Foto: © NABU/Marc Scharping

NABU | Jetzt balzen verliebte Eulen in windstillen Nächten

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28.02.2024 |  „Buhoo – buhoo“, „oh – oh – oh“, „Huuuuuuh-hu-huuuuuh“, die Eulen sind los. In naturnahen Wäldern mit natürlichen Baumhöhlen kann man mit etwas Glück die Rufe von Waldkäuzen erleben. Die Balzrufe erklingen meist früh morgens oder auch abends bei Dämmerung. Sie lassen erst nach, wenn die Eulen mit dem Brüten beginnen.

Welche Eulenarten leben im Südwesten?

In Baden-Württemberg sind acht Eulenarten heimisch: Vom großen Uhu über Waldkauz, Waldohreule und Schleiereule bis zu den kleinsten, dem Steinkauz, Sperlingskauz, Raufußkauz und der extrem seltenen Zwergohreule. Ihre Lebensräume könnten unterschiedlicher nicht sein. Doch die Eulen haben ein gemeinsames Problem: Wälder und Offenland, Feuchtwiesen und Moore sowie Streuobstwiesen schwinden und damit auch ihr Lebensraum.

Waldkauz gibt Konzert in Laub- und Mischwäldern

Der Waldkauz gilt als Filmstar unter den Eulen. Sein etwas schaurig klingender Gesang wird regelmäßig in Filmen und Serien bei Einbruch der Nacht eingespielt. Diese mittelgroße Eule ist sehr ruffreudig, besonders in trockenen, windstillen Nächten kann man sie in Laub- und Mischwäldern oder Parks hören. Die Balz beginnt im Herbst und dauert den ganzen Winter bis ins zeitige Frühjahr.

Nachwuchs bei Familie Waldkauz

Anschließend wird gebrütet. Dann liegen wenig später zwei bis vier Eier im Nest, die das Weibchen alleine ausbrütet. Das Männchen macht nur in Brutpausen und zur Nahrungsübergabe eine Stippvisite. Es verteidigt das Revier jedoch mit allen Kräften. Störenfriede werden im Flug angegriffen. Nach vier Wochen schlüpfen die Küken und etwa einen Monat später sitzen sie als „Ästlinge“ meist auf Zweigen in der Nähe. Sie wirken oft scheinbar verlassen, können aber nur einfach noch nicht fliegen. Mit etwa drei Monaten sind sie selbständig, im Herbst vertreiben die Elternvögel sie aus dem Revier und schon im darauffolgenden Jahr gründet der Nachwuchs in einem Nachbarrevier seine eigene Familie.

 Fakten zum Waldkauz (Strix aluco) auf einen Blick

Aussehen: 40 bis 42 Zentimeter lang mit kompaktem Körperbau, rindenfarbiges Gefieder, große dunkle Knopfaugen, freundliches Aussehen, gelber, gekrümmter Schnabel.

Nistplätze: Große Bruthöhlen in alten Bäumen, geschützte Nischen an Gebäuden oder spezielle Nistkästen, werden bezogen.

Besonderheiten: Mittelgroße Eulenart, fliegt wie alle Eulen nahezu geräuschlos, sieht im Dunkeln extrem gut und hört exzellent.

Vorkommen: Der Waldkauz ist unsere häufigste einheimische Eulenart. Er kommt in ganz Baden-Württemberg nahezu flächig vor. Im Südwesten leben rund 8.000 Brutpaare, vor allem in Misch- und Laubwäldern, auch in städtischen Parkanlagen, Gärten oder auf Friedhöfen mit altem Baumbestand hört man ihn rufen. Er bleibt im Winter hier.

Nahrung: Er ernährt sich von allerlei Kleinsäugern, kleinen Vögeln oder sogar Regenwürmern.

Greifvogel- und Eulen-Patenschaft

Patinnen und Paten erhalten regelmäßig spannende Hintergrundberichte und werden zu einer exklusiven Exkursion eingeladen. Weitere Infos unter: www.NABU-BW.de/Patenschaften

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