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Foto: DLRG Presse Wasserrettung

WILLI-Reportage | Sommer, Sonne, Badespaß!

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An den heißen Sommertagen und besonders an den Wochenenden ziehen die Sonnenhungrigen mit Sonnenschirm und Picknickkorb ins Freizeitbad oder an den Baggersee. An erster Stelle suchen die Menschen Entspannung und mit einem Sprung ins Wasser auch Abkühlung.

Doch birgt das Baden nicht nur Vergnügen, sondern leider auch Gefahren! Allein in Deutschland sind im letzten Jahr 299 Todesfälle durch Ertrinken statistisch erfasst worden. Das will auch die DLRG Ortsgruppe Bruchsal nicht hinnehmen. „Wir stehen bei Notfällen am, im und auf dem Wasser 365 Tage im Jahr, 24 Stunden am Tag bereit“ – so das Credo der rein ehrenamtlichen Einsatzkräfte. Pro Jahr wird die Ortsgruppe zu 15 bis 30 Einsätzen gerufen.

Teamwork: Während den Ausbildungswochenenden wird intensiv geübt.

Vorbeugen ist besser als Retten!
Deshalb bietet der DLRG verschiedene Kurse an. Von Anfängerschwimmkursen über Schwimmtraining für Jugendliche und Erwachsene bis hin zu Rettungsschwimmen und Tauchausbildung ist alles möglich. Bereits in den Jugendschwimmkursen werden Rettungsgriffe erlernt, um für das Thema zu sensibilisieren. Die Mitglieder und Schwimmbegeisterte können im SaSch in Bruchsal trainieren oder trainiert werden – allerdings ist für letztere eine Mitgliedschaft erforderlich.

Ein Seepferdchen allein macht noch keinen Rettungsschwimmer!
Die Deutschen Schwimmabzeichen in Bronze, Silber oder Gold umfassen Kenntnisse von Baderegeln sowie Fähigkeiten wie Kraul,- Brust- und Rückenschwimmen in verschiedenen Distanzen und bestimmten Zeitvorgaben. Denn nur ein sicherer Schwimmer kann auch retten ohne sich selbst zu gefährden.

Jugend lernt bereits Rettungsgriffe

Einen kühlen Kopf bewahren!
In Actionfilmen sind Ertrinkungsunfälle meist sehr spektakulär inszeniert. Die Verunfallten schreien nach Hilfe, wedeln mit den Armen und spritzen wild mit Wasser um sich. In Wirklichkeit fehlt den Ertrinkenden dafür die Energie! Mit nachlassender Kraft werden die Schwimmbewegungen unkoordiniert und langsam und der Kopf kann nur noch mit größter Anstrengung über Wasser gehalten werden. Man spricht vom „stillen Ertrinken“. Sowohl für Rettungsschwimmer als auch für Badegäste heißt es aufmerksam hinschauen, um einen Ertrinkungsunfall rechtzeitig zu erkennen.

Prüfung: Die Wasserrettung schleppt einen Surfer ab.


Übung macht den Meister!

So spektakulär wie in Filmvorlagen sollte auch beim Retten nicht vorgegangen werden. Als erstes Gebot gilt immer: Ruhe bewahren, Situation einschätzen, Notruf absetzen und an den Eigenschutz denken. Ertrinkende können in Panik ungeheure Kräfte entwickeln und handeln nicht mehr vernünftig. Dadurch können sie auch für die Retter zu einer Gefahr werden! Bei einer Rettung aus dem Wasser versucht so lange wie möglich vom Ufer aus zu helfen und die Rettungsleitstelle mit dem Notruf 112 zu alarmieren.

Ist der Verunfallte in Ufernähe, kann man Handtücher, einen Rettungsring oder andere schwimmende Objekte von Land aus zu werfen. Diese halten den Verunfallten zunächst über Wasser und an einem Rettungsring ist meist noch ein Seil befestigt an dem man den Verunfallten anschließend an Land ziehen kann. Ist das nicht geglückt, dann bleibt nur der Einsatz im Wasser. Auch hier können noch Hilfsmittel eingesetzt werden!

Schwimmbretter oder Paddelboote geben zusätzliche Sicherheit. Nur wenn keine anderen Optionen bleiben, sollte man sich als Schwimmer ohne Hilfsmittel einem Ertrinken den nähern. Im Zweifel sollte man jedoch lieber auf die professionelle Hilfe warten!

Ist der Ertrinkende gerettet, im schlimmsten und glücklichsten aller Fälle auch wiederbelebt, sollte man ihn abtrocknen und langsam aufwärmen und ihn ärztlich untersuchen lassen.

Regelmäßiges Üben gibt Sicherheit, um eine Notsituation zu erkennen, richtig einzuschätzen und sich richtig verhalten zu können.

Badeunfall – was tun?

  • Eigenschutz beachten und Ruhe bewahren
  • Hilfe rufen (Notruf: 112)
  • Reach / Reichen: Gegenstände vom Ufer reichen
  • Throw / Werfen: Rettungsring oder Ähnliches zuwerfen
  • Row / Rudern: Sich mit Hilfsmitteln dem Verunfallten nähern
  •  Go / Schwimmen: nur im äußersten Notfall selbst zum Verunfallten schwimmen
  • Danach abtrocknen, aufwärmen und ärztlich untersuchen lassen!

Sicherheit und Routine erlernt man bei Rettungsschwimmkursen, die die DLRG auch in Bruchsal regelmäßig anbietet. www.bruchsal.dlrg.de

Text: Annika Stiel, Resorleiterin Öffentlichkeitsarbeit Jugend, Bilder: DLRG, DLRG Ortsgruppe Bruchsal

Aus RegioMagazin WILLI 07/2022

 

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