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Frische Zeit | Waren es die Römer?

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Icon-Stadtmagazin WILLI  Frische Zeit| Wie kam der Spargel nach Deutschland?

 

Die älteste bekannte Erwähnung eines wild wachsenden Spargels stammt von einem griechischen Arzt. Hippokrates aus Kos (ca. 460-370 v. Chr.). Das der Spargel bei Römern ein geschätztes Gemüse war, zeigt die ausführliche Anleitung wie man Spargel im Garten anbauen kann von Marcus Portius Cato (ca. 234-149 v. Chr.).

Mit den Römern kam das Gemüse in die Gebiete nördlich der Alpen und vermutlich auch weiter bis nach Deutschland.

In Deutschland wurde Spargel als Nahrungsmittel erstmals im Stuttgarter Lustgarten (1565) angebaut. Schon Mitte des 17. Jahrhunderts war der Spargel dann bei uns weit verbreitet. Aber seinen wahren Siegeszug begann das Gemüse erst Ende des 19. Jahrhunderts, als man den Spargel in Dosen konservieren konnte. Immer mehr Bauern begannen nun, ihre Felder auf Spargelanbau umzustellen.

Ebenfalls erst im 19. Jahrhundert wechselte der Spargel auch seine Farbe. War er vorher ausschließlich als Grünspargel angebaut worden, hatte man inzwischen den zarteren Geschmack des Bleichspargels kennen und schätzen gelernt und baute ihn in Deutschland nun fast ausschließlich unter der Erde an.

Dabei war man auf den Bleichspargel eher durch Zufall gekommen. Tonhauben über den Trieben, die eigentlich der Wärmespeicherung und dem Schutz vor Ungeziefer dienen sollten, hatten dazu geführt, dass der Spargel darunter bleich blieb. Das kultivierte man fortan, indem man über den Pflanzen Erde anhäufte und die Stangen unterirdisch schnitt.

Während der beiden Weltkriege wurde die Spargelproduktion fast völlig eingestellt, da Spargel angeblich keinerlei Nährwert hatte und damit nicht als Sattmacher diente. Kaum war der Zweite Weltkrieg vorbei, erlebte der Spargelanbau einen enormen Aufschwung, der bis heute anhält.

Er führte auch dazu, dass sich die Anbau-fläche für Spargel allein von 1995 bis 2005 um 50 Prozent auf circa 18.000 Hektar erhöhte. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lag die Anbaufläche 2013 sogar bei rund 24.000 Hektar. Deutschland gehört damit heute zu den führenden Spargelerzeugern in Europa.

Text: Iris Weindel

Aus RegioMagazin WILLI 05/18

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