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GONDELSHEIM | Waldbrandgefahr wächst. Jetzt schon Maßnahmen ergreifen.

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25.11.2022 | Gondelsheim erstellt Maßnahmenplan gegen künftige Waldbrände

Aus den Augen, aus dem Sinn? „Auf keinen Fall. Wir müssen jetzt die Vorbereitungen treffen, um beim nächsten Dürresommer bestmöglich vor drohenden Waldbränden geschützt zu sein. Zumal uns in den nächsten Jahren sehr wahrscheinlich weitere Hitzesommer bevorstehen“, sagt Gondelsheims Bürgermeister Markus Rupp. Bereits während der langanhaltenden Heiß- und Trockenphase im vergangenen Sommer hatte er die Dringlichkeit eines Notfallplans angemahnt und sah die Region schlecht präpariert vor Waldbränden. „Deshalb haben wir uns mit allen Beteiligten an einen Tisch gesetzt, um zumindest auf Gemeindeebene mit den uns zur Verfügung stehenden Möglichkeiten auf den Ernstfall vorbereitet zu sein.“ Alle Beteiligten, das sind neben der Verwaltung das Forstamt des Landkreises, die Feuerwehr sowie die Landwirte. Gemeinsam wurde die aktuelle Situation analysiert, ein Maßnahmenplan erarbeitet und einige daraus bereits umgesetzt.

Große Probleme bei einem Waldbrand stellt beispielsweise die benötigte Menge an Löschwasser dar. Im Gegensatz zur Rheinebene gibt es vor Ort weder Brunnen noch größere Gewässer. Bleibt nur der Transport in entsprechenden Tankfahrzeugen. Die Gondelsheimer Landwirte stellen nun ihre Wasserfässer sowie nicht benötigten Güllebehälter zur Verfügung. Besteht Waldbrandgefahr, sind diese Fässer auch immer gefüllt.

„Für dieses Miteinander, für diese Kooperation sind wir dankbar“

betont Rupp und ergänzt: „Zudem prüft das Forstamt den Kauf von Löschrucksäcken, wir die Beschaffung von zusätzlichen Lösch-Schläuchen und die Feuerwehr den Bestand an Hacken, Schippen und Spaten.“ Die Freiwillige Feuerwehr Gondelsheim erstellt darüber hinaus einen Lageplan mit allen nutzbaren Wasserreserven und sie übt künftig den Wassertransport gemeinsam mit den Landwirten.

Eine weitere Herausforderung ist die Orientierung im Wald. Um ein schnelles Eintreffen am Einsatzort zu gewährleisten, hat das Forstamt den Einsatzkräften bereits entsprechende detaillierte Waldkarten zur Verfügung gestellt. Im nächsten Schritt geht es nun darum, ob es an den Wegen zusätzlicher Schilder zur Orientierung bedarf und diese entsprechend anzubringen. Die beste Vorsorge, um Waldbrände erst gar nicht entstehen zu lassen, ist jedoch eine andere:

„Fast immer ist menschliche Unachtsamkeit die Ursache“

berichtet Bürgermeister Rupp. Weggeworfene Kippen und unerlaubtes Grillen sind die häufigsten Auslöser von Waldbränden. „Um die Waldbesucher noch mehr zu sensibilisieren, werden wir zusätzliche Hinweisschilder anbringen“, so Rupp. Ihm geht es darum: „Die Waldbrandgefahr ist real und unsere Aufgabe ist es, uns darauf bestmöglich vorzubereiten.“

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