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Haus & Garten | Raus aus dem Chaos – aber wie?

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Icon-Stadtmagazin WILLIOrdnung halten: dem einen fällt es leicht, dem anderen schwer. Im Prinzip geht es dabei um Struktur und diese ist nicht jedem Menschen gleichsam gegeben. Wenn bereits der Gedanke ans Aufräumen für Chaos im Kopf sorgt, dann sollte man sich an ein paar Regeln halten, die helfen das Durcheinander zu entwirren.

Wo starten?

Du solltest dir jeden Raum einzeln vorknöpfen. Am besten startest du in dem Raum, der dir am meisten Unbehagen bereitet, sollte unangekündigter Besuch auftauchen. Der Raum, der direkt an die Eingangstür mündet. Ist dieser Raum ordentlich kannst du dich beruhigt auf alle anderen Räume einlassen.

Wie starten?

Entrümpeln befreit: Fast jeder hat Dinge rumliegen, die etwas von ihm wollen: Repariere mich! Lies mich! Verwende mich mal wieder! Und wenn nicht, dann verkaufe mich oder werfe mich endlich weg! Es sind Dinge, die uns nichts nutzen und es tut uns gut sich von diesen zu trennen. Beginne in deinem ausgewählten Raum damit Schubladen, Schränke und Regale auszumisten.

4-Kisten-Methode

Helfen kann dir hierbei die „Vier-Kisten-Methode“:
Bei allem was dir in die Hände fällt, frage dich, wann du es das letzte Mal gebraucht hast und ob du dafür noch Verwendung hast. Grundsätzlich gilt die Überlegung: alles was du länger als 6 Monate nicht mehr in Gebrauch hattest, kann weg.

In Kiste 1 kommt das, was du aufheben möchtest. Achte auch darauf ob es Sinn macht den Gegenstand in genau diesem Raum aufzubewahren oder ob ein anderer Raum besser geeignet wäre. Beispiel du findest eine Fingernagelschere in der Schublade im Flur. Die Schere ist noch funktionstüchtig, also noch zu gebrauchen, der Flur ist jedoch nicht der richtige Ort dafür, das Bad wäre geeigneter. In diesem Fall legst du die Schere in Kiste 2. Hier kommen all die Sachen, die du noch brauchst, nur nicht in diesen Raum gehören oder von dir noch keinen festen Platz zugeteilt bekommen haben. Hierfür gilt es dann später einen festen Platz zu finden. Wenn nach deinem Frühjahrsputz alles einen festen Platz in deiner Wohnung hat, fällt es dir künftig umso leichter aufzuräumen.

Kiste 3 ist für all das bestimmt, was du nicht mehr brauchst, was aber für andere vielleicht noch einen Wert hat – Dinge also, die du verkaufen oder verschenken kannst. (ebay, Kleiderkreisel, Tafelläden, soziale Einrichtungen). Kiste 4 dient als Abfall. Hier kann alles rein was du nicht mehr brauchst oder defekt ist oder was nicht mehr gefällt.

Wenn du alle Staufächer ausgeräumt hast, kannst du sie gleich auswaschen. Hier findet sich danach Platz für deine Utensilien aus Kiste 1. Wenn du alles einsortiert hast,  schnappst du dir Kiste 2 und verteilst die Utensilien in die Räume in die sie tatsächlich gehören. Kiste 3 stellst du für deine nächste Fahrt bereit um sie direkt an die Tafel zu bringen oder an einen geeigneten Platz um die Gegenstände abzufotografieren und sie auf der passenden Internetplattform zu verkaufen oder zu verschenken. Kiste 4 fliegt in den Müll.

Aufräumtipps

Dauerhaft aufgeräumte Räume. Wie kann man das schaffen. Hier ein paar Tipps wie es besser klappen kann:

Schritt für Schritt
Aufräumen in kleinen Einheiten ist viel einfacher zu bewältigen, als die immer größer werdende Unordnung auf den großen Aufräumtag zu schieben. Auch unser innerer Schweinehund lässt sich zu kleineren Einheiten leichter überreden. Also immer eins nach dem anderen.

Nie mit leeren Händen
Täglich wechseln wir mehrmals die Räume. Nie mit leeren Händen in den nächsten Raum gehen. Jeden Schritt im haus nutzen um etwas an den richtigen Platz zu bringen. Kurz umblicken und das mitnehmen was am falschen Platz steht.

Alles hat seinen Platz
So lautet die ultimative Regel für Ordnung. Wenn Ihnen diese Regel in Fleisch und Blut übergeht, wird Ihnen im „Ordnunghalten” niemand mehr so schnell was vormachen. Und es ist einfacher, als man vielleicht glauben mag. Es ist eine reine Gewohnheitssache. Wenn man sich das einmal angewöhnt hat, ist das Ordnunghalten überhaupt kein Problem mehr.

Fixe Zeiten
Fixe Zeiten am Tag fürs Aufräumaktionen reservieren, z.B. zehn Minuten am Morgen vor der Arbeit oder 10 Minuten vor dem Insbettgehen. In zehn Minuten kann man viel schaffen.  Und zu 10 Minuten kann man auch seinen Schweinehund überreden.

Aufgeräumter Boden
Wenn ein Zimmer unordentlich ist, beginnt man am besten mit dem Fußboden. Ein freier, aufgeräumter Fußboden bringt sofort Ordnung in den Raum, auch wenn sonst noch einiges an Chaos herrscht. Die Shaker – das ist eine amerikanische Religionsgemeinschaft aus dem letzten Jahrhundert – haben den freien Fußboden sogar “eingeführt”. Sie haben einfach jeden Gebrauchsgegenstand an die Wand gehängt. Für alles gab es einen Haken. Besen, Küchengeräte und sogar Stühle kamen an die Wand.

Zu zweit statt alleine
Vielleicht hast du ja einen Mitbewohner oder einen Partner, der dir beim Aufräumen helfen kann. Zu zweit geht es nicht nur schneller, sondern das Aufräumen macht auch mehr Spaß.

Musik nicht vergessen
Aufräumen macht alleine oft wenig Spaß. Wenn du dir aber die passende Musik machst, geht es gleich viel leichter von der Hand. Mach dir also Gute-Laune-Mukke und tobe dich beim Staubwedeln so richtig aus.

Gedankenspiele
Wenn Sie sich mal überhaupt nicht aufs Aufräumen einlassen können, dann stellen Sie sich doch einfach mal folgendes Szenario vor: Besuch kündigt sich überraschend an – was würde man jetzt zuerst erledigen? Was müsste sofort erledigt werden?

Aus RegioMagazin WILLI 4/20

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