| FDP- Politiker Hans-Ulrich Rülke, seit 2006 im Landtag und seit 2025 Landesvorsitzender der FDP Baden-Württemberg, war zu Gast im Studio Talk |
27.11.2025 | Ein wesentlicher Schwerpunkt des Gesprächs war die politische Abgrenzung zu den Rändern des Parteienspektrums. Auf die Frage, ob die FDP auch künftig eine klare Brandmauer zur AfD ziehe, antwortete er ohne jedes Zögern:
„Die AfD ist eine Partei, die […] Rassisten und Radikale duldet. Und solange solche Leute dort an Bord sind, […] schließe ich auch jegliche Zusammenarbeit nach der nächsten Landtagswahl aus.“
Trotz der deutlichen Abgrenzung nach rechts zeigt sich Rülke grundsätzlich offen für Kooperation mit demokratischen Parteien. Seine klare Präferenz liegt jedoch bei einer Regierung mit der CDU. Eine grün geführte Landesregierung will er dagegen vermeiden und würde die Grünen am liebsten in der Opposition sehen.
Warum es die FDP aus seiner Sicht weiterhin braucht
Rülke betonte, dass eine liberale Kraft seiner Ansicht nach unverzichtbar sei – sowohl zur Sicherung individueller und wirtschaftlicher Freiheit als auch im Kampf gegen übermäßige Bürokratie.
Wohlstand und soziale Gerechtigkeit
Zum Thema Umverteilung betonte Rülke, dass jeder funktionierende Staat einen gewissen Ausgleich schaffen müsse. Gleichzeitig machte er deutlich, dass Hilfe und Anspruch klar getrennt werden müssen.
„Man muss aber auch denjenigen sanktionieren, der nicht arbeiten will.“
Eine funktionierende Wirtschaft brauche Menschen, die auch die Chance haben, überdurchschnittlich zu verdienen; radikale Umverteilungsmodelle lehne er daher ab.
Bildungspolitik
In der Bildungspolitik bezieht er ebenfalls klar Stellung. Man brauche vor allem starke Realschulen für die berufliche Bildung, leistungsfähige Gymnasien und Werkrealschulen für praktisch Begabte.
Wir freuen uns über deine Reaktion! Bitte kommentiere sachlich, respektvoll und bleibe beim Thema. Zu unseren Kommentarregeln
Landfunker RegioNews Regioportal für News, Videos & Termine aus Bruchsal, Bretten, Karlsruher Norden