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Waldbegehung Bretten Trockenschäden
Bürgermeister Michael Nöltner mit Forstamtsleiter Ewald Kugler; Foto: Svenja Hoffmann

Bretten | Trockenschäden führen zum Sterben der Altbuchen

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Meldung | Stadtförster Ewald Kugler informierte über Waldzustand

05.08.2019 | In der vergangenen Woche informierte Brettens Forstamtsleiter Ewald Kugler Bürgermeister Michael Nöltner über alarmierende Schäden an Altbuchen, die zum Sterben der Bäume führten.

So seien durch die Trockenheit im Jahr 2018 viele Buchen schlichtweg „verdurstet“. Das Ausmaß der Schäden sei erst jetzt, ein Jahr später, erkennbar. Bereits im vergangenen Spätjahr war beobachtet worden, dass die kleinen feinen Äste an den Kronen teilweise abgestorben waren. Im Frühjahr 2019 hatten die Buchen an den oberen Teilen der Krone nicht mehr ausgetrieben und die Kronen wurden von oben immer dürrer.

Mindestens 3.000 der über 100-jährigen Buchenstämme seien am Absterben. Das betreffe vor allem hohe Bäume, deren Krone direkt der Sonne ausgesetzt seien und Buchen am Waldrand. „Dabei ist die Buche die für den Kraichgau typische Baumart“, so der Stadtförster. 41 % des Brettener Stadtwaldes seien Buchen.

Absterbende Buchen sind aber auch gefährlich.  „Bei der Probefällung einer Buche im Sprantaler Wald zerfiel die gesamte Krone in kleine, Bruchstücke“, schilderte der Kugler. Deshalb gelte das Hauptaugenmerk zunächst der Verkehrssicherung entlang von öffentlichen Straßen. Danach müssten die Waldwege und öffentlichen Einrichtungen durchmustert werden. Das werde bis März nächsten Jahres dauern. Eventuell müssten auch Teile des  Waldes gesperrt werden, um die Bevölkerung vor herabstürzenden Ästen zu schützen.

Die Stadtverwaltung bittet die Bevölkerung, derzeit auf Waldwanderparkplätzen und an den Waldrändern keine Fahrzeuge abzustellen. Ebenso sollte bei böigem Wind auf Waldspaziergänge oder Joggen verzichtet werden.

Bereits in den Vorjahren seien bei Durchforstungen absterbende oder bereits dürre Altbuchen im Sinne der Artenvielfalt und des Naturschutzes gekennzeichnet und stehen gelassen worden. Bei den jetzt anfallenden großen Mengen sei dies jedoch keine Lösung, da die Bestände bei künftigen Pflegemaßnahmen mit fortschreitendem Zerfall flächig nicht mehr begehbar wären.

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