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BACKSTAGE :: H5N1 – Vorsicht, ansteckend!

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Die Philosophie der Band ist schnell erklärt: Sie wollen alle mit ihrem Virus infizieren. Klingt gruselig, ist es aber nicht. Denn von guter Musik lässt man sich ja gerne anstecken, oder?!

Vor ein paar Jahren wusste eigentlich jeder was der H5N1-Virus ist. Besser bekannt als die Vogelgrippe, ging die Krankheit um die Welt und rief Panik und Schrecken hervor. H5N1, das sind aber auch Boris H., Bernd, Bernhard, Boris F. und Thorsten aus Zaisenhausen, Kraichtal, Karlsruhe und dem Kreis Ludwigsburg. Keine Panik, kein Schrecken, sondern rockige Gitarrenklänge und persönliche Texte. Die Band wurde von Sänger und Gitarrist Boris H. und Schlagzeuger Bernd 2008 gegründet. Nach mehreren Besetzungswechseln fand sich 2013 die aktuelle Formation zusammen. Die Deutschrock-Band sagt selbst über ihre Musik, dass sie hochgradig ansteckend ist und es schwer sei, wieder davon wegzukommen. Das Besondere an H5N1 seien die drei Gitarren: „Das gibt neben einem total fetten Sound auch eine unheimliche Flexibilität, was Sound und Solis angeht.“

Fetter Sound und Texte auf Deutsch

Außergewöhnlich ist auch, dass die Band fast ausschließlich auf Deutsch singt. Dafür gibt es aber gute Gründe: „Wir haben etwas zu sagen und wir wollen, dass uns alle im deutschsprachigen Raum verstehen. Und das können wir auf Deutsch am besten. Eben weil es unsere Muttersprache ist.“ Es ist ihnen wichtig, dass sie jeder versteht und auch ohne Fremdsprachenkenntnisse die Lieder mitsingen kann. Da sind sich die Bandmitglieder einig. Außerdem gibt es noch einen anderen, witzigen, aber nicht ganz unsinnigen Grund: „Wenn man manchmal zuhören muss wie ein Musikhörer einen englischsprachigen Song total grottenfalsch mitsingt, versteht man unsere Entscheidung.“ Für eine internationale Karriere braucht man vielleicht auch englischsprachige Songs, aber H5N1 haben es laut eigener Aussagen nicht eilig diesen Markt zu erobern. Sie fühlen sich wohl in Deutschland, in der Region, im schönen Kraichtal.

Hier entsteht auch ihre Musik. Während die Songs des Debütalbums noch ausschließlich aus der Feder von Boris H. stammten, schreibt die Band mittlerweile zusammen im Studio an neuen Liedern. Konzerte sind, wie bei fast allen Musikern, auch bei H5N1 besondere Highlights. Egal ob in Berlin, Stuttgart, Karlsruhe oder kleinen Musikkneipen auf dem Land: die Bühne ist ihr Zuhause. In diesem Jahr haben sie erst ein Konzert auf einem Open Air gespielt, da sie zurzeit intensiv an ihrem zweiten Album arbeiten. Aber für Anfragen seien sie immer offen. Bei ihrer ersten CD gab es Konflikte mit dem ehemaligen Label der Band, weshalb sich die Musiker dafür entschieden das Debütalbum in Eigenproduktion und auf eigene Kosten herzustellen. Wer also vom Virus infiziert ist, kann sich die Medizin direkt beim Verursacher bestellen: in Form einer glänzenden CD. Ach ja – zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt, Apotheker oder eben H5N1.

Text: Lidija Marinkovic, Bilder: Swen Heim, www.sh-livepics.de

Die Band: Boris F., Bernhard, Boris H. (hinten), Bernd, Thorsten (v. l. n. r.)
Die Band: Boris F., Bernhard, Boris H. (hinten), Bernd, Thorsten (v. l. n. r.)

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