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BRUCHSAL | Die Töchter des Mädchens mit Hutschachtel

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Interview | Die Badische Landesbühne hat mit dem Theaterstück „Mädchen mit Hutschachtel“ Bruchsaler Geschichte aufgearbeitet. Denn 1940 wurde Edith Leuchter, geborene Löb, als Jugendliche von Bruchsal nach Gurs deportiert. Im Interview mit Bernard Zimmerman haben ihre Töchter Deborah Stueber und Julie Thum über das Leben ihrer Mutter gesprochen.

21.10.22 | „Es war überwältigend und ist schwer in Worte zu fassen. Das Stück war kraftvoll und ergreifend, es hat die Geschichte unserer Mutter sehr gut dargestellt“, lobt Deborah Stueber die Uraufführung. „Es war wunderschön gemacht und die Schauspieler waren einfach wunderbar“, pflichtet ihre Schwester Julie Thum bei.

Im Interview zeigen wir u.a. die bedrückende Szene aus dem Propagandafilm, der den Abtransport der Juden aus Bruchsal zeigt, einige Szenen aus dem Theaterstück „Mädchen mit Hutschachtel“, private Bilder aus dem Leben von Edith Leuchter und einige Szenen der Stadtführung mit Rainer Kaufmann.

Edith Leuchter und ihr Mann Kurt leben in Florida und konnten die weite Reise nicht mehr auf sich nehmen, doch ihre Töchter konnten deren Lebensgeschichte aus Gesprächen und Erzählungen nachzeichnen. Beim Gespräch im KraichgauTV Stadtstudio mit Bernard Zimmerman trafen somit drei Menschen mit vielen Parallelen zusammen, da auch Bernards Vater den Holocaust überlebte und über ähnliche Stationen nach Amerika auswanderte. Es ging aber auch darum, als Kinder von Überlebenden aufzuwachsen und wie sie sich selbst und ihre eigenen Kinder dafür einsetzen, dass es nicht vergessen wird.

„Sie müssten das nicht zu tun. Aber sie tun es, sie fühlen, dass es das Richtige ist.“

Nach der Stolpersteinverlegung im Jahr 2017 war das Theaterstück für die Schwestern „eine umfassende Erfahrung und sehr, sehr bedeutsam.“ Beeindruckt waren sie, wie viele Menschen sich für die Aufarbeitung der Geschichte in Bruchsal einsetze.

Es sind Menschen wie Rolf Schmitt, der vor Jahren schon den Kontakt gesucht hatte und mehrere Besuche in beide Richtungen organisierte. Menschen wie Florian Jung, der als Lehrer am Justus-Knecht-Gymnasium mit seinen Schülern vieles von dem recherchiert hat, was Autorin Lisa Sommerfeldt und Regisseurin Petra Jenni im Theaterstück aufgreifen konnten. Menschen wie Rainer Kaufmann, der mit seiner Führung durch Bruchsal auch die Schattenseiten der Stadtgeschichte nicht ausspart. „Sie müssten das nicht zu tun. Aber sie tun es, sie fühlen, dass es das Richtige ist. Deshalb ist es wirklich bewegend.“, so Julie Thum im Gespräch.

 

Das Interview »Die Töchter des Mädchens mit Hutschachtel« zum Nachlesen in deutscher Übersetzung

Das Interview wurde für die deutschen Untertitel übersetzt und zur Optimierung der Lesefreundlichkeit teilweise gekürzt.

Bernard Zimmerman
Wir werden heute über eure Mutter sprechen.
Fangen wir einfach damit an, was ihr hier in Bruchsal schon erlebt habt. Wer will anfangen?

Julie Thum
Nun, der erste Kontakt war bei der Stolpersteinverlegung im Jahr 2017. Etwa ein Jahr danach haben uns Lisa Sommerfeld und Petra Jenni angesprochen, weil sie den Film gesehen hatten und sie fragten: „Wer ist das Mädchen mit der Hutschachtel?
Wir haben uns mit Rolf Schmitt und Florian Jung getroffen und sie haben gesagt, sie wollen ein Stück über dieses Mädchen machen. Nach Rücksprache mit unseren Eltern und haben wir zugesagt. Und jetzt sind wir hier, nachdem die Aufführung wegen Corona zunächst verschoben werden musste.
Das Stück war total toll. Ich hatte mir das nie so richtig vorgestellt, hatte keine Erwartung. Es war wunderschön gemacht und ich habe das meiste in Deutsch verstanden. Und die Schauspieler waren einfach wunderbar.
Die Regisseurin Petra Jenni hat das toll gemacht, es war sehr bewegend und bedeutungsvoll. Ich war wirklich beeindruckt, dass so etwas für unsere Familie gemacht wurde.

Bernard Zimmerman
Würdest du zum Film, zur Geschichte, vielleicht noch etwas hinzufügen, Debbie?

Deborah Stueber
Es war überwältigend und ist schwer in Worte zu fassen. Das Stück war kraftvoll und ergreifend, es hat die Geschichte unserer Mutter sehr gut dargestellt.
Die Autorin war sehr kreativ. Sie hat sogar eine Zeichnung unseres Onkels Heinz verwendet, der in Auschwitz ermordet wurde.
Er hat einen Mond aus Papier ausgeschnitten, und sie hat den Mond immer wieder im Stück verwendet.
Sie hat auch mit einbezogen, dass unser Vater an den Apollo-Missionen mitgearbeitet hat.
Autorin und Regisseurin haben eine unglaubliche Arbeit geleistet. Wir sind allen Beteiligten sehr dankbar.

Bernard Zimmerman
Da waren viele beteiligt – aber wie kam es zur ersten Verbindung?

Deborah Stueber
Die erste Verbindung war Ronit Shimoni aus Israel, die mit ihrem Mann nach Deutschland gezogen war. Er hatte einen Kollegen, dessen Verwandter in demselben Kinderheim in Frankfurt war wie unser Onkel Heinz.
Ronit wollte wissen, ob noch jemand aus diesem Kinderheim überlebt hat, und fand den Namen Heinz. Sie nahm Kontakt zu dem Bibliothekar in Bruchsal auf, der sagte, dass seine Schwester Edith überlebt hat.
Ronit hat also unsere Eltern in Florida angerufen. Und ich glaube, die ersten Male hat mein Vater aufgelegt, weil er nicht wusste, wer sie ist.
Aber dann haben sie sich zusammengefunden. Ronit Shimoni, Rolf Schmitt und die Stadt waren maßgeblich an der Stolpersteinverlegung beteiligt 2017.

Bernard Zimmerman
Und wer war hier 2017?

Julie Thum
Wir beide und unser Vater.

Deborah Stueber
Julie, ich und und zwei unserer Kinder.

Julie Thum
Meine Tochter Amanda und ihr Sohn Nathan waren hier und auch unsere Ehemänner.

Deborah Stueber
Ja, genau. Wir sind 2017 zusammen mit vier oder fünf anderen Familien gekommen. Eine dieser Familien ist aus Bruchsal, deren Großonkel von den Nazis ermordet wurde, sein Stolperstein wurde am selben Tag verlegt.

Bernard Zimmerman
Und sie sind nicht jüdisch.

Deborah Stueber
Ja. Die Stolpersteine für unsere Mutter, Edith, Großmutter Julie und Großvater Max, der bereits im Juli 38 auswanderte, sind in der Friedrichstraße 53. Und der für Matilda Weil, unsere Urgroßmutter, in der Huttenstraße 26.

Bernard Zimmerman
Es gab einen Rundgang durch Bruchsal zu verschiedenen Stationen und zur ehemaligen Feuerwache, wo zuvor die Bruchsaler Synagoge stand.
Wie weit weg wohnte eure Mutter? Konnte sie die Synagoge von ihrer Wohnung aus sehen?

Julie Thum
Das Haus stand genau gegenüber der Synagoge. Wenn man aus einem Fenster im zweiten Stock sah, konnte man definitiv sehen, was passierte. Und leider hat sie das.

Deborah Stueber
Sie hat es uns Kindern oft erzählt. Wie sie mitten in der Nacht aufwachte, wie sie Glas splittern hörte.
Sie konnte Flammen vor ihrem Fenster sehen und kroch zu ihrer Mutter ins Bett. Aber sie sagte nie, dass sie die Synagoge brennen sah.
Heute ist uns klar, dass sie es gesehen haben muss. Vielleicht hat sie das verdrängt.

