Bruchsal | Narri Narro die Troll sin los

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Icon-Stadtmagazin WILLIDie Gründung der Klosterbergtrolle aus Bruchsal jährt sich in dieser „Schampagne“ zum elften Mal. Wenn schon kein Fasching, dann auch kein Jubiläum: Von wegen, sagen sich die Mitglieder der Klosterbergtrolle Bruchsal und erheben jeder von zu Hause, stolz das Glas auf die erste närrische Zahl.

Die Geschichte der Klosterbergtrolle nahm ihren Anfang im Hause Andrea und Thomas Stegmüller: Schon immer waren beide faschingsverrückt und insbesondere der Brusler Fasnacht sehr verbunden. Diese Vorliebe ließ den Gedanken an eine neue Narrengruppe reifen. Im Jahr 2009 war es dann schließlich soweit, der Idee folgten Taten –  die Klosterbergtrolle wurden als Untergruppe des KBFs (Komitee Bruchsaler Fastnachtsumzüge) gegründet, unter der Abteilungsleitung von Andrea Stegmüller.

Ein passender Name in Anlehnung an den Bruchsaler „Hausberg“, der sich hoch über der Huttenstraße erhebt, war schnell gefunden. So war der  Klosterberg schon  immer ein Hort der Nächstenliebe und des Dienstes am Menschen. Erst als Kloster später als Armenhaus wurde hier im Auftrage der Stadt die Arbeit der Barmherzigkeit übernommen. Kein Wunder also, dass die Klosterbergtrolle der Sage nach, genau hier in den Gängen und Höhlen einen Unterschlupf fanden und sich nebenbei an den Fässern des Klosterbergweins zu schaffen machten. Von den Mönchen entdeckt, ließen sie sich auf einen Handel ein und arbeiteten fortan auf dem Weinberg, um als Gegenleistung jeweils das erste Fass des neuen Jahrgangs zu erhalten.

Nun wurden diese Klosterbergtrolle zum Namensgeber der Narrenzunft.

Mit Fantasie und viel Inspiration durch die lokale Sage entwarfen die Hästräger ihre Masken und Gewänder selbst und setzten ihre Ideen um.  „Unsere Hemden sind handbemalt und mit dem Bruchsaler Wappen versehen“, erklärt der erste Vorsitzende Benjamin Heck. „Die Masken lassen wir im Bayrischen Unterfranken von einem Holzschnitzer nach unseren Vorstellungen anfertigen. Herausgekommen ist dabei ein freundlicher Geselle mit wilder Fellmähne, großer Nase und rosigen Backen, der im weißen Hemd samt rotem Halstuch und braunem Kittel steckt. In diesem Outfit nehmen die Mitglieder der Narrenzunft mit großer Freude an zahlreichen Faschingsumzügen teil und besuchen regelmäßig Brauchtumsveranstaltungen und  Prunksitzungen von befreundeten Zünften.

Im Jahr 2014 haben sich die Trolle vom KBF gelöst und sind seit dem als eigenständiger Verein ins Handelsregister eingetragen.

25 Erwachsene und 13 Kinder bilden die Gruppe der Trolle und gerne nehmen sie weitere Familien in ihren Reihen auf.  „Wir sind zu einer großen Familie zusammen gewachsen und haben auch privat eine große Verbindung zueinander. Wenn wir nicht gerade an Corona-Auflagen gebunden sind, treffen wir uns regelmäßig zum Stammtisch, veranstalten Grillfeste und Bastelnachmittage mit unseren Kindern. Schade, dass wir unser Jubiläum nun an Fasnacht nicht richtig ausleben können, das Feiern holen wir auf jeden Fall nach.“

Zwei fehlen allerdings schmerzlich bei den Klosterbergtrollen und können das Jubiläum nicht mehr miterleben. Andrea und Thomas Stegmüller sind leider verstorben und hinterlassen ein großes trauriges Loch in der Mitte der Klosterbergtrolle. „In Gedanken sind wir bei ihnen und danken ihnen dafür, was sie uns hinterlassen haben.“

Text: Iris Weindel, Bilder: Klosterbergtrolle
Aus RegioMagazin WILLI 2/21

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