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INTERVIEW | „So kann es nicht weiter gehen!“ | Homeschooling in Corona-Zeiten

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Studiointerview | Grundschullehrerin Alexandra Nohl spricht über die Zustände des aktuellen Schulsystems

05.02.2021 | Alexandra Nohl unterrichtet an der Dietrich-Bonhoeffer-Schule in Heidelsheim und für sie ist es wichtig, den Kindern im persönlichen Austausch den Unterrichtsstoff mit Engagement und Emotionen zu vermitteln. Doch genau das ist nun seit Monaten nicht mehr möglich – denn aktuell steht „Homeschooling“ auf dem Lehrplan.

„Die technischen Voraussetzungen sind bei vielen Haushalten einfach nicht gegeben“

berichtet die Sachkundelehrerin bei ihrem Besuch in unserem Stadtstudio. Den Schulstoff kindgerecht zu vermitteln falle ihr schwer, da über den Bildschirm die Interaktion mit den Schülerinnen und Schülern kaum bis gar nicht möglich sei. Davon abgesehen seien die technischen Voraussetzungen bei vielen Haushalten einfach nicht gegeben. Eine gute Internetverbindung, das passende Endgerät und die Expertise der Kinder sind die Grundvoraussetzungen, die man für diese Art des Unterrichts benötigt.

Um wenigstens alle Schulkinder am virtuellen Unterricht teilnehmen lassen zu können, haben sich einige Lehrerinnen und Lehrer zusammengeschlossen und einen sogenannten Medienentwicklungsplan erstellt und diesen anschließend eingereicht. Daraufhin wurden, dank des „Digitalpakts“, nun 20 Tabletts geliefert.

Doch nur weil die technische Voraussetzung verbessert wurde, sind die größten Probleme lange nicht aus der Welt geschafft, erklärt Alexandra Nohl. Nicht jedes Kind habe bisher mit einem Tablet gearbeitet und den Umgang damit ausreichen gelernt, berichtet sie. Auch Sie selbst komme an ihre Grenzen, sofern ein Problem auftritt, das ihr persönliches technisches Know-How übertrifft.

„Ich bin Lehrerin geworden, um Schüler zu unterrichten und nicht, um mich um die Technik zu kümmern!“

Ein Fachinformatiker ihres Vertrauens müsse ihr dann weiterhelfen, damit sie ihre Unterrichtseinheit vorbereiten kann. Laut Nohl arbeiten die Lehrkräfte seit der Pandemie mehr denn je, da der Schulstoff deutlich ausführlicher vorbereitet werden muss. Auch die Bereitschaft, die Ferien zu kürzen, sei von den Lehrkörpern gegeben und an Ideen, wie man die große Schullandschaft besser nutzen könne, mangele es nicht. Beispielsweise könnte man, laut Alexandra Nohl, kleinere Schulklassen ermöglichen, indem man zusätzliche Gemeindezentren oder Sporthallen als Unterrichtsräume benutzt.

Die Unzufriedenheit über die aktuelle Situation ist ihr deutlich anzumerken. Die Schullehrkraft ist sich sicher: „So kann es nicht weitergehen!“.

Wenn Sie mehr über die Zukunftspläne der Konrektorin rund um Homeschooling und die Kindernotbetreuung erfahren möchten, sollten Sie sich dieses Interview in voller Länge ansehen.

 

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