Julie Thum
Ja, wahrscheinlich. Aber man konnte es eigentlich nicht vermeiden, es zu sehen.

Bernard Zimmerman
Wie war es, in New York aufzuwachsen? Ich weiß, jüdische Eltern können streng sein, aber sie sind auch sehr liebevoll. Welche Geschichten hab ihr von zu Hause mitbekommen? Wann habt ihr überhaupt herausgefunden, wo und wer ihr wart?

Deborah Stueber
Meine Eltern haben von klein an mit uns gesprochen.
Im Unterricht habe ich mal erzählt, dass drei meiner Großeltern in Auschwitz ermordet wurden.
Und das Mädchen neben mir sagte: «Du bist Jüdin» und nannte mich einen dreckigen Juden.
Unsere Eltern erzählten uns die Geschichte immer in kleinen Stücken, nie chronologisch, aber vollständig.
Und sie waren sehr überfürsorglich. Ich glaube, mein Vater fürchtete hinter jeder Ecke einen Nazi. Er wollte uns beschützen und hatte Angst, uns zu verlieren, weil er im Krieg alles verloren hatte.

Bernard Zimmerman
Um deinen Vater ein bisschen besser kennenzulernen, Julie, kannst du uns etwas über ihn erzählen?

Julie Thum
Unser Vater wurde in Wien geboren und ist ziemlich privilegiert aufgewachsen.
Unsere Großeltern hatten ein Seidengeschäft, es ging ihnen sehr gut. Er war ein Einzelkind und wurde sehr verwöhnt.
Mein Großvater war ungefähr 45 Jahre alt, als er geboren wurde. Somit war unsere Großmutter für ihn zuständig und hatte das Sagen.
Er geriet oft in Schwierigkeiten und tat Dinge, von denen unsere Großmutter nichts erfuhr.

Bernard Zimmerman
Aber darüber wollen wir nicht reden.

Deborah Stueber
Julie hat gestern gesagt: Alles war gut, bis es das nicht mehr war.

Julie Thum
Ja, er hatte ein ziemlich schönes Leben.
Und dann kamen leider die Nazis an die Macht. Die Dinge änderten sich über Nacht dramatisch, sie flohen nach Belgien.
Unser Vater war während des Krieges im französischen Untergrund. Er war auch in der französischen Résistance.
Und schließlich landete er in einem Kinderheim in Frankreich, wo er unsere Mutter kennenlernte. Dann haben sie sich verloren und sind in den USA wieder zusammen gekommen.

Bernard Zimmerman
Dazu werden wir später kommen.

Julie Thum
Ja, aber zum Leben meines Vaters: Ich entschuldige nicht, wie er die meiste Zeit war, aber das Leben hatte ihn so geprägt. Eltern der eigenen Kinder zu sein ist schwierig, wenn man nicht wirklich weiß, was man tun soll.
Es gab niemanden, der es ihnen gezeigt hatte, wie man wirklich ein Elternteil ist. Unser Vater war übertrieben streng, und das war eine Herausforderung. Unsere Mutter war es definitiv nicht, aber er hatte das Sagen. Ähnlich wie unsere Großmutter.
Es ist etwas anderes, wenn man als Kind von Holocaust-Überlebenden aufwächst. Wir hatten von klein auf Pässe, weil es immer darum ging, dass wir im Falle eines Falles das Land verlassen müssen.

Unser Vater erzählte uns von der Zeit im französischen Untergrund. Als er zwei Jahre lang im Wald lebte und ein Gewehr trug. Er war ungefähr 14 Jahre alt. Klar, was soll man da machen? Man muss überleben.
Sie nahmen deutsche Soldaten gefangen und zwangen sie, sich auszuziehen. Und wenn sie keine SS-Tätowierung hatten, gaben sie ihnen die Kleidung zurück und ließen sie gehen.
Weil sie nur zur Wehrmacht eingezogen worden waren. Aber wenn sie zur SS gehörten, hätten sie sie auf der Stelle erschossen.
Mein Vater hat gesagt: Auch wenn sie es verdient haben zu sterben – wenn du jemanden erschossen hast, musst du für den Rest deines Lebens damit leben.

Deborah Stueber
Er redet nicht gerne darüber.

Julie Thum
Ich musste ihm schwören, es nie jemandem zu erzählen. Das war vor vielen Jahren, weil er dachte, dass jemand ihn verhaften würde.

Bernard Zimmerman
Es ist ein bleibendes Trauma.

Julie Thum
Ja. Und ich sagte: «Dein Ernst? Ich wünschte, du hättest mehr gemacht!» Aber er sah das nicht so. Er hatte lange Angst, dass jemand hinter ihm her sein könnte.

Deborah Stueber
Nochmal zu den Pässen: Er hat uns von klein auf immer gesagt, wir sollen unsere Pässe immer griffbereit haben, um nach Israel zu gehen. Es könnte wieder passieren. Und ja, ich lebe in Pittsburgh, Pennsylvania, der Stadt, in der der schrecklichste antisemitische Angriff auf die «Tree of Life»-Synagoge stattfand.
Kurz darauf sprach Julie bei einer Mahnwache in Brooklyn. Sie zitierte unseren Vater, wir sollten immer unsere Pässe haben. Und ihre Antwort war: „Dad, das sind die Vereinigten Staaten. So etwas würde hier nie passieren.“ Aber wir haben kein gutes Gefühl bei der aktuellen politischen Situation in Amerika.

Bernard Zimmerman
Im Theaterstück sieht man auch, dass deine Mutter mit ihrer besten Freundin gespielt hat.
Doch plötzlich durfte sie nicht mehr mit deiner Mutter spielen, weil sie Jüdin ist. Hat deine Mutter dir diese Geschichten erzählt?
Oder das mit Heinz?

Deborah Stueber
Sie hat einiges davon geteilt. Lisa (Sommerfeldt ,Autorin) und Petra (Jenni, Regisseurin) haben viel recherchiert. Meine Mutter ist nicht sehr wortreich. Ich glaube, sie hat viel verdrängt, wenn ich sie frage: „Wie hast du dich das letzte Mal gefühlt, als du dich von deiner Mutter verabschiedet hast?“ Und sie sagt: „Traurig.“ Es ist sehr schwierig für sie.
Sie hat ein Tagebuch geschrieben, ein großer Teil des Stücks basiert darauf.

Bernard Zimmerman
Ihr seid als Schwestern beide involviert. Ihr seid Kinder von Überlebenden. Und ihr seid in verschiedenen Organisationen engagiert. Könnt ihr uns davon erzählen?

Deborah Stueber
Ich arbeite seit über 20 Jahren ehrenamtlich im Holocaust Center of Pittsburgh. Manchmal spreche ich in Schulen, Bibliotheken, oder Universitäten.
Kommende Woche werde ich in einer örtlichen Bibliothek sprechen, das wird nach dem Theaterstück eine ganz andere Erfahrung an diesem Abend sein.
Ich habe eine Präsentation und erzähle die Geschichte der beiden mit Dias, mit Fotos und Dokumenten.
Doch das Beste daran ist, dass Mama und Papa danach zu einer Frage- und Antwortrunde kommen.

Bernard Zimmerman
Toll. Was hier stattgefunden hat wirst du auf jeden Fall in dein Projekt einbringen, da bin ich mir sicher. Und was ist mit euren Kindern? Wie stark sind sie involviert?

Deborah Stueber
Ich habe zwei Söhne und einen Stiefsohn, der mit uns auf die Reise gekommen ist. Ich glaube schon, dass sie es teilen, aber ich weiß es nicht. Ich hoffe, dass ich meine Präsentation eines Tages an sie weitergeben kann, damit sie die Tradition weiterführen können.

Bernard Zimmerman
Julie, wie ist es bei dir?

Julie Thum
Also unsere älteste Tochter ist eigentlich Atheistin. Sie ist nicht religiös, aber sie ist in ihrem Herzen sehr jüdisch.Und sie kämpft definitiv, sie ist eine sehr liberal denkende Person. Sie kämpft für Black Lives Matter, für die Abtreibungsrechte und gegen Antisemitismus. Gegen alles, was in die falsche Richtung geht.
Sie will es richtig machen und sammelt Spenden. Sie und mein Schwiegersohn sind wunderbar .
Und unsere jüngere Tochter ist orthodox, sehr religiös. Sie spricht auch in ihrer jüdischen Gemeinde viel über ihre Großeltern.

