Das Bruchsaler ABC-Abwehrkommando feiert sein 10-jähriges Jubiläum

16.11.23 | In einem feierlichen Rahmen beging das ABC-Abwehrkommando der Bundeswehr am 16. November 2023 sein zehnjähriges Bestehen. Die Veranstaltung in der General Dr. Speidel-Kaserne auf dem Eichelberg zog hochrangige Militärvertreter und Mitglieder der lokalen Zivilgesellschaft an.

Das ABC-Abwehrkommando, gegründet am 1. April 2013, hat sich seitdem zu einem wichtigen und international anerkannten Akteur in der ABC-Abwehr entwickelt. Oberst Saalow wies darauf hin, dass die aktuellen Systeme und Ausrüstungen der Bundeswehr in der ABC-Abwehr weltweit zu den fortschrittlichsten gehören, betonte jedoch auch die Notwendigkeit einer quantitativen Aufstockung und Vollausstattung für einen effektiven ABC-Schutz.

Die Feierlichkeiten starteten mit einem Appell, bei dem Generalleutnant Martin Schelleis, Inspekteur der Streitkräftebasis, Einsatzfahnenbänder an das ABC-Abwehrbataillon 7 und das ABC-Abwehrbataillon 750 „BADEN“ für ihre Auslandsmissionen verlieh. Generalleutnant Schelleis lobte die Leistungen des Kommandos in verschiedenen Bereichen, darunter internationales Krisenmanagement und subsidiäre Amtshilfe.

Satt werden mit dem „Chemical Dinner“

Musikalisch untermalt wurde der Appell vom Heeresmusikkorps Ulm. Anschließend konnten die Besucher die Fahrzeuge und Geräte des Kommandos besichtigen und erhielten Einblicke in verschiedene Epochen der Bundeswehr. Ein Höhepunkt des Tages war das ‚Chemical Dinner‘, bei dem die Gäste mit Molekularküche in einem stilisierten Labor verwöhnt wurden.

Die zehn Jahre des Bestehens des Kommandos zeichnen sich durch die Bündelung qualifizierter ABC-Abwehrkräfte, die einheitliche Ausbildung und die Beteiligung an Übungen und Einsätzen aus. Herausforderungen wie die Corona-Pandemie und die Flutkatastrophe im Ahrtal unterstreichen die Vielseitigkeit des Kommandos. Mit Blick auf aktuelle Bedrohungen, wie die durch Russland verstärkte Fokussierung auf nukleare, biologische und chemische Kampfstoffe, bleibt das ABC-Abwehrkommando ein wesentlicher Bestandteil der Verteidigungsstrategie Deutschlands und seiner Verbündeten.

Sehen Sie hier unser Interview vom Juli dieses Jahres mit dem Standortältesten der Bruchsaler Kaserne Oberst Lutz Neumann

StudioTalk mit Oberst Neumann | Soldatinnen und Soldaten heute


INFO-BOX

Mehr zur General-Dr.-Speidel-Kaserne

Ein markantes Merkmal der General-Dr.-Speidel-Kaserne ist die Erhebung Katzenbuckel auf dem Standortübungsplatz, auf dem sich eine Graslandebahn befindet. Ein Gedenkstein erinnert dort an Oberstleutnant Roland Dotschkal, einen Stabsoffizier der 1. Luftlandedivision, der 1993 bei einem Fallschirmsprung tödlich verunglückte. Des Weiteren ist in der Kaserne die Sportfördergruppe Bruchsal für Boxen, Ringen und Gewichtheben ansässig​

Gründung: Ursprünglich als Eichelberg-Kaserne von 1961 bis 1963 erbaut.
Umbenennung: Im November 1997 in General-Dr.-Speidel-Kaserne umbenannt.
Namenspatron: General Hans Speidel, ein Unterstützer von Claus Graf Schenk von Stauffenberg.
Lage: Südlich von Bruchsal auf dem Höhenzug Eichelberg.
Wichtige Einheiten: Heimat der 1. Luftlandedivision (30 Jahre lang), ABC-Abwehrbataillon 750 seit 1994, Feldjägerdienstkommando seit November 1964.
Sonstiges: Standortschießanlage, Standortflugplatz mit Graslandebahn, Gedenkstein für Oberstleutnant Roland Dotschkal, Sportfördergruppe Bruchsal


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