FORST | Mit einem Pressetermin im Rathaus soll am 6. März 2026 der offizielle Startschuss für die neue Photovoltaikanlage auf dem Dach fallen. Gemeinsam mit der BürgerEnergieGenossenschaft Kraichgau eG (BEG Kraichgau) treibt die Gemeinde ihren Ausbau erneuerbarer Energien voran.
Das Rathausdach in Forst ist jetzt ein kleines Kraftwerk. Gemeinsam mit der benachbarten Anlage auf dem Dach der alten Feuerwehr produziert die neue Photovoltaikanlage sauberen Strom direkt vor Ort – für den Eigenbedarf der Verwaltung. Mit einer erwarteten Leistung von 42 kWp wird sie rund 41.500 Kilowattstunden Sonnenstrom pro Jahr erzeugen und soll damit etwa 48 Prozent des jährlichen Stromverbrauchs im Rathaus decken.
Das Projekt geht über ein einzelnes Dach hinaus. Seit Beginn der gemeinsamen Photovoltaik-Offensive der Gemeinde Forst mit der BEG Kraichgau sind fünf der geplanten sieben Anlagen fertiggestellt. Weitere Projekte stehen bereits in den Startlöchern: Das Dach des FC Germania soll in Kürze einspeisebereit sein. Zwei Bauhofdächer werden vor der Modulmontage noch saniert, während für die Fahrzeughalle mit Trapezblecheindeckung und rund 50 kWp Leistung die Planung bereits läuft. Neu hinzugekommen sind außerdem die Dächer des Hebewerkes Ost.
443 Tonnen CO₂ weniger – jedes Jahr
In Summe vermeiden die Photovoltaikanlagen in Forst künftig rund 443 Tonnen CO₂ jährlich. Das entspricht den Emissionen von etwa 2,6 Millionen gefahrenen Pkw-Kilometern eines Mittelklasse-Benziners. Ein messbarer Beitrag zum Klimaschutz – direkt vor der eigenen Haustür.
Besonders ist dabei nicht nur die Technik, sondern das Finanzierungsmodell. Die Anlagen befinden sich in Bürgerhand. Über die BEG Kraichgau können sich Bürgerinnen und Bürger aus der Region finanziell beteiligen. Statt die Projekte ausschließlich über Bankkredite zu stemmen, investiert die Bürgerschaft selbst in den Ausbau der Solarenergie.
Für ihr Darlehen an die Genossenschaft erhalten Anleger 4 Prozent Zinsen pro Jahr – bei einer Laufzeit von zehn Jahren. Damit bietet das Projekt eine verlässliche und planbare Rendite für die Investition und verbindet Klimaschutz mit regionaler Wertschöpfung. Das Beteiligungsangebot für Forst gilt noch bis zum Sommer.
Mit dem symbolischen „Anstecken der Sonne“ ans Stromnetz nimmt das Projekt nun offiziell Fahrt auf. Die Botschaft ist klar: Die Energiewende ist in Forst nicht nur politisches Ziel – sie ist auch ein Gemeinschaftsprojekt.
Weitere Informationen zur Bürgerbeteiligung sind über die BürgerEnergieGenossenschaft Kraichgau eG erhältlich.










