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WIESENTAL | 13 magische Kräuter zu Mariä Himmelfahrt – Der Wiesentaler Werzwisch und seine Tradition

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Filmbericht | Zu Besuch beim Wiesentaler Heimatverein

Aus dem Archiv | Das Binden von Kräuterbüscheln zu Mariä Himmelfahrt ist eine weit verbreitete Tradition im süddeutschen Raum. Anderorts als Krautwisch und Kräuterbuschen bekannt, werden sie im Bruhrainer Raum Werzwisch genannt.

Der Wiesentaler Werzwisch besteht aus 13 Kräutern. Dazu gehören beispielsweise Kräuter wie das echte Tausenguldenkraut, Sandstrohblume, Pfefferminz, Katzenschwanz und noch viele mehr. Meistens wird der Buschen um eine Königskerze herum aufgebaut und gebunden. Die Art der Kräuter, die im Strauß gebunden werden, unterscheiden sich regional.

Schon die Kelten und Germanen sprachen Kräutern eine heilbringende Wirkung zu. Traditionell wird der Werzwisch daher nach der Weihe getrocknet und zum Schutz des Hauses in den Dachstuhl gehängt. Mit der Einkehr des Christentums in Europa wurde dieser heidnische Kult von der katholischen Kirche adaptiert. Seine Wurzeln sind jedoch deutlich älter als das europäisierte Christentum.

Der Heimatverein in Wiesental pflegt bis heute noch den Brauch des magischen Kräuterstraußes. Der Verein, der 1981 von Hugo Mahl gegründet wurde, setzt sich mit großem Engagement für die Pflege und den Erhalt heimatlicher Sammlungen und Gegenstände ein. Auch der Werzwisch spielt hierbei eine große Rolle.

Mehr über die Herkunft und die Geschichte des Werzwisch sowie die Gründung des Heimatvereins sehen sie im folgenden Beitrag.

Erstsendung August 2020

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