Deborah Stueber
Und sie hat auch ein Video erstellt, das «Love Found» heißt.

Julie Thum
Sie hat ein Video gemacht mit dem Titel «Love Found», was interessant war, weil durch dieses Video uns Leute gefunden haben.

Deborah Stueber
Es ist nur ein paar Minuten lang.

Bernard Zimmerman
Wir kennen uns noch nicht so lange, aber ich habe das Gefühl, wir kennen uns schon Jahre.
Wir haben im Vorfeld E-Mails geschrieben, da habt ihr mich gefragt: Warum lebst du hier? Und ich sagte: Nun, darüber werden wir auch reden.
Mein Vater, Hermann Zimmerman, war auch ein Überlebender des Holocaust. Wenn er in Schulen ging, um über seine Geschichte zu sprechen, wie ich es inzwischen auch mache, kam die Frage:
„Wie konntest du nach Deutschland zurückkommen, nach allem, was du erlebt hast?“
Unsere Antwort lautet: Um den Nazis zu zeigen, um Hitler zu zeigen, dass sie es nicht geschafft haben, das jüdische Volk auszurotten. Und dass wir zum Glück hier sind, um über Kultur zu reden.
Wie würdest du heute darauf antworten? Es ist ein anderes Deutschland.

Deborah Stueber
Julie und ich haben nichts gegen diese nächste Generation.Sie hat nichts mit dem zu tun, auch wenn sie Kinder von Nazis sind, haben sie keine Verantwortung.
Ich merke, dass einige Menschen sich verantwortlich fühlen, das respektiere ich. Aber ich meine, dass Deutschland viel mehr Wiedergutmachung geleistet hat als einige andere Länder, nicht nur finanziell.
Mein Vater sagt immer, dass es in Österreich mehr Antisemitismus gibt.

Bernard Zimmerman
Ja, es gibt auch andere Länder.
Aber wir wissen, dass es inzwischen so viele engagierte Leute gibt. Beispielsweise Rolf Schmitt und Florian Jung …

Julie / Deborah
Ja, wir haben einige getroffen

Bernard Zimmerman
Beim Stadtrundgang waren interessierte Leute dabei. Ihr habt mich ja gefragt, wer sie sind, und ich wusste es nicht. Sie waren eben einfach da.
Sie waren betroffen und berührt, und das finde ich auch sehr gut. Zu wissen, dass es heute in Deutschland andere Menschen gibt.

Deborah Stueber
Aber sie beschäftigen sich viel mehr damit, als ich es erwartet hätte.

Julie Thum
Ja, wir waren angenehm überrascht und wirklich gerührt. Leute wie Rolf Schmitt, der ist einfach ein unglaublicher Mensch.
Ebenso Florian Jung und Rainer Kaufmann. Leute, von denen man das nicht erwarten würde als Nicht-Juden.
Sie müssten das nicht zu tun. Aber sie tun es, sie fühlen, dass es das Richtige ist. Deshalb finde ich es wirklich bewegend.
Und ich hoffe, dass noch mehr Menschen das tun, denn wenn sie nicht mehr hier sind, muss es die nächste Generation tun. Um der Menschheit willen

Bernard Zimmerman
Im Deutschen gibt es ein Wort, das ich sehr mag: „Begegnungen“.Um besonderen Menschen zu begegnen.
Du hast so viele Begegnungen mit Menschen, die eigentlich nicht jüdisch sind, aber sie sind so engagiert und widmen sich der Sache, was schön ist.
Es wäre auch damals schön gewesen, wenn es mehr Zivilcourage gegeben hätte. Aber es gab sie. Gab es auch Leute, die damals euren Eltern geholfen haben?

Deborah Stueber
Unser Vater war in einer Besserungsanstalt.
Na ja, er hätte vielleicht in einer Besserungsanstalt sein sollen, aber er war versteckt.
Die Leiterin kannte den Bürgermeister und hat Vater falsche Papiere besorgt.sein falscher Name war Claude Lambert.
Er erzählt uns, dass er zu der Zeit ein Teenager war und sie eine Dame in den Fünfzigern, was ziemlich lustig ist.
Ediths falscher Name war Edith Labé. Und das Interessante an ihren beiden falschen Identitäten ist, dass sie beide angeblich aus Elsass-Lothringen kamen.
Weil sie beide Deutsch und Französisch sprechen konnten.

Julie Thum
Die Frau, die unseren Vater aufgenommen hatte, war eine französische Katholikin und ein wunderbarer Mensch.
Wegen ihr war alles für eine Weile in Ordnung. Und wenn dann die SS kam, hat sie mit ihnen freundlich geplaudert, während mein Vater in einem Schrank im Keller versteckt war.
Aber nach einer Weile wurde es gefährlich, weil jemand gepetzt hatte. Da hat sie ihm gesagt: „Du musst raus, sonst wird man dich mitnehmen.“ Also hat sie ihn in den französischen Untergrund gebracht, weil er im Haus nicht mehr bleiben konnte.
Nach dem Krieg hat er versucht, sie zu finden. Sie hat ihm das Leben gerettet und er wollte ihr danken. Aber ihr Name war anscheinend wie „Mary Smith“ in New York, ein häufiger Name. Und es gab kein Internet, kein Facebook, es gab nichts.
Wie findet man also jemanden? Er wusste nicht, ob sie lebte, ob sie gestorben war. Er hat sie nie gefunden. Und er fühlte sich wirklich sehr schlecht, weil er ihr danken wollte, dass sie sein Leben gerettet hatte.

Bernard Zimmerman
Zum Thema Zivilcourage weiß ich auch von meinem Vaters, dass Leute ihm geholfen haben, über die Grenze zu kommen. Es gab also auch gute Menschen.
Aber um auf eure Geschichte zurückkommen: Das erste Mal, dass deine Mutter deinen Vater getroffen hat, war im Elsass, oder?

Deborah Stueber
Nein, es war auf einem Schloss. Das ist heute eine Art Veranstaltungsort.

Bernard Zimmerman
Das war die erste Begegnung mit Kurt.

Deborah Stueber
Und er mochte sie total, aber sie hielt ihn für einen Angeber.
Sie waren unterschiedlich lange dort und hatten keine Ahnung, was mit dem anderen geschehen war.
Und dann, im Januar 1947, war mein Vater mit ein paar Freunden vor dem Museum of Modern Art in New York.
Und plötzlich klopft ihm meine Mutter auf die Schulter und sagt „Kurt!“. Und er fragt sofort nach ihrer Telefonnummer.
Das kommt auch im Theaterstück vor. Es gibt wirklich unsere Geschichte wieder.

Bernard Zimmerman
Das war 1947.
Wann haben sie denn die Einwanderung-Papiere für die in die USA bekommen?

Julie Thum
Mutter kam im April 46.

Deborah Stueber
Wegen ihres Vaters.

Julie Thum
Ihr Vater war in New York, aber sie lebte dann bei einer Tante und einem Onkel in der Bronx.
Unser Vater kam im September 46.

Deborah Stueber
Und er war auf einem französischen Truppenschiff und kümmerte sich um etwa 70 andere Waisenkinder auf dem Weg.

Bernard Zimmerman
Dann haben sie sich also vor dem Museum of Modern Art getroffen.
Und dann? War er nicht mehr so ein Angeber?

Julie Thum
Ich weiß es nicht.
Sie war alleine in New York unter Millionen von Menschen. Und plötzlich sieht sie jemanden den sie kannte, wenn auch nicht liebte.
Sie hat ihn einen „eingebildeten Fratz“ genannt. Aber diese Person ist ihr vertraut. Also musste sie einfach hingehen und sagen: „Hier bin ich“.

Bernard Zimmerman
Es gibt dieses Hochzeitsbild, wo sie sich anschauen, und eines wo sie sich küssen. Und dann haben sie am 13 August 1950 geheiratet.

Deborah Stueber
Das ist auch der Geburtstag meines ältesten Sohns.
Er wurde an ihrem 40. Hochzeitstag geboren.

