no comment – Der WILLI-Kommentar

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Der noComment-Kommentar
Outdoor-Sportgeräte in der Südstadt – „Spielplatz für Senioren“
Wofür soll denn das gut sein? Senioren raus an den Stadtrand?

Ja, ich finde auch gut, wenn sich Senioren fit halten wollen. Beweglich bleiben. In Körper und Geist.
Ob deshalb Sportgeräte im Freien ’Jottweehdeeh‘ aufgestellt werden sollen, da bin ich mir nicht so sicher. Immerhin hat auch mancher Trimmpfad schon bessere Tage gesehen, bevor die Protagonisten die Euphorie verlassen hat. Meist wurden die Trimmgeräte von engagierten Leuten jahrelang mit Hingabe gepflegt und betreut bis sie in der Einsamkeit eines Waldes endgültig dahin gedämmert sind.

Nun gebe es Wünsche nach solchem altersgerechten Spielgerät. Das sei „State of die Art“ wird die Oberbürgermeisterin zitiert. Wirklich? Liegt wirklich ein echtes Bedürfnis der Bevölkerung vor? Mir persönlich ist nun niemand bekannt, wenngleich ich selbst Zielgruppe bin. Nun gut, ich gehe auch (noch) nicht zum Seniorentanztee um mit meinen ehemaligen heißen Schulkameradinnen zu schwofen.

Ja, Fitness ist eine Erscheinung die auch Ältere zunehmend für sich entdecken. Aber wollen die sich wirklich öffentlich quälen? Sind es nicht eher die Fitnessstudios, die denen bieten, was sie wollen? Und gibt es nicht so viele Angebote von Vereinen, Fitness-Studios und freien Trägern, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass sich auf Dauer Menschen dort draußen bewegen. In Massen. Rentabel, wenigstens so, dass man sagen kann: das rentiert sich. Nicht unbedingt in Geld, aber in Akzeptanz. Ich wette mal zusammen mit der CDU, die im Rat dagegen gestimmt hat und der man nun nicht vorwerfen wird, sie habe etwas gegen Senioren, dass diese „State of the Art“ ein Rohrkrepierer wird. Aber getreu dem Motto „Geld spielt keine Rolle, solange klar ist, dass wer bestellt NICHT bezahlt“, wird ja landauf, landab in Wohlgefallen investiert. Politiker nennen das „Landschaftspflege“. Und wer gibt bekommt Zustimmung. Wer nimmt erhält Ablehnung. Geben ist eben auch in der Politik seliger denn nehmen. Und da muss sich jeder Politiker warm anziehen wenn er nicht macht, was irgendjemand fordert um nicht bei der nächsten Wahl in Ungnade zu fallen: Sportplätze,  Radwege, Parkplätze, Unterführungen, Überführungen, Baugebiete, Straßen, Bäder, Hallen, Kreisel, Schulen, Kindergärten. Für alles gibt es eine Lobby, die die Entscheider unter Druck setzt. Politik eben.

Aber mal mit kreativ gedacht: Wie wäre es mit der Einrichtung von Erwachsenen-Spiel- und Sportplätzen? Als Kombi! Wäre es nicht eine interessante Aufgabe, zusammen mit den Kinderspielplätzen eine ganz andere, neue Klientel zu bedienen. Senioren! Oder sagen wir mal so: Wie wär es mit einem generationenübergreifenden „Spielplatz“: Jung und Alt „play together“: Spielen. Klettern. Turnen. Bewegen. Der Generationenspielplatz.  
Das mag auf Anhieb etwas einfaltspinselig klingen. Aber mal im ernst. Mit dem Enkel auf dem Generationenspielplatz. Die sportliche Oma im Jogginganzug, das Kind mit Schäufelchen im Sandkasten. Nach einer Stunde Oma nass geschwitzt. Enkel nass gemacht.

Der Stadtkämmerer lacht, das Baurechtsamt spart Personal für die regelmäßige Überprüfung und den TÜV. Ohne jemandem zu schaden, weh zu tun, zu diskriminieren. In Kinderspielplätze investieren und mit Rentnerfitnessgeräten kombinieren. Play-Mobile.

Die Omas und Opas haben Spaß mit ihren Enkeln, die Eltern müssen nicht auf dem Spielplatz Kreuzwort rätseln. Ein Anlaufpunkt für Menschen, groß wie klein. Unterhaltung für alle.
Man trifft sich.

Bruchsal steht doch für Jung UND Alt. Auf Augenhöhe. Nicht Abseits, am Stadtrand, im Wald.

Das Pilotprojekt. Der Leuchtturm. Bruchsal das SeniorenSahneStädtchen. 3S !

„Hey Senioren“, lasst euch nicht abschieben., um Kniebeugen zu machen. Rein ins Leben, wo die Musik spielt

Das hält jung. Versprochen!


U. Konrad
(nach ’no comment‘ ... im Rathaus Genehmigung für einen Kiosk beantragen. Einrichtung eines medizinischen Notfalldienstes veranlassen. Security gegen Übergriffe organisieren. Shuttle beantragen).

Eingestellt am 26.01.2018



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