Taubenwart Friedbert Doll im Taubenschlag. Foto: PM

BRUCHSAL | Friedensboten oder Zankapfel?

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23.09.2021 | Allgemein gelten Tauben als Friedens- und Hoffnungszeichen, aber sie können auch zum Streitobjekt und Zankapfel werden, wenn sie gehäuft auftreten und Fassaden, Gehwege oder Bänke verschmutzen.

Dann „flattern“ die Beschwerden beim Ordnungsamt auf dem Schreibtisch. Die Stadtverwaltung ist sich dieser Situation und ihrer Verantwortung bewusst. Sie hat deshalb schon vor vielen Jahren ein Taubenfütterungsverbot erlassen in der Allgemeinen Polizeiverordnung der Stadt Bruchsal gegen umweltschädliches Verhalten, Belästigungen der Allgemeinheit und zum Schutz von Grün- und Erholungsanlagen. Verstöße gegen dieses Verbot können mit einem Bußgeld geahndet werden zwischen zehn und 1.000 Euro.

Ergänzend dazu beschäftigt die Stadt Bruchsal mit Friedbert Doll einen Taubenwart, der dafür sorgt, dass die Zahl der Tauben nicht zu sehr ansteigt. Er ist selbst Brieftaubenzüchter und kennt sich bestens mit diesen Tieren aus. Im alten Feuerwehrhaus in der Friedrichstraße hat man direkt unter dem Dach einen Taubenschlag eingerichtet, wo die Tiere einen Unterschlupf finden und ihre Nester bauen können. Friedbert Doll kontrolliert die Gelege und tauscht echte gegen falsche (Gips-)Eier aus oder gegen „tote“ Eier. Acht bis zehn Eier entnimmt er den Nestern jede Woche. Diese Zahl zeigt, wie wichtig die Aufgabe des Taubenwarts ist. „So können wir die Population steuern und im Griff behalten“, erklären die zuständigen Mitarbeiter/-innen im Ordnungsamt. Sie kümmern sich auch um die diesbezüglichen Beschwerden von Bürgern/-innen und bemühen sich um Abhilfe oder zumindest um Verständnis.

„Damit die Tiere den Taubenschlag annehmen, muss er in der Nähe ihrer sonstigen Lebensumgebung liegen“, sagt Doll. Die Tauben erhalten Wasser und Futter im alten Feuerwehrhaus und konzentrieren sich damit auf dieses Areal. Im Sommer seien es rund 120 Vögel, im Winter bis zu 180, die in den Taubenschlag kämen, sagt Doll. Er beseitigt auch den Taubenkot und lässt ihn vom städtischen Baubetriebshof abholen.

 

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