Bernard Zimmerman
Als mein Vater in die USA 1949 eingewandert ist, nach allem, war für ihn New York ein neues Leben, Freiheit. War das für eure Eltern ähnlich?

Deborah Stueber
Auf jeden Fall. Er hat immer noch den ersten Dollar, den er wirklich verdient hat als Sachbearbeiter im Versand.

Julie Thum
Sie sind angekommen und haben als erstes gleich einen Job gesucht.
Unser Vater hatte eine Ausbildung in Europa, er konnte Lederhandtaschen und Schuhe herstellen.
Er konnte gleich arbeiten, hat sich aber auch weitergebildet.
Aber zuerst haben meine Eltern begonnen, Englisch zulernen. Das war gesetzt, das wollten sie wirklich.

Bernard Zimmerman
Sie konnten ja Deutsch und Französisch sprechen. Aber Englisch sprachen sie überhaupt nicht?

Julie Thum
Sie fingen Stand Null an.

Deborah Stueber
Sie konnten vielleicht ein paar Worte.
Aber als sie ankamen, interessierte das die Leute nicht. Aber sie interessierte auch nicht, was mit ihnen geschah.

Julie Thum
Unsere Mutter ist zu Verwandten in die Bronx gezogen, und hat sich dort sehr wohl gefühlt.
Sie erzählten einer Bekannten, was mit ihrer Nichte passiert war. Und die Frau, auch eine Jüdin, sagte: „Na ja, du siehst gar nicht so schlecht aus.“

Deborah Stueber
Interessant, wir erinnern uns an verschiedene Sachen.

Julie Thum
Mutter erzählte es. „Du siehst gar nicht so schlimm aus“, von einer jüdischen Frau. Warum sagt man so etwas überhaupt?

Deborah Stueber
„Entweder wollten sie es nicht hören oder sie haben es nicht geglaubt“, sagt meine Mutter oft.

Bernard Zimmerman
Es gibt so viele Parallelen. Mein Vater, arbeitete auch in einer Handtaschenfabrik in New York. Er wurde er in die Armee eingezogen und ging nach Korea, wie auch Kurt.
Und auch die Geschichte davor. Mein Vater und seine Geschwister sind zuerst von Köln nach Antwerpen geflohen.

Deborah Stueber
Ja, Vater war auch 18 Monate in Antwerpen.

Bernard Zimmerman
Später mussten sie nach Südfrankreich in kleine kleine Städte fliehen.
Wenn wir über die „deutsche Effizienz“ zu der Zeit reden, Julie, du hast vorhin erzählt, dass gebildete Leute diese Entscheidungen getroffen haben.
Mein Vater mir Geschichten erzählt hat, dass sie mit Bussen zu den kleinsten Dörfern in den Bergen fuhren, um eine einzelne jüdische Familie nach Auschwitz zu deportieren.

Deborah Stueber
Mir fiel noch ein interessanter Zufall auf:
Meine Mutter hat ja im Empire State Building für einen Huthersteller gearbeitet. Und der Name des Stückes ist „Mädchen mit Hutschachtel“.

Bernard Zimmerman
Eure Eltern in Florida werden diese Interview natürlich sehen und auch die Sprache verstehen.
Wie lange werdet ihr noch in Deutschland oder in Europa sein?

Julie Thum
Mein Mann und ich fahren nach Frankfurt und schauen wir uns noch etwas um.

Deborah Stueber
Wir fahren nach Stauffenberg und dann nach Köln, weil ich ein Kölsch trinken möchte.
Und dann zurück nach Amsterdam, wo wir unsere Reise begonnen haben.

Bernard Zimmerman
Offensichtlich nehmt ihr viele Eindrücke mit, die erst verarbeitet werden müssen.
Aber ganz spontan: wie war diese Reise für euch? Was hat sie bedeutet, welche Gefühle habt ihr?

Julie Thum
Das lässt sich nicht in ein paar Worten sagen. Es war schon 2017 ein wunderbares Erlebnis. Das wurde nochmal verstärkt.
Das findet auch mein Mann, der 2017 noch etwas unsicher war, wie die Leute reagieren.
Bei der Stolpersteinverlegung befürchtete er, dass Passanten irgendwelche Kommentare abgeben. Aber das Gegenteil war der Fall, er war wirklich froh, dass wir gekommen sind.
Jetzt haben wir noch mehr wunderbare Leute getroffen.
Und es gibt neben den Stolpersteinen jetzt noch das Theaterstück und dieses Interview.
Das ist eine umfassende Erfahrung und sehr, sehr bedeutsam.

Deborah Stueber
Es für mich ein einschneidendes Lebenserlebnis war, mein Herz ist voll und ich bin sehr dankbar.
Der Geburtsname meiner Mutter ist Löb, was „Starker Löwe“ bedeutet, und der Nachname meines Vaters ist Leuchter.
Und ich hoffe, dass die Zukunft heller und stärker ist.

Bernard Zimmerman
Ein schönes Schlusswort.
Und jetzt habe ich auch eine kleine Überraschung:
Wir werden eine Kerze anzünden.
Für diejenigen, die nicht das Glück hatten, zu lieben, zu überleben, ein glückliches, langes Leben zu führen.
Ich habe ein paar Streichhölzer als Geschenk, gebt ihr euren Eltern, da ist ein Bild von Ihnen drauf, und John Lennon auf der Rückseite.

Zünden wir diese Kerze an für alle, eure Großmutter, Heinz und all die Leute, die nicht das Glück hatten, hier bei uns zu sein, eine Kerze an.

Deborah Stueber
Und für all das, was sie nicht sein konnten.

Read the interview about »The Daughters of the Girl with the Hat Box«

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Bernard Zimmerman
To the right loiter would we haven’t yet I’d be seen meeting Dom in here that we question so we’re going to talk a little bit about your mother who’s on this film sequence and so, yeah, maybe why do we just start off telling what you’ve already experienced here and the play, the emotions which of course are very high to tell us a little bit who wants to start?

Julie Thum
Okay, I’ll.

Bernard Zimmerman
Start. Go ahead, Julie.

Julie Thum
Well, we were approach, just as you know, few years ago after we were here for the Stolperstein ceremony in . I’d say it was like a year later, a little more than that. I think we were approached by Lisa Sommerfeld and Petra regarding they had seen the film and they said, Who’s the girl with the hook? You know?

Julie Thum
And it came about then, of course, through Ralph and everybody, we were Florian, we were all introduced and to make it short, we connected and they said they want to make a play about this girl. And so we spoke with our parents and anyway, we gave our permission. And then now here we are. It was supposed to happen a few times already before this, but they had to cancel it because of COVID.

Julie Thum
So now we were able to see the play in person and it was totally amazing. Never really what I imagined it would be. Didn’t really know what to expect actually. Yeah. And it really was just really something very special and beautifully done and I understood most of it in Germany. So that was good, very good. And I really thought that the actors were just wonderful.

Julie Thum
Yes. And of course, listen, Petra did an amazing job as well, and it was very moving and also meaningful. And just I was really thrilled that they even thought to do something like this for our family.

Bernard Zimmerman
Yeah. Yeah, definitely. So what would you maybe like to add or say to the film, to the whole story? Go ahead, Debbie.

Deborah Stueber
This whole experience has been overwhelming, to say the least. It’s very difficult to put into words how we feel. Mm mm. The play was powerful and poignant and touching, and I really think it presented our mother’s story very well. Lisa, the playwright, was quite creative and she used some metaphors. She even used a drawing of her uncle Heinz, who was murdered in Auschwitz.

Deborah Stueber
He did a paper cut out of a moon, and she used the moon in several different ways during the play. She also included the fact that our father actually worked on the Apollo missions. Right, right. Which obviously went to the moon. So she connected that. And I think she did an incredible job along with Petra. And we are very grateful.

Bernard Zimmerman
Yes.

Deborah Stueber
To everyone in Brazil who has been involved.

Bernard Zimmerman
Yes. And there have been a few people involved, as we know. And well, maybe you can also mention the first connection. Sure. No, you know. No, there are few names here.

