Dietmar_Hopp_Sinsheim
Von Smalltown Boy, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=6104877

Dietmar Hopp – vom Feindbild zum Hoffnungsträger?

Bereits 100 x geteilt!
Bitte hilf uns, den Beitrag weiter zu verteilen. Danke!

18.03. | Es sind turbulente Zeiten für SAP-Gründer Dietmar Hopp. Während in den vergangenen Wochen die Kritik an ihm und seinen Investitionen im Fußballgeschäft in sämtlichen Stadien der Republik ihren Höhepunkt fand, steht der 79-jährige weiterhin im Rampenlicht.

Als wesentlich positiver, zumindest im Rahmen der aktuellen Krisensituation, wird der Milliardär jedoch die aktuellen Entwicklungen rund um seine Person im Kontext der Corona-Krise wahrnehmen. Grund dafür ist seine Beteiligung am Tübinger Pharmaunternehmen CureVac, welches aktuell in Zusammenarbeit mit dem bundeseigenen Paul-Ehrlich-Institut an einem COVID-19-Impfstoff arbeitet und laut Hopp, auf einem guten Weg sei.

Kolportiertes Kaufangebot über 1 Milliarde Euro

Diese fortgeschrittene Forschung wollte sich der WELT AM SONNTAG zufolge Donald Trump zu Nutze machen und sich das Unternehmen exklusiv für die USA sichern – den Anspruch auf Exklusivität hätte sich der US-Präsident laut Regierungskreisen rund eine Milliarde Dollar kosten lassen. Dabei machte Trump die Rechnung offenbar ohne Dietmar Hopp, der aufgrund seiner Mehrheitsbeteiligung an CureVac Entscheidungsrechte besitzt.

„Für mich ist das selbstverständlich, es kann gar nicht sein, dass eine deutsche Firma den Impfstoff entwickelt und dieser in den USA exklusiv genutzt wird. Das war für mich keine Option.“ (Hopp im Interview mit Sport1)

Größtenteils verstummt sind die omnipräsenten Kritiker ob der klaren Kante Hopps, die Donalds Trumps „America First“ Regierungspolitik zum Leid der Gesundheit der weltweiten Bevölkerung eindämmt. Eine Entscheidung, die auch von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmeier gelobt wurde. Es sei eine gute Nachricht, dass die Tübinger Firma nicht für US-Avancen zur Verfügung stünde – Deutschland stehe nicht zum Verkauf.

Seit Jahren in der Kritik

Seit Jahren polarisiert der Milliardär mit seinen Investments bei der TSG 1899 Hoffenheim – dem erfolgreichsten Club des Kraichgaus. Entgegen der 50+1-Regel übernahm Hopp 2015 per Sonderregelung die Mehrheit der Stimmrechte des Bundesligisten und erntet dafür noch heute Kritik der Fanszene, die in sachlicher Form genauso notwendig, wie richtig ist. Nicht vertretbar sind jedoch die in den vergangenen Wochen in den Stadien omnipräsenten Spruchbänder und Fadenkreuze, in die der SAP-Gründer genommen wurde.
Sollte ein Mann, der sich neben zahlreichen gemeinnützigen Projekten auch massiv finanziell für die Forschung in der Biotechbranche einsetzt, in den Stadien der Republik zum Abschuss freigeben werden?

Überzeugt von seinem Biotech-Engagement

Hopp lässt niemanden fallen und hält an Menschen und Projekten fest. Darunter auch u.a. am aktuell so relevanten Unternehmen CureVac, an dem er sich bereits 2012 mit rund 80 Millionen Euro mittels seiner Beteiligungsfirma Dievini Hopp BioTech Holding beteiligte und aufgrund mäßigem Forschungserfolg immer wieder Geld nachschießt anstatt es fallen zu lassen. Zu überzeugt ist Hopp von seinem Biotech-Engagement – eine Überzeugung, die sich jetzt auch für die Welt lohnen kann.

Im Kampf gegen das Corona-Virus forscht CureVac bereits seit Januar an einem Medikament, welches laut Hopp schon im Herbst als Impfstoff global verfügbar sein könnte. Eine Hoffnung, an dem der 79-jährige Milliardär aus unserer Region seinen Anteil hat.

Text: Jan Taschler, Landfunker-Redaktion

Siehe auch

KraichgauTV-Interview mit Bruchsals Alt-OB Bernd Doll | „Ich war sehr bestimmend in meiner Amtsführung und dazu stehe ich auch!“

Der ehemalige Bruchsaler Oberbürgermeister im Stadtstudio 19.11.2020 |  24 Jahre lang war Bernd Doll für …

Bruchsaler Schlafwaegele

Wie ein Bruchsaler obdachlose Menschen vor Kälte schützen will

Bruchsal | 30.12. | Wenn im Winter die nächtlichen Temperaturen sinken und Werte um die …