Sport: „Ich habe etwas später angefangen als mein Partner Max. Er hat mir gezeigt wie es geht und es hat mir sofort Spaß gemacht, dann bin ich mit ins Training gegangen.”
Im Übrigen macht es auch richtig Spaß beim Radball zuzuschauen. Man staunt über die Techniken die dabei eingesetzt werden, über die filigrane Ballführung oder den flinken, kraftvollen Torschuss. Dies alles ohne auch nur einmal vom Rad abzusteigen.

Interessierte können gerne vorbeischauen beim RV Germania Forst in der Waldseehalle.

Text: Iris Weindel, Fabienne Burkard

Radfahrerverein Germania Forst 1911 e.V.
Kronauer Allee 21
Vorstand Josef Langel

Trainingszeiten:
Schüler und Jugend:
Mo + Fr, 17.30 – 19.30 Uhr,
Aktive:
Mo + Fr, 19.30 – 22 Uhr
In der Waldseehalle Forst

www.rv-germania-forst.de

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