BÜCHENAU : Heavy Metal

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Nico Runge führt ein Doppelleben. Normalerweise arbeitet er als Kfz-Meister und bildet im Auftrag der IHK angehende Fahrzeugtechniker aus, in seiner Freizeit allerdings ist er Schmied. Der Schmiedemeister aus Büchenau bietet seit geraumer Zeit Kurse für Jung und Alt an und hat uns mit Begeisterung von seiner Leidenschaft zur Schmiedekunst berichtet.

Schmutz, Schweiß und schwere Arbeit, das verbindet man mit dem Schmieden, doch noch viel mehr steckt dahinter, wenn man sich genauer damit beschäftigt. Laut Nico Runge hätten heute immer mehr Menschen Interesse daran, die Schmiedekunst zu erlernen und etwas darüber zu erfahren. SchmiedeerlebnisBuechenau035 Natürlich könne heutzutage keiner mehr von dieser Arbeit, die als beinahe ausgestorben gilt, leben, doch das Erlebnis sei es, was die Menschen begeistere. Die Leute kämen vorbei, ohne jegliche Ahnung vom Schmieden, würden dann mit den einfachsten Handgriffen beginnen und am Ende des Tages hätten sie einen schöpferischen Akt vollbracht. Aus Feuer, Stahl, Kohle und ein paar Hammerschlägen entstehe jedes Mal etwas Einzigartiges, wie zum Beispiel ein Messer mit besonderem Charakter. Es gebe ein weitgefächertes Angebot von Gegenständen, die durch das Schmieden hergestellt werden könnten. Neben Messern gehören auch Schwerter sowie aufwendige Damaststahlklingen zum Repertoire, aber nicht nur Waffen, sondern auch Nägel, Kerzenständer oder Treppengeländer könnten geschaffen werden.In Bruchsal und Umgebung seien allerdings vor allem die Messermacher am stärksten vertreten, in Bretten habe auch die Messermachergilde ihren Sitz. Wie Runge berichtet, hätten viele Menschen das Vorurteil, dass das Schmieden reine Männersache sei, doch dies könne er widerlegen, denn in jedem seiner Kurse sei mindestens eine Frau mit dabei. Das Besondere an Runges Schmiede ist die große Menge an Equipment, mit der sie ausgestattet ist.

SCHMIEDEN ist unsere Leidenschaft, unsere Berufung…
Wir laden jeden ein, daran teilzuhaben.

Diese ermöglicht es allen Kursteilnehmern, gleichzeitig an ihren Kunstwerken zu arbeiten. Für gewöhnlich ist die Herstellung eines Messers ein Prozess in mehreren Stufen. SchmiedeerlebnisBuechenau046Er beginnt mit den ersten Hammerschlägen, die die Spitze des Messers formen, geht über das Schleifen des Werkstückes sowie Herstellen eines Griffs und endet schließlich zu Hause in der Küche. Nach zweieinhalb Stunden im heimischen Backofen wird aus dem noch spröden Stahl ein belastbares Messer. Genau dieses Erlebnis, aus dem Nichts etwas zu schaffen und zuzusehen, wie die eigenen Vorstellungen Gestalt annehmen, seien der besondere Reiz am Schmieden und Runge begleite jeden gerne auf dem Weg beim Ausleben seiner Kreativität.

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