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Symbolbild Igel

Todeszone Garten | Moderne Garten- und Landschaftspflege bedeutet Lebensgefahr für Igel

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06.08.2020 | Unerfahrene Jungigel sind besonders gefährdet

Des einen Freud´ ist des anderen Leid. Das müssen insbesondere Igel oft schmerzlich am eigenen Leib erfahren. Denn die beim Menschen so beliebten, hilfreichen Gartengeräte, wie Freischneider und Tellersense oder auch Mähroboter können für Igel und andere Tiere zur tödlichen Gefahr werden. Sterile Gärten und kurzgetrimmte Rasenflächen bieten keinerlei Lebensraum mehr für Kleinlebewesen und Insekten.

Eigentlich wären unsere Parks und Gärten ein idealer Lebensraum für Insekten und kleinere Wildtiere, wie Igel, Eichhörnchen und Singvögel. Doch die moderne Gartengestaltung wird immer tierfeindlicher. Arbeitsintensive Grünflächen werden zunehmend „versiegelt“ und lebendiges Grün durch Betonsteine, Fliesen, Kies und buntes Glas ersetzt. Solche pflegeleichten „Schottergärten“ sind sprichwörtlich tot – hier lebt so gut wie nichts mehr. Wo es aber keine Insekten, Würmer und Käfer mehr gibt, können auch Igel und viele Singvogelarten nicht mehr überleben.

Selbst auf den noch begrünten Flächen lauern Gefahren

Vor allem die beliebten Motorsensen verletzen und töten immer öfter einheimische Igel. Da Igel bei Gefahr i.R. nicht flüchten, sondern sich nur einrollen und auf den Schutz ihrer Stacheln verlassen, kommt es regelmäßig zu schwerwiegenden Schnittverletzungen. Seitlich aufgeschlitzte Igel, regelrecht skalpierte Igel, fehlende Schnauzen und auch abgesenste Pfötchen sind keine Seltenheit. Sind diese Schnittwunden nicht sofort tödlich, sterben die Igel langsam und qualvoll, weil sich die betroffenen Stellen entzünden und Fliegenmaden einnisten. Selbst wenn die verletzten Tiere vorher aufgefunden und zu einem Tierarzt gebracht werden, kommt für viele die Hilfe zu spät.

Stefan Hitzler, der Vorsitzende des Landestierschutzverbands bittet deshalb eindringlich alle begeisterten Nutzer motorisierter Gartengeräte, wie Hobbygärtner oder Mitarbeiter vom städtischen Gartenbauamt oder der Forstverwaltung, diese Maschinen vorsichtig und vorausschauend zu nutzen, sodass kein Tier versehentlich verletzt wird.

Jungigel kommen Anfang August zur Welt

Besondere Sorgen machen dem Tierfreund die demnächst zu erwartenden Jungigel. Anfang August kommen die noch blinden Igelbabys in der Regel zur Welt. Im Alter von drei bis vier Wochen verlassen sie zum ersten Mal das Nest und fangen an, selbst nach Nahrung zu suchen. „Lassen Sie ihren Mähroboter deswegen bitte niemals unbeaufsichtigt über Nacht laufen. Die unerfahrenen kleinen Jungigel geraten sonst schnell unters Messer.“ warnt Hitzler.

Waghäusel | Igel in Not – Tipps von der Expertin

Auch KraichgauTV berichtete im vergangenen Jahr von der Gefahr für Igel, die von Gartengeräten ausgeht. Wir waren zu Besuch bei Igelexpertin Annette Koop von der Tierhilfe Forst, die uns darüber hinaus aufklärte über die Mythen bei der Fütterung von Igeln und wie man zu Hause den perfekten Lebensraum für die kleinen Insektenfresser vorbereiten kann. Den Beitrag sehen sie hier!

 

 

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