Deborah Stueber
Sure. Well, the first connection was Ronit Shimoni. She’s from Israel. She moved here with her husband to Germany, also Israeli. And he sometimes I get this a little not quite right, but he had a colleague who had a relative who was in the same children’s home, an orphanage in Frankfurt as our Uncle Hines.

Bernard Zimmerman
Okay.

Deborah Stueber
And Ronit helped this woman figure out what happened to her family. But then she was very curious and she wanted to know, well, did anybody else survive from this children’s home? And she found Heinz, his name. And obviously he did not survive, but she connected to the librarian in Brazil. And they started talking and he said, well, the sister aided Loeb, she survived.

Deborah Stueber
So Ronit found our parents in Florida, which is where they live.

Bernard Zimmerman
Okay.

Deborah Stueber
And she called us. She called our parents. And I believe the first two times my father hung up on her because you didn’t know she was fussy. He doesn’t hear that.

Bernard Zimmerman
Well, okay.

Deborah Stueber
But then they connected and I know that Ronit and Rolf and the Town were instrumental in planning the Super Steiner ceremony. So that was in .

Bernard Zimmerman
So who was.

Deborah Stueber
Two or.

Bernard Zimmerman
Thousand ? So we.

Julie Thum
Re our dad.

Deborah Stueber
I and and two of our children.

Julie Thum
Yeah. My daughter Amanda and her son Nathan were here and also our husbands were.

Deborah Stueber
Yes. And our husbands. So we came in along with four or five other families. One of the other families is local to Brazil. And Brazil told them that their great uncle who was disabled, was murdered by the Nazis and his stop machine was installed the same day as our five Silverstein, which were.

Julie Thum
And you’re not Jewish.

Deborah Stueber
Not Jewish, correct? Right. So the super diner for Edith, our mother, our grandmother Julia, a grandfather, Max, who got out in July of before Kristallnacht.

Bernard Zimmerman
Right.

Deborah Stueber
And Matilda, while our great grandmother.

Bernard Zimmerman
Yes.

Deborah Stueber
So for Silverstein or at Fleet Plaza, number used to be . And then Matilda, while our great grandmother still pristine, is who is still I said and seven sick .

Bernard Zimmerman
Okay, maybe if I can just for a second interrupt because we’re show the spectators also pictures now. Great. Yeah they’re going to blend in some pictures of also where your mother live. Yes. And there was a tour of boats out to different stations and the firehouse, which.

Julie Thum
Yeah, to.

Bernard Zimmerman
The day the fire, which was the synagogue in Vauxhall. And I know you told, told me and the others I was with you. So tell us, how far away did your mother live and could she see the synagogue from her apartment?

Julie Thum
Well, yeah, actually, the house is literally across the street from where the synagogue was, which is now was the firehouse. That’s not anything she you could see it directly from there. If you were up in a window on the second floor, you could definitely see what was happening. And unfortunately, yeah.

Deborah Stueber
Did so when when we were growing up that part of her stories as she was awakened in the middle of the night, she heard glass breaking. She heard she could see flames outside her window and she crawled into bed with her mother. But she never said she saw flames coming from the synagogue. And today it was extremely obvious to us she must have seen the synagogue burning.

Sprecher
Yeah. So because she. You couldn’t read, maybe.

Deborah Stueber
She repressed that.

Julie Thum
Yes, might be. But you couldn’t really avoid seeing it because it was literally right there. So. Yeah. So how was it.

Bernard Zimmerman
Growing up in New York? You know, as a teenager here, your parents I mean, I know, you know, Jewish parents can also be strict, but they can also I mean, they’re loving. They’re definitely though. So how was it as a child, not only what stories did you get from home or when did you find out even where and what both it was and yeah.

Sprecher
Okay, tell.

Bernard Zimmerman
Us.

Deborah Stueber
There’s something. My parents have been speaking to us since we were very little in first grade. My we were talking about grandparents and I said I, three of my grandparents were murdered in Auschwitz. And the girl next to me said, You’re Jewish. And she called me a dirty Jew. And they always shared them in little pieces, never in chronological order, but both of them spoke and told us their basically their entire story.

Deborah Stueber
And they were very overprotective, understandably so. I think my father not literally, but I think my father thought there was a Nazi around every corner, meaning he was just afraid and wanted to protect us and was afraid to lose us because he lost everything during the war.

Bernard Zimmerman
Yeah. And just to that, the spectators or the people out there know your father just a little bit his background. Yeah. What’s a little bit. Yeah. Julie, your, your.

Julie Thum
Yeah, yeah. Well, our father was born in Vienna, Austria, and grew up actually in that grew up when he was pretty privileged life. Our grandparents had a lot of money. They had a silk business in Vienna. They did very well. And he was an only child. So he was very doted on, spoiled, extremely spoiled. And my our grandfather was about years old when he was born.

Julie Thum
So he was much older. And our grandmother was in charge.

Sprecher
She ruled the roost.

Julie Thum
So anyway, he was a character and he was always getting into trouble and things and did some things our grandmother didn’t find out about.

Sprecher
But and we don’t want to talk about that.

Deborah Stueber
He said yesterday everything was good until it wasn’t.

Julie Thum
Yeah, until it wasn’t. So he had a pretty nice life.

Bernard Zimmerman
All right.

Julie Thum
And then, unfortunately, you know, it came into power and things changed dramatically overnight in Austria and they had to leave. They end up in Belgium. And then anyway, our father was in the French underground actually during the war. Also, he was in the French Resistance called the okay. And eventually, to make it short, he ended up in a children’s home in France, which is where he met our mother, and then they lost each other and reunite again the United States.

Sprecher
That part we’ll get.

Julie Thum
We’ll get to that. But anyway. But but now because of and I don’t excuse how he was a lot of the time, but because of the life that he had or not life, life, he didn’t have a lot of it. You know, both our parents to really to be parents of your own children is difficult because you don’t really know what to do.

Julie Thum
There was nobody there to show you, you know, how to be a parent, really. So when we were growing up, you know, our father was extremely strict, like over the top, you know, and that was a challenge. Our mom was definitely not. She was he but he was in charge. He ruled the roost. And much like our grandmother.

Julie Thum
But he did.

Bernard Zimmerman
Okay.

Julie Thum
So it was you know, difficult, but also it was like it’s very different when you are the child of Holocaust survivors growing up as opposed to just a regular kid. Because, you know, like she was saying, it was like first of all, we had passports from when we were very young because it was always like, in case we have to run case, we have to leave the country to go.

Julie Thum
You know, we you know, and then also I remember distinctly because I’m a little bit older, but I remember distinctly when our dad, like she said, they told Debbie said they told things in different bits and pieces, but he told us about the time he was in the French underground and when he was living in the woods for two years carrying a rifle.

Julie Thum
And he was about years old. And of course, what are you going to do? You got to survive, right? You know, so they would capture German soldiers and, you know, they would make him take off their clothes. And they want to see if they have the SS tattoo here. And if they didn’t, they gave him back the clothes and they let them go.

Julie Thum
And because they were like regular German army and they would just people that were drafted, you know, and if they were SS they would shoot him on the spot. Well, and so my father said that, you know, even though they deserved to die, you killed another human being. So you shot someone you have to live with that the rest of your life.

Deborah Stueber
Doesn’t like to talk.

Julie Thum
He doesn’t like to talk about. But also he also made me, you know, me swear that I would never tell anybody. I mean, years ago now he doesn’t years ago because he thought maybe someone’s going to come and arrest me. You know, they’re going to come and take him.

Bernard Zimmerman
It’s trauma that always exists.

Julie Thum
Yeah. So. And I said, Are you kidding? I wish you would have done more, you know. But he didn’t view it that way. So for a long time, I think there was that fear of, okay, you know, somebody is going to come after him or something, but then, you know, I.

Deborah Stueber
Want to mention the passports. So, you know, ever since we were little, he would tell us, make sure you have your always when you grow up, make sure you have your passports ready to go to Israel. All right. It could happen again. And yeah, so I live in Pittsburgh, Pennsylvania, which was the city where the most horrible antiSemitic attack took place at the Tree of Life Synagogue.

Deborah Stueber
And shortly after that happened, Julie, actually, well, I speak as well, but she spoke at a vigil in in Brooklyn. And she said our father said we should always have our passports. And her response to our father would be to say, dad, this is the United States. This would never happen here. However, we don’t feel so good about the current political situation in America right now.

