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Revierförsterin Sandra Anselment (links) informierte, wie die jungen Bäumchen richtig gepflanzt werden. Danach ging die Pflanzaktion los.

Graben-Neudorf | Baumpflanzaktion der Gemeinde und des Landkreises gegen den Klimwandel

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1.4.22 | Der Klimawandel hat auch in den Wäldern im Landkreis Karlsruhe bereits Schäden hinterlassen. Damit der Forst künftig besser mit den Veränderungen, Trockenheit und Hitze zurechtkommt, sollen gezielte Pflanzungen diesen stärken.

Daher wurde am Donnerstag, 31. März, mit einer solchen Aktion im Gemeindewald Graben-Neudorf auf den Anpassungsbedarf der Wälder aufmerksam gemacht.

Im Anschluss an die Sitzung des Ausschusses für Umwelt und Technik griffen Vertreter des Landkreises, der Gemeinde und des Kreistags zum Spaten und pflanzten auf einer rund zwei Hektar großen Schadfläche neue Bäume. Der dortige Kiefernwald ist der Trockenperiode von 2018 bis 2020 zum Opfer gefallen.

Eiche, Hainbuche, Linde, Kirsche und Feldahorn: Knapp 300 Bäume werden im Rahmen der Aktion gepflanzt.

„Diese Baumarten sollen Trockenheit künftig besser tolerieren und so langfristig zu Erfolgen in den Wäldern führen“, erklärte Martin Moosmayer, Leiter des Forstamts im Landratsamt Karlsruhe. Daneben wurde bereits wenige Tage zuvor ein Versuchsfeld der forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt Freiburg im Gemeindewald Graben-Neudorf angelegt. Hierbei sollen besonders die positiven Effekte von Pflanzenkohle auf den Forst geprüft werden.

„Der Zustand unserer Wälder zeigt auf, dass wir dringend handeln müssen und wir gleichzeitig mit den Vorhaben im Landkreis auf dem richtigen Weg sind“, sagt Landrat Dr. Christoph Schnaudigel. „Wir haben uns vorgenommen, bis 2035 zeozweifrei zu sein. Dazu wird nun auch eine regionale Wärmeausbaustrategie entwickelt. In dieser wiederum spielen Themenbereiche aus dem Forst eine Rolle.“ Die unterschiedlichen Anstrengungen des Landkreises profitierten jeweils voneinander.

„Ich freue mich, dass wir heute einen Beitrag leisten und ein Stück Wald wieder beleben können“, betont Landrat Dr. Christoph Schnaudigel. Bürgermeister Christian Eheim freute sich über die Initiative und bedankte sich, dass gerade in dem am schlimmsten betroffenen Teil des Gemeindewaldes mit der Aufforstung begonnen wurde.

Aufgrund von Trocken- und Hitzeperioden in den vergangenen Jahren sowie dem Schädlingsbefall gab es überall im Landkreis große Schadholzmengen im Forstbereich zu bewältigen. Die negative Entwicklung setzte sich auf den Schadflächen trotz der guten Gegebenheiten im Jahr 2021 fort. Im Landkreis werden daher über 90 Prozent dieser Flächen natürlich verjüngt.

Neben den Klimaschäden hat aber auch der Wildverbiss in den kommunalen Jagden weiter zugenommen. Vor allem für Eichen und Tannen hat sich die Lage nochmals verschlechtert. Künstliche Schutzmaßnahmen wie Zäune oder Einzelschutz sind daher großflächig notwendig.

Die Schäden machen sich auch im Forstbetrieb bemerkbar.

Der Schwerpunkt lag im vergangenen Jahr auf der Nutzung der absterbenden Bäume und auf Verkehrssicherungsmaßnahmen. Der aufsummierte Nachhaltigkeitshiebssatz für die kommunalen Forstbetriebe im Landkreis wurde 2021 daher deutlich unterschritten. Dazu kommen Schwankungen auf dem Holzmarkt.

Die Baumpflanzaktionen stehen auch unter dem landesweiten Motto der Kampagne „Das Blatt Wenden – Gemeinsam für die Zukunft unserer Wälder“. Die Investitionen in den Wald für die neuen Kulturen wurde durch die sogenannte Bundeswaldprämie finanziell unterstützt. 1,86 Millionen Euro wurden darüber an die waldbesitzenden Kommunen im Landkreis Karlsruhe ausgezahlt. Parallel wurden die Fördermöglichkeiten des Landes ausgeweitet. Insgesamt konnten 2021 rund 368.000 Euro an die Waldbesitzer ausbezahlt werden.

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