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Der „MAX“ | „Der Stadtbus war für mich schon eine ganz besondere Chance!“

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29.07.2021 | Am 9. September 2000 wurde mit gefühlt ganz Bruchsal das Startfest zur Einführung von Stadtbus „max“ gefeiert, 20 Jahre später das Stadtbusjubiläum auf dem Stadtwerke-Betriebshof begangen. Beide Male mit dabei: Stefanie Ihrig.

Frau Ihrig, Sie waren 24 Jahre jung als Sie beim Stadtbus anheuerten. Was ermutigte Sie zu dieser „Herkulesaufgabe“?

S.I. Ich hatte als Verkehrsbetriebswirtin zunächst eine fachfremde Stelle in Heilbronn angetreten. Dann sah ich die Stellenanzeige für das Stadtbusmanagement. Bei einem Neuanfang dabei sein zu können, war schon eine ganz besondere Chance!

War der Job der berühmte Sprung ins kalte Wasser?

S.I. Als Leiterin für Off-Air-Veranstaltungen bei einem regionalen Radiosender war ich das Organisieren, spontane Änderungen und die Leitung eines Teams gewohnt. Durch Praxissemester und meine Zeit beim KVV in Karlsruhe kannte ich mich bestens in dessen Netz und Tarifsystem aus.

Gab es „Vorbilder“ für den Bruchsaler Stadtbus, oder mussten Sie bei null anfangen?

S.I. Man hatte sich – vor meiner Zeit – in Bad Salzuflen, Lemgo und St. Ingbert Stadtbussysteme mit Rendezvous angeschaut.

Wie kam der Stadtbus zu seinem Namen?

S.I. Im Vorfeld zum großen Startfest brachten wir 7 Stadtbus-Zeitungen heraus, in denen sukzessive das Konzept erläutert wurde. In einer Ausgabe gab es dann ein Gewinnspiel, bei dem man den Namen vorschlagen konnte.

Welche Kinderkrankheiten musste „max“ durchstehen?

S.I. Kurz vor dem Start wurde die Einführung der Linie 184 West II / Am Mantel beschlossen. Und knapp ein halbes Jahr nach dem Start fuhren wir schon mit der Linie 181 tiefer in die Südstadt. Darüber hinaus haben sich nach einigen Monaten die Mercedes-Benz Cito-Busse als sehr störanfällig erwiesen. Da ging gefühlt alles kaputt, was an einem Bus kaputt gehen kann.

Wo lief es von Anfang an wie am Schnürchen?

S.I. Im Stadtbusbüro!! Sonja Vogt hat zusammen mit den Herren vorne an der Theke einen prima Service angeboten und mit Engelsgeduld alles erklärt sowie die eine oder andere Beschwerde entgegengenommen.

Woran im Stadtbus-Kontext lassen Sie beim besten Willen kein gutes Haar?

S.I. Falschparker – und damit unnötige Verspätungen mit entsprechendem Ärger waren – und sind wahrscheinlich auch heute noch – absolut entbehrlich!!

 Würden Sie Ihr Wirken in Bruchsal für den Stadtbus beschreiben – rundum erfolgreich oder eher weniger von Erfolg gekrönt?

S.I. Tja, er ist sehr gut gestartet… Dann kamen leider die Sparmaßnahmen nach und nach. Da habe ich, denke ich, schon meinen Teil dazu beigetragen, den Bus trotzdem noch attraktiv zu halten. Und gerade in den ersten Jahren haben wir ja viele Werbemaßnahmen gemacht – die sind teilweise auch meinem Geiste entsprungen. Auch die Überdachung mancher Haltestelle ging auf meine Vorschläge zurück.

Was machen Sie heute beruflich?

S.I. Ich bin derzeit Mobilitätsmanagerin und befasse mich mit allen Formen der Mobilität. Aktuell lasse ich ein Radverkehrskonzept erstellen.

| Lesen Sie das ungekürzte Interview auf http://www.stadtwerke-bruchsal.de |

 

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