Bernard Zimmerman
Okay. And Debbie Howe at home, I mean, like I know I saw the play and the story came out that your mother, her best friend, Maria, I think was her name. Yes, they played. And then all of a sudden, from one day to the other, she was not allowed to play with your mother knowing she’s Jewish. And did your mother tell you these stories or where did you hear stories in that direction?

Bernard Zimmerman
You know, or or with Hines, you know, that they also weren’t allowed to do this or go here.

Deborah Stueber
She did share some of it. I think also, Lisa did a lot of research and then Petra as well. My mom isn’t very expressive with her words. I think she repressed a lot when I ask her, How did you feel the last time you said goodbye to your mother? And she says, Sad. Yeah. So it’s very, very difficult for her.

Deborah Stueber
She did write a diary and a lot of the play is based on her diary as well.

Sprecher
Right.

Bernard Zimmerman
And I know well, two sisters. You’re both involved. You’re survivor children of survivors. And now I think you are also more involved in also different organizations or where you give talks or you would tell us about that.

Deborah Stueber
I’m a volunteer at the Holocaust Center of Pittsburgh for , years, and I’m part of a generation speaker series. And sometimes, along with the Holocaust Center, I speak at schools or libraries, but but I also seek out speaking engagements. So I’ve spoken to universities. A week from Monday I’ll be speaking at a local library, and that will be the first time after the play.

Deborah Stueber
And it will be a completely different experience that evening. So I have a PowerPoint and I share both of their stories with slides, with photographs and documents, and afterwards. The best part is that mom and dad join us for a question and answer session.

Bernard Zimmerman
Oh, wow. Great. Hey, well, and nowadays with the media, you can do all kinds of stuff. And this one took place here. Now, you’re definitely going to bring that into your project, I’m sure. And and what about your children? I mean, you said so. You have you have two sons and you have two daughters. Correct. So how involved?

Deborah Stueber
I have two sons and one stepson. Okay. Stepson is who came with us or on the trip? I don’t think they tell me. I do think that they share it, but I don’t always know about it. I hope to turn my presentation over to them one day so that they can carry the torch.

Bernard Zimmerman
Yeah. Okay. Yeah. How about you?

Julie Thum
I know my daughters have shared with others, you know. So our oldest daughter is really she’s an atheist. She’s not religious in any way. And her husband neither. But she’s very Jewish in her heart. Yes. And she definitely is fights for causes. She’s very much a liberal minded person. She fights for, you know, the Black Lives Matter, you know, for the abortion rights and for, you know, anything that gets antisemitism, anything that’s really going in the wrong way.

Julie Thum
She really tries to make it right, you know, and they do a lot of fundraising and stuff like that. So she’s really wonderful that way. And my son in law, Joe, and our younger daughter is actually orthodox. He’s very religious. I don’t know how that happened, but and so she also does, you know, communicates to the people in her Jewish community.

Julie Thum
A lot of what our grandparents.

Deborah Stueber
Went to preach a video and she loved yeah.

Julie Thum
She created a video called Love Found which was interesting because through that video.

Deborah Stueber
Some people found some.

Julie Thum
People found us.

Sprecher
Yeah, yeah.

Bernard Zimmerman
Make a note of that.

Deborah Stueber
It’s a short.

Sprecher
Yeah, it’s just.

Deborah Stueber
A couple minutes long.

Sprecher
Yeah, yeah, yeah.

Bernard Zimmerman
I know. We don’t know each other that long. Yeah, but I have a feeling we know each other years already.

Sprecher
Right.

Bernard Zimmerman
Just we’re not really here, right? But we know each other, right? Yeah. And I do not.

Deborah Stueber
Mean.

Sprecher
Face it.

Bernard Zimmerman
Yeah, we wrote a few emails beforehand just to say, oh, I’m looking forward to meeting you. Right. And one of the questions was, Whoa, what are you doing here? Why are you living here? You know? And I said, Well, we’ll talk about that too, you know. But I do know that, yeah, my father, who’s also survivor of the Holocaust, you know, Hermann Zimmerman, the question when he went to schools to talk about his story and also when I talk to young children about what happened, the question yeah I had Zimmerman the the embassy a little Joschka Mock Tom Pickles so we anecdotal common.

Sprecher
Right when he headed back to Germany.

Bernard Zimmerman
Why how could you come back to Germany after everything you experienced and I know what his answer was and I know what my answer is, is that well, to show the Nazis, to show Hitler, they didn’t succeed in wiping out the whole Jewish people. And that we’re here and that luckily we’re here. You know, I mean, to argue about cultural aspect.

Bernard Zimmerman
And so what would you say? I mean, if somebody asked the question, now here, you’re here, you know, everything you’re experiencing, we’re in . Okay. This is another Germany. Yes.

Deborah Stueber
I. I know Julie feels the same way as me. I have nothing against this next generation. No, they have. They had nothing to do with what happened, even if their children of Nazis, they have no responsibility. I have noticed that some people feel a responsibility and I really respect that. And I also feel that Germany may have done a lot more to make reparations, and I don’t mean monetarily than some other countries.

Deborah Stueber
My father always says that the Austrians are worse antiSemitic than the Germans.

Bernard Zimmerman
Yeah, they’re other countries. Yeah. Yeah.

Sprecher
So I.

Bernard Zimmerman
My experience.

Deborah Stueber
Yeah, that’s true.

Bernard Zimmerman
Yes. And I do know out of own experience and you’ve witnessed this as well, that there are so many dedicated people who are now. I know teachers and all of medicine today.

Sprecher
Yeah.

Julie Thum
That’s today also.

Bernard Zimmerman
Yeah. And there are people walking their you ask me the question who are these people. I don’t know. You didn’t even know who they were. But they were.

Julie Thum
There. But they were there.

Bernard Zimmerman
And.

Sprecher
Right and right.

Bernard Zimmerman
And touched and yeah, that’s that’s something I also find very good to know that in today’s Germany, luckily there are other people.

Deborah Stueber
But they care much more than I would have expected them.

Julie Thum
Yes, I, I think we were totally surprised, happily surprised and really touched by that, actually. You know, people like Ralph Schmidt, I mean, he’s just unbelievable.

Julie Thum
A Human being. And Florian, also Florian Young is an unbelievable.
Human being, you know.

Sprecher
Yeah.

Julie Thum
And I’m sure, you know, like these people, it’s like you wouldn’t expect somebody who’s nonJewish. Yeah. To go to this extent to do why why should you do that. You don’t require to you don’t have an obligation really at all. But they’re doing, they feel what’s the right thing to do, you know? And so I think it’s really moving and just it’s amazing.

Julie Thum
And I hope they can bring it to more people that more people will do what they because once they’re not here anymore, there has to be another generation, younger people that are going to do it.

Bernard Zimmerman
Also to further the.

Julie Thum
For humanity’s sake, you know.

Bernard Zimmerman
Yeah, that’s yeah, definitely. I mean, I see it the same way. I mean, in in German there’s a word which I really like which fits here is big. Newman Big movies like Encounter, you know, to encounter special people and yeah, you make so many encounters of people who are really they’re not Jewish, like you said, but they’re so involved and dedicate it, which is nice.

Bernard Zimmerman
I mean, it would have been nice a few years back that there would have been more civil courage. But there were. Have you heard stories also from your parents, people who did at that time help and.

Sprecher
Oh, hi. Oh, we have examples of.

Julie Thum
Actually can I tell you one.

Deborah Stueber
Of my memories, I believe. Who.

Julie Thum
Oh well I was yeah. In the in the correctional.

Sprecher
Yeah. Yeah.

Deborah Stueber
So Dad was in a correction home in July, boy.

Julie Thum
Well, not that he should have. Well, he maybe should have been in a correction, but he was had.

Sprecher
Although he was in. Although he could have been. Yeah. So he’s hidden.

Deborah Stueber
In this correction home in July. One man was Bill was the director.

Bernard Zimmerman
Okay. It sounds very French.

Deborah Stueber
She knew the mayor of the town until the boyfriend’s okay. And they got dad false papers. And his false name was Claude Lumber. And he. He tells us, you know, at the time he was a teenager and she was an old lady of she was in her fifties, which is quite funny. Yeah.

