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PayPal-Störung: Sparkasse Kraichgau warnt Kunden vor Betrugsanrufen

In aller Kürze

• Störung bei PayPal europaweit
• Warnung vor betrügerischen Anrufen

Bruchsal, 29.08.25 | Der Zahlungsdienstleister PayPal kämpfte diese Woche mit massiven technischen Problemen. Auch Kundinnen und Kunden der Sparkasse Kraichgau waren betroffen. Inzwischen läuft der Zahlungsverkehr wieder stabil, jedoch warnt die Sparkasse nun vor gezielten Betrugsversuchen am Telefon.

Milliardenstopp bei Lastschriften – PayPal bestätigt Sicherheitslücke

Zahlreiche deutsche Banken hatten Anfang der Woche PayPal-Zahlungen im Gesamtvolumen von rund zehn Milliarden Euro vorübergehend blockiert. Grund war ein Ausfall in PayPals Betrugsfilter-System, das unrechtmäßige Transaktionen erkennen und stoppen soll. Der Ausfall führte zu einer massiven Störung im Zahlungsverkehr, insbesondere in Deutschland. Händler und Nutzer meldeten verzögerte oder abgewiesene Zahlungen.

PayPal bestätigte am Mittwoch die technischen Probleme und sicherte eine vollständige Auszahlung rechtmäßiger Transaktionen zu. Seit Dienstagmorgen funktioniert der Zahlungsverkehr zwischen PayPal und den Sparkassen wieder regulär. Die europäischen Aufsichtsbehörden wurden informiert.

Sparkasse Kraichgau gibt Entwarnung – verweist auf PayPal

In einem Rundschreiben informierte die Sparkasse Kraichgau nun ihre Kundschaft über die Hintergründe der Störung. Demnach war der Zahlungsverkehr in der Sparkassen-Finanzgruppe nur für wenige Stunden betroffen. Die Sparkasse weist darauf hin, dass verbleibende Nachwirkungen nicht in ihrer Verantwortung liegen. Betroffene Kundinnen und Kunden sollen sich direkt an PayPal wenden.

Die Sparkasse betont, dass alle internen Systeme stabil laufen und der Zahlungsverkehr mit PayPal seit Dienstagmorgen wieder problemlos möglich ist.

Kriminelle nutzen Verunsicherung – gezielte Anrufe mit falscher Identität

Parallel zur technischen Störung warnt die Sparkasse Kraichgau aktuell vor einer Welle betrügerischer Anrufe. Die Täter geben sich am Telefon als Mitarbeitende der Sparkasse aus. Unter dem Vorwand, angebliche Fehler bei PayPal-Transaktionen zu beheben, fordern sie sensible Daten wie PINs, TANs oder Passwörter.

Die Sparkasse ruft zur Wachsamkeit auf: Keine Bank oder Zahlungsdienstleister fragt am Telefon nach vertraulichen Zugangsdaten. Kunden sollen verdächtige Gespräche sofort beenden und über offizielle Kanäle Kontakt aufnehmen. Wer bereits Daten preisgegeben hat, sollte sein Konto über die Sperrhotline 116 116 oder durch dreimalige Falscheingabe der PIN im Online-Banking umgehend sperren.

Was Kunden jetzt tun sollten – Schutzmaßnahmen im Überblick

Zur Vorbeugung empfiehlt die Sparkasse Kraichgau:
– Keine Weitergabe vertraulicher Daten
– Nutzung sicherer Passwörter und Zwei-Faktor-Authentifizierung
– Prüfung der Kontoauszüge auf unberechtigte Buchungen
– Kontaktaufnahme ausschließlich über offizielle Kanäle

Wer eine unberechtigte Lastschrift bemerkt, kann diese innerhalb von acht Wochen zurückgeben. Bei Abbuchungen ohne Mandat gilt sogar eine Frist von 13 Monaten. Die Verbraucherzentrale und PayPal bieten hierzu weitere Informationen.

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