no comment – Der WILLI-Kommentar

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Der noComment-Kommentar
Was macht ein OB eigentlich noch so?
 Nebenher?

Die Wahl in Bretten brachte mich doch auf die Idee mal darüber nachzudenken, was eigentlich ein OB so nebenher macht.

Das überlege ich mir nämlich immer wieder bei unseren Vertretern des Staates, den MdBs (Mitglieder des Bundestages). Warum müssen die sich nicht mit voller Kraft einbringen? In jedem Arbeitsvertrag steht doch: … die ganze Kraft… für die Firma! Warum können die Damen und Herren nebenher arbeiten?

Warum können Abgeordnete Vorträge für Geld halten? Haben die zu viel Zeit? Warum reicht es anscheinend, nur einen Teil ihres Tagewerkes für die bezahlte Arbeit einzubringen für die ich sie wähle und bezahle? Kann es sein, dass nur deshalb manche Gesetze, Lösungen oder Entscheidungen nicht vorwärts gehen, weil die Damen und Herren zu viel mit sich selbst beschäftigt sind?

Ich finde es gut, wenn man seinen Vertreter kennt und trifft und ansprechen kann. Im Bierzelt, auf Messen, im Verein. Ja, ehrlich. Aber was macht er/sie eigentlich ansonsten den lieben, langen Tag? Nachdenken? Seinen (welchen?) Beruf ausüben? Seine Firma leiten? Rechtsanwalt, Steuerberater, Unternehmer? Was macht eigentlich derjenige, der nicht Jurist ist? Häkeln mit der VHS? In der Bibliothek Bücher vorlesen für Grundschüler? Da wird uns erzählt, Herr Kubicki verdiene mit seiner gutgehenden Rechtsanwaltskanzlei viel mehr; der braucht das alles nicht. Ja gut, das versteht man doch. Dann kann er ja auf die Peanuts verzichten. Oder auf das Mandat. Aber MdB ist für mich „Hop oder Top“ und nicht „ich mach, was mir gefällt“.

Ich erwarte 100% Einsatz für das Land! Bei 100% Bezahlung. Und wenn die Bezahlung nicht reicht, dann darfs wegen mir auch mehr sein. Nur ehrlich.

Wer mal nachschauen will, wieviel Geld über die Tische geht, der kann sich das hier mal antun.
www.abgeordnetenwatch.de/blog/2017-08-02/abgeordnete-kassierten-millionen-aus-der-wirtschaft

Der gefühlte gesamte Deutsche Bundestag wehrt sich vehement gegen Transparenz. Warum eigentlich? Geld verdienen ist doch keine Schande. Anscheinend doch. Und welchem Politiker soll ich glauben, dass er gegen die Steuermoral der Konzerne kämpft wenn er auf deren Gehaltliste steht? Ja, in Bananenrepubliken ist es noch schlimmer. Welch ein Trost! Hat man doch den Eindruck, der Deutsche Bundestag ist für manche nur Mittel zum Zweck. Sprungbrett in die höheren Gehaltsklassen. Erst kommt das Fressen…. Dann die Moral.

Mal ehrlich. Welcher anständig arbeitende Mensch kann sich vorstellen, dass man die angeblich so umfangreiche, stressige Arbeit, von gutem Gehalt, Pauschalen und Wohltaten begleitet, als Nebentätigkeit führen kann? Und warum legt keiner die Finger in die Wunde? Warum sind die eigenen Kollegen nicht auf der Hut und fragen mal nach, weshalb die einen immer im Dienst sind und andere Abgeordnete sich vom Acker machen? Heim in den Wahlkreis. Kämpfen für die Demokratie. Mal ehrlich. Wer glaubt denn das?

Daher fordere ich ein Gesetz: Gegen Nebentätigkeiten von Abgeordneten. Zu deren eigenem Schutz. Das MeSchuGe (Mitglied-des-Bundestages-Schutzgesetz) zum Schutz vor Selbstausbeutung.

Und nun sind es derer gleich 101 Neue. Einhundert neue MdBs. Das sind über 100 Millionen Euro mehr Geld im Jahr, die uns die Demokratiekämpfer wert sind. Jedem Abgeordneten seinen gleichen, warmen, bequemen Drehsesse (Leder). Jedem seine Stifte (Montblanc), das immer gleiche, technisch bestausgestattete Büro (Apple) nebst allem, was ein Abgeordnetenherz begehrt (Handy, Tablet, Monitor). Und diese neuen 101 nur deswegen, weil es die vergangene Legislatur warum auch immer verpeilt hat, eine entsprechende Gesetzesänderung zu verabschieden. Ja warum denn auch? „Mehr“ erhöht die Chancen auf den eigenen Verbleib am großen Topf. Und nur damit hier kein Beifall von der falschen Seite kommt. Da sind alle gleich. Gerade die Alternative für Deutschland kann doch jetzt mal aus den Vollen schöpfen. Mal sehen, wie diejenigen die behaupten sie seien das Volk, von der eigenen Gier eingeholt werden. Wetten, dass?

Ich fordere die Obergrenze und das Gesetz gegen Dünnbrettbohrer (DüBreBoGe). Bei jeder der kommenden Wahlen „Catch fifty“. Jedes Mal 50 Abgeordnete weniger. Und die 50 eingesparten Millionen gehen direkt in den Wahlkreis aus dem die gekommen wären, die aufgrund der Reduzierung nicht in den Bundestag einziehen.
Ja und wie komme ich überhaupt von „Arschbacken“ auf „Kuchen backen“? Die OB-Wahl war doch das Thema. Ja klar, weil ich wissen wollte, wie das ein OB so nebenher macht. Der Versuch bei ihm einen Termin zu bekommen, gestaltet sich nämlich durchaus schwierig. Ich glaube mit Nebenjob wird das erstmal nix. Hier muss man noch arbeiten fürs Geld.

UK (Wir sehen uns beim WILLI austragen)

Eingestellt am 25.10.2017



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