Julie Thum
And welcome to Edith and Edith.

Deborah Stueber
False name was aged le bei. And the interesting thing about both of their false identities.

Sprecher
Tell me.

Deborah Stueber
About their false identity is that they were both supposedly from AlsaceLorraine. And the reason for that is because German and French and obviously they spoke both.

Sprecher
Yeah, right.

Bernard Zimmerman
Well, but yeah, go ahead.

Julie Thum
I was going to continue a little bit the story. Yes. So the woman that had our dad, she was a French Catholic woman and a wonderful person. And what she did was so when he was in this home, everything was fine for a while. And then when the SS would come, which they would come frequently to the door and she could sweet talk them, my father said, you know, and she would hide them in a closet in the basement.

Julie Thum
And then after a while it got hot because somebody squealed that there was a Jew there. And she approached him and said, I have to place you somewhere. You have to get out because somebody is going to you’re going they’re going to take you. So she’s placed him in the marquee in the French underground, and that’s where he went after that, because he couldn’t stay there anymore, you know.

Julie Thum
So now after the war, he tries desperately to find her. She saved his life. Yeah. He wants to thank her, but her name apparently was like Mary Smith in New York. You know, it’s like a common name. Right? And there was no I don’t know if there was a phone book then, but there was no Internet, there was no Facebook, there was nothing.

Julie Thum
So how do you find somebody? You know, he didn’t know if she lived, if she died. He didn’t really know what happened to her and he never found her. And he really felt very badly that he really wanted to find her, to thank her for saving his life. But unfortunately he couldn’t.

Bernard Zimmerman
Yeah, yeah. Because we’re talking about civil courage. And at that time, I know also from my father’s story, there were people who definitely helped him going over the border or whatever it was. So there were also good people, if you want to call it like that. Yeah, but I do want to get back to the story. Your mother meeting your father the first time was in is us right at there’s.

Deborah Stueber
No.

Sprecher
Magic.

Deborah Stueber
Castle that still exists today, actually.

Sprecher
Right? Yeah, kind of. Yes.

Julie Thum
That’s my only event venue.

Deborah Stueber
Yeah. Yeah.

Bernard Zimmerman
So, yeah, that’s where the first contact was with could we.

Deborah Stueber
And he really liked her but she didn’t like him because he thought it was a big shot and they were not together. Mom was in much of the air much longer than Dad, although dad left and came back briefly, but she was there a lot longer and then they had no clue what would happen to each other. And then in January of , Mom was outside the museum.

Deborah Stueber
Excuse me, my father was outside the Museum of Modern Art with some friends trying to decide where to go next. And all of a sudden, my mother taps him on the shoulder because she recognized and says Kurt. And he immediately asks for her phone.

Julie Thum
Now, give me your phone.

Bernard Zimmerman
Give me your phone number. Wow.

Julie Thum
So, yeah, it was crazy.

Deborah Stueber
So really so that I would like to point out that the play really.

Bernard Zimmerman
Yeah. Sticks too. Definitely.

Julie Thum
Yeah.

Bernard Zimmerman
Yeah, great. And then so so this was .

Deborah Stueber
.

Julie Thum
.

Sprecher
Seven.

Bernard Zimmerman
So when did they finally get the papers with them to to immigrate? Well.

Julie Thum
Mom came in April of .

Deborah Stueber
Because of her father.

Julie Thum
That her father was in New York and. Right. And but she went to live with an aunt and uncle in the Bronx, actually. And our dad came in September of .

Deborah Stueber
And he was on the French troop ship called the Athos to right. And took care of about other orphans on the way. On the way. Wow.

Bernard Zimmerman
Okay. So then they met in front of the mobile one.

Sprecher
Yes. Yeah.

Bernard Zimmerman
Modern Museum of the Museum.

Sprecher
Of Modern Art. Yeah, right.

Bernard Zimmerman
And and then. So he wasn’t a showoff anymore. He wasn’t as arrogant as well.

Julie Thum
I wouldn’t go that far. I don’t know. But you know what it was? I think.

Deborah Stueber
Something.

Julie Thum
Well, I think what it was also was all of us here in New York City among millions of people. And all of a sudden you see a familiar face, someone you knew, maybe you didn’t love them. You like to.

Sprecher
That’s a good point. Because use to.

Julie Thum
Refer to him is an anger built to the.

Sprecher
Facts, which I suppose he can avoid.

Julie Thum
Yeah. So yeah, she used to call him that, you know, like a conceited, you know. And anyway, you see this person now that you it’s a familiarity, you know. So she felt compelled, I guess, to go over to him then and say, you know, here I am, you know?

Sprecher
And I said, Give me your phone.

Bernard Zimmerman
Yeah. But I’m sure it’s possible that we show a few pictures here of I know there’s that wedding picture, which they also showed in the play, right where they’re looking at each other in the next pictures where they’re kissing each other. Now, you will be able to also show this for the people watching here. This program. But and then they got married in .

Sprecher
, in August. I was years old.

Deborah Stueber
So my oldest son’s birthday.

Sprecher
Yeah.

Julie Thum
Yeah, he was born. I’m on their th wedding anniversary.

Bernard Zimmerman
Yeah. So so they I know my father when he immigrated to the United States, to New York after everything that was in for him, that sentence was a new life. Freedom, New York, the United States. That was what it represented. Was this for your parents similar?

Deborah Stueber
Oh, definitely. I think a great example of that is he still has the first dollar, dollar, dollar really earned.

Sprecher
He does.

Deborah Stueber
As a shipping clerk.

Julie Thum
As the first dollar. And I’ll tell you something, they came here and the first thing right away to take a job, you know, right away. But our dad had an apprenticeship in Europe so that we came here like a trade that he knew making leather handbags learned to make jewelry anyway. But that was I forget what he did first.

Julie Thum
He did.

Deborah Stueber
He work. He had make he his job was making leather handbags. But he attended a or technical.

Julie Thum
And or technical school. Right. But the first thing my parents right away, they learned English like it almost immediately. That was like a given, you know, you really want they wanted to also.

Sprecher
So they spoke.

Bernard Zimmerman
German and French.

Sprecher
Yes, that’s fluently. So that was zero at the time.

Julie Thum
Zero when they first.

Bernard Zimmerman
Just a few words, nothing. And they.

Julie Thum
Came somebody.

Deborah Stueber
Maybe a nanny, I think I think a little bit older, hardly.

Bernard Zimmerman
Any.

Deborah Stueber
But Harvey so they basically had though that when they first came here, people didn’t want to know. And if they didn’t want to know what happened to them. But that was the time kind of like here and they also I forgot I was going to say.

Julie Thum
Well, we actually I was going to I’ll say that maybe that was what you were going to say. So somebody might our mom went to live with an aunt and uncle in the Bronx, and they were very comfortable. They got out early and they had no children. And then somebody that they knew, they introduced our mom to her, some lady, and they told this woman what happened to their niece, you know, and the woman who was Jewish said, well, you don’t look so bad.

Deborah Stueber
I see. Now, it’s interesting. So we we each remember.

Bernard Zimmerman
Yeah.

Deborah Stueber
Different thing.

Julie Thum
Yeah. Well, this I was told from my mother. Yes. You don’t look so bad. Like what?

Deborah Stueber
What kind of communist that. Yeah.

Julie Thum
And it was from a Jewish woman. It’s like, why would you even say something like that?

Deborah Stueber
I know you say.

Julie Thum
A lot of odd things.

Deborah Stueber
I either didn’t want to hear it or they didn’t believe them is what my mom said. My mother says that often in the Q&A session that we have.

Bernard Zimmerman
Okay. And I have sorry to bring this in all the time, but as we know, there’s so many similarities that in our families. Yes. Like my father, because here you mentioned. Yeah, he in the handbag factory. My father worked in the handbag factory in New York. He of became American citizen, first of all, then was drafted in the army and then Korea.

Sprecher
Korea.

Bernard Zimmerman
It was in Korea.

Sprecher
Yes. Mhm.

Bernard Zimmerman
And, and also just the store before that. My father was his brother and sister first from Cologne went to Antwerp and where they say, you know, refugees.

Sprecher
Right. Quit. Yes She was in Antwerp.

Deborah Stueber
Think months. Yeah.

