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Symbolbild (Landfunkerarchiv)

Arbeitsmarkt bleibt angespannt: Rückgang im Februar – doch junge Menschen unter Druck

Karlsruhe–Rastatt, 27. Februar 2026 | Im Februar ist die Arbeitslosigkeit im Bezirk der Agentur für Arbeit Karlsruhe-Rastatt saisonüblich zurückgegangen. Gleichzeitig bleibt der Arbeitsmarkt durch die anhaltende wirtschaftliche Schwäche belastet. Besonders junge Menschen sind betroffen. 

Die Zahl der Arbeitslosen sank im Februar auf 26.954 Personen. Das sind 868 weniger als im Januar, zugleich 396 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote liegt bei 4,5 Prozent und damit 0,1 Prozentpunkte unter dem Vormonatswert. Vor einem Jahr betrug sie 4,6 Prozent.

Trotz dieses Rückgangs bleibt die Lage angespannt. „Aktuell erleben wir zwar einen jahresüblichen Rückgang der Arbeitslosigkeit, dennoch belastet die wirtschaftliche Schwäche den Arbeitsmarkt nach wie vor“, erklärt Christine Groß-Herick, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Karlsruhe-Rastatt. Besonders junge Menschen unter 25 Jahren seien betroffen – vor allem jene ohne abgeschlossene Berufsausbildung. Der gelungene Übergang von der Schule in eine Ausbildung sei daher entscheidend, um langfristige Arbeitslosigkeit zu vermeiden.

Hohe Dynamik am Arbeitsmarkt

Die Arbeitslosigkeit ist keine statische Größe. Im Februar meldeten sich 6.115 Personen neu arbeitslos, während 6.997 Menschen ihre Arbeitslosigkeit beenden konnten. Die Dynamik bleibt damit hoch.

Unterschiedlich entwickelt sich die Situation in den beiden Rechtskreisen. In der Arbeitslosenversicherung (SGB III) waren 13.412 Personen gemeldet – 280 weniger als im Januar, jedoch 1.025 mehr als vor einem Jahr. In den Jobcentern (SGB II) wurden 13.542 Arbeitslose registriert – 588 weniger als im Vormonat und 1.421 weniger als im Vorjahr. Rund 50 Prozent aller Arbeitslosen werden durch die Träger der Grundsicherung betreut.

Unternehmen suchen weiter Personal

Trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten bleibt die Nachfrage nach Arbeitskräften bestehen. Im Februar wurden 1.554 neue Stellen gemeldet – 527 mehr als im Januar, aber 310 weniger als vor einem Jahr. Insgesamt befanden sich 7.113 offene Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.

Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in den Bereichen sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen, Handel und Kfz-Instandhaltung, Gesundheits- und Sozialwesen, Verarbeitendes Gewerbe sowie im Baugewerbe.

Eine Übersicht der wichtigsten Entwicklungen ist hier abrufbar.

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