gefängnis
Die JVA Bruchsal, in der Aleksandr Perepelenko vor seiner Flucht einsaß

Angeblicher Brief des geflüchteten Mörders Perepelenko aufgetaucht

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10.11.23 | Ein mutmaßlich von Aleksandr Perepelenko geschriebener Brief enthält eine Reihe unbewiesener Vorwürfe gegen die Justizvollzugsanstalt Bruchsal.

Dieses Schreiben wurde kürzlich an verschiedene Medien gesendet. Perepelenko, der am 30. Oktober bei einer Ausführung in Germersheim fliehen konnte, behauptet in diesem Brief, während seiner Haft schikaniert und schlecht behandelt worden zu sein. Diese Vorwürfe, darunter Kritik an den Haftbedingungen, sind unbewiesen und könnten lediglich Teil seiner Verteidigungsstrategie sein. Auch der Vergleich der Fußfessel mit Nazi-Methoden ist ein weiterer kruder Vorwurf.

Die Authentizität des Schreibens ist bislang unklar. Die Behörden, darunter das Landeskriminalamt Baden-Württemberg und die Staatsanwaltschaft Pforzheim, haben sich nicht zur Echtheit des Briefes geäußert und betonen die Notwendigkeit einer gründlichen Überprüfung.

Diese Entwicklung im Fall des verurteilten Mörders Perepelenko wirft zwar Fragen auf, doch es ist wichtig zu betonen, dass die Vorwürfe im Brief nicht bestätigt sind. Die Ermittlungen dauern an, während die Suche nach Perepelenko weitergeht.

WIR BERICHTETEN

Foto: Polizei

Weiterhin keine Spur vom entflohenen Mörder

3.11.23 | Vom am vergangenen Montag bei einer Ausführung geflohenen, wegen Mordes verurteilten Strafgefangenen der JVA Bruchsal fehlt weiterhin jede Spur.

Nach Auskunft der Staatsanwaltschaft sollte er sich vor Ort mit seiner Familie treffen, dazu kam es aber nicht. Möglich ist, dass die Flucht geplant war und von einem Helfer oder Helferin unterstützt wurde. Das könnte auch erklären, warum die Fußfessel kurz nach dem Entkommen schon abgelegt werden konnte.

Fußfesseln lassen sich mit entsprechendem Schneidwerkzeug relativ leicht entfernen, lösen aber bei Manipulationsversuchen sofort einen zentralen Alarm aus. Das würde allerdings dem Entkommen untergeordnet sein, wenn bereits ein Fluchtplan ggf. auch mit einem Fluchtfahrzeug bereit stand.

Die Polizei fahndet weiterhin, hat aber bisher keine heiße Spur, wo sich der flüchtige Straftäter aufhalten könnte, sagte das Polizeipräsidium Pforzheim gegenüber dem SWR. Bisher seien mehr als 50 Hinweise eingegangen. Denen gehen die Ermittler nun nach.

 

ERSTVERÖFFENTLICHUNG

3.10.23 | PF, Lkr. KA, GER | Seit Montagmittag fahndet die Polizei nach Aleksandr Perepelenko. Der 43-Jährige war im Jahr 2012 durch das Landgericht Karlsruhe – Schwurgericht – auf Grundlage einer Anklage der Pforzheimer Staatsanwaltschaft u.a. wegen Mordes zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt worden und war in der JVA Bruchsal inhaftiert.

Am Montag gegen 13:00 Uhr gelang es dem Verurteilten im Rahmen einer geplanten Ausführung im Bereich eines Baggersees im rheinland-pfälzischen Germersheim-Sondernheim trotz Begleitung von zwei Justizbediensteten der JVA, in ein angrenzendes Waldstück zu flüchten. Die vom Häftling anfänglich getragene Fußfessel wurde kurze Zeit später im Stadtgebiet von Germersheim aufgefunden und sichergestellt.

Das Polizeipräsidium Rheinpfalz fahndete unmittelbar nach Bekanntwerden des Sachverhalts mit einem Großaufgebot von Polizeikräften nach dem 43-Jährigen. Hierbei wurden auch ein Polizeihubschrauber sowie Kräfte der Diensthundestaffel eingesetzt.

Der Gesuchte wird wie folgt beschrieben: männlich, 1,85 m groß, kräftige/sportliche Statur, Glatze. Er war zuletzt bekleidet mit einem schwarzen T-Shirt, blauen Jeans und grau/roten Sportschuhen.

Foto: Polizei

Mögliche Hinwendungsorte werden derzeit überprüft. Hinweisgeber werden gebeten, sich bei Erkennen des Mannes über den Notruf 110 bei der Polizei zu melden oder telefonisch mit dem Kriminaldauerdienst in Pforzheim, 07231 186-4444, Kontakt aufzunehmen und nicht eigeninitiativ zu handeln.

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