Bernard Zimmerman
Okay. And then from there, when Germany invaded countries, they had to flee to France, Vichy France, southern France and towns, little towns. And and the crazy thing is also I mean, if we’re talking about the German efficiency at the time, you know, and and I think I heard you, Julie, saying before how when you think these educated people, you know, who who made these decisions, you know, and I know my father told me stories that they would go with busses to the.

Sprecher
Little villages.

Bernard Zimmerman
In the mountains because they knew there was one Jewish family living there to still deport them to Auschwitz. MM Yeah. So, but okay.

Deborah Stueber
Well I just want to point out one other very interesting coincidence, which I didn’t think about until recently. So Mom worked at the Empire State Building in New York for a haberdashery, which is a hat manufacturer.

Sprecher
Oh, and then.

Deborah Stueber
There were, the play is. Oh.

Bernard Zimmerman
Wow.

Sprecher
Yeah, that’s that wild. Yeah, that’s yeah, yeah.

Julie Thum
Actually yeah, yeah, yeah. She, yeah she worked that’s.

Bernard Zimmerman
But her first job. So your your parents living in Florida, they’re obviously going to see I think it was recorded. Yes. Yeah. So they will be able to see it and and also understand the language. Right. Not going to be a problem. And yeah. So you’ll be you’ll be here still a few days. How long are you going to still be in in Germany or in Europe?

Julie Thum
My husband. I’ll be here till Tuesday. We’re going to Frankfurt later today and then we’ll pop around and see what we can do. And they’re going.

Deborah Stueber
And we’ll be in Germany Tuesday as well. We’re going to Stauffenberg and then to Kern.

Bernard Zimmerman
Oh, Colonel. Why? Cause.

Deborah Stueber
Because I want to drink some kosher have kids.

Bernard Zimmerman
Go ahead. Will coach together.

Deborah Stueber
I would like to. Amsterdam, which is where we started.

Bernard Zimmerman
Our trip started. Yeah. Okay. So obviously you’re taking back so many impressions and you’ve got to first probably digest maybe the flight home and yes, it’s going to take a few weeks. But yeah. Could you say what? Mainly this trip for you. What did it represent and what are your feelings? If you could just spontaneously put it together?

Julie Thum
Well, you can’t do it in a few words, you know. So I already had a wonderful feeling in . I would say this just cemented it.

Bernard Zimmerman
So that word, cement.

Sprecher
Cement, it.

Julie Thum
Great minds think alike. I would say it just cemented my feelings from . My husband to my husband said Originally we were coming in . He sort of had his guard up because he really wasn’t sure how people will be reacting. When we had the Alperstein ceremony and we were standing in the street, he was thinking that people were going to walk by and maybe see me comments or something, but it was to the contrary and he got a wonderful feeling.

Julie Thum
He was really happy we came. Now I think it’s even more so because we met more wonderful people. And then there was now beyond Silverstein was the play. Yeah, you know, and now the interviews and all these other things is like a really full circle experience and, you know, very, very meaningful.

Bernard Zimmerman
Definitely. Definitely.

Deborah Stueber
So, yeah, yeah. I would say as a a pivoting life experience for me, my heart is full and a lot of gratitude for all the people and what they’ve done, what they’re doing, what some of them will still do. Yes. And I’ll say that my mother’s last name is Loeb, which means Strong Lion and my father’s last name is Luster, which means candelabra.

Deborah Stueber
And I hope that that it that the future is is brighter and stronger.

Bernard Zimmerman
I, I don’t know how to end this with a better finishing. And yet I have also a little surprise that I think we together, the three of us, will definitely do here. And what I think we want to do is definitely light a candle for oh, for the who do we want to light it for? For those who didn’t have the privilege to love, to survive, to live a happy, long life.

Bernard Zimmerman
And here I have some matches. And this little present here which I put together for the two of you. Oh, wow. So we’re going to do this. You will give your parents.

Deborah Stueber
Oh, of course.

Bernard Zimmerman
Oh, this is a picture of your parents. So. So why don’t we stand up here?

Julie Thum
Oh, John, when and just.

Bernard Zimmerman
And John Lennon. Yeah. On the back.

Julie Thum
That was really nice.

Sprecher
The play. Yeah, yeah, yeah.

Bernard Zimmerman
There was also yeah. The Beatles and Paul McCartney.

Deborah Stueber
Does notice that.

Bernard Zimmerman
And. So why don’t we four for all those from your grandmother Haynes and you know, of all those people who didn’t have the luck to be here with us, let’s light a candle.

Deborah Stueber
And for all that they could have been really definitely.

Bernard Zimmerman
And to never forget to never forget Neymar’s and.

Deborah Stueber
Never again.

Sprecher
Yes.

Julie Thum
Never again.

Bernard Zimmerman
So I love you.

Sprecher
Oh, my gosh. I love you, too.

Julie Thum
Same here.

Bernard Zimmerman
Oh, okay. Thank you. Wow.

Sprecher
Thank you. That was amazing. Yes, that it is put on.

Bernard Zimmerman
It doesn’t matter. Okay. Yeah. As all that’s what the zone does that was special. I am again honored and so happy to have met you. It’s been so for us cancelation in this we quote all their failed work dissolves you.

Sprecher
See we read.

Bernard Zimmerman
Yes yeah yeah yeah. Leave it to yourselves. You have an online book come in for the. Yeah, this is so I to mention here you guys used a good title time I went yeah was there was until this point. Thank you again.

Sprecher
Thank you thank then.

Julie Thum
Danka sir.

Sprecher
Yes, yes, yes, yes, yes. That was amazing. I know it. Was awesome. Yes. I also feel like you you’ve done this before.

Deborah Stueber
I never felt, like, nervous. And you made us feel very comfortable.

Sprecher
That’s.

Bernard Zimmerman
I also feel comfortable. Did you also.

Sprecher
Feel comfortable back there? I have a feeling he’s done this before.

Deborah Stueber
The walk by you, because I say.

Sprecher
Look at that. Amazing.

Julie Thum
Now, I was just.

Sprecher
Looking at to see if they were maybe walking by. I don’t even.

Bernard Zimmerman
Know what time it is, what.

Sprecher
A.

Bernard Zimmerman
Movement is. We had a clock here. When do we start? Okay, we’re good.

Sprecher
Yeah, we find out we’re having a beer because you had to do this interview that.

Bernard Zimmerman
And I would have.

Julie Thum
We are at Café Extra Blood.

Bernard Zimmerman
Oh, that’s right around the corner.

Sprecher
Yeah.

Julie Thum
I don’t know why they went there because.

Bernard Zimmerman
I wanted of course they bring in the bagels. Sorry, but I said that.

Julie Thum
Know Alex and Steve are at extra.

Sprecher
Flat. No, I’m Mark.

Bernard Zimmerman
Is are they all that extra apparent?

Julie Thum
Lee, it’s.

KraichgauTV – wir & ihr von hier!

Was passiert in unserer Region? Wir zeigen es, denn wir kennen die Gegend und die Akteure. Wir wissen, was die Menschen hier beschäftigt und entdecken auch die liebenswerten Dinge, die Öffentlichkeit verdienen. Genau dafür machen wir Fernsehen von hier und für hier. Mit viel bescheideneren Mittel als die öffentlich-rechtlichen, aber umfassend und mit Leidenschaft.

Für manche mag es allein schon eine Nachricht sein, dass der SWR mit einem großen Team für mehrere Stunden auftaucht, um wenige Sendeminuten zu produzieren. Darüber könnten wir nur schmunzeln, wären wir nicht schon wieder unterwegs zum nächsten Dreh oder in der Postproduktion.
Es gibt eben viel zu tun in der Region – und wir sind mittendrin. Nicht sensationsheischend, sondern einfach liebe- und respektvoll berichtend von dem, womit sich die Bewohner in unserer Region beschäftigen.

Deshalb: Teilt gerne unsere Beiträge auf Facebook, wenn sie euch gefallen. Erzählt es weiter, wenn euer Ort bei KraichgauTV zu sehen ist. Schreibt es ins Amtsblatt, wenn euer Verein außergewöhnliches geleistet hat und von unserem Kamerateam besucht wurde.

Denn letztendlich ist das „wir“ und „ihr“ doch nur ein gemeinsames WIR.

 

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