Charity mit Herz – Der ‘Bruchsaler Weihnachtsmann‘ lädt ein | Aus dem WILLI

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Seit Anfang Oktober haben sie sich bei ihren lustigerweise „Nordpoltreffen“ genannten Meetings versammelt (da ging es keinen falls unterkühlt zu) und in kürzester Zeit etwas Großartiges auf die Beine gestellt: Die Charityparty „Christmas Garden“ findet dieses Jahr in Neuthard zum ersten Mal statt.

Organisiert wird das Ganze vom als ‘Bruchsaler Weihnachtsmann‘ bekannten Thorsten Münch und seinen sogenannten Elfen, einem Stab an 11 Weihnachtsassistent*innen.

Als Weihnachtsmann hat sich Münch die Aufgabe gestellt, Briefe zu beantworten und in karitativen Einrichtungen den dort Lebenden eine kleine große Freude zu machen. Das bedarf natürlich auch einiges an Geld: Es müssen Briefumschläge und Briefmarken gekauft werden und die Schokomänner und sonstige ‘Gutis‘ wie kleine Spielzeugautos fallen nicht vom Himmel. Deswegen dieses Jahr zum ersten Mal die große Party zugunsten desjenigen, der sonst für andere was Gutes tut.

Um 16 Uhr macht die Partymeile mit voraussichtlich 10 Verkaufsständen und einer Bühne auf, seine Elfe Anastasia liest die selbstgeschriebene Geschichte des Bruchsaler Weihnachtsmannes vor, ein Märchen, basierend auf realen Begebenheiten. Darin wird erklärt, warum er so viele Elfen braucht und was er tut, wenn er vor lauter Keksen im Bauch nicht mehr durch den Schornstein passt. Um 17 Uhr hat der Schneemann Olaf seinen Auftritt, der hoffentlich Temperaturen vorfindet, bei denen er so richtig schön frieren kann. Danach tritt ein Tanzmariechen auf und die Rockergäng „Motorklause“ wird mit ihren Rollern und Motorrädern vorfahren, mitsamt Transporter und Safety-Car.

Um 20 Uhr tritt dann die Newcomergruppe Only Plan aus der Pfalz auf, die das offizielle Bruchsaler-Weihnachtsmann-Lied das erste Mal der Öffentlichkeit zu Ohren geben wird.
„Wenn es 500 aufwärts Besucher gibt, sind wir hoch zufrieden“, meint Münch, „aber schon ein Plus von 10 Euro bedeutet 10 Briefmarken für uns“, schmunzelt er. Sie hätten das noch nie gemacht, von daher fehlten sämtliche Erfahrungswerte. Aber das mache das Ganze auch spannend, und wenn es gut läuft, sind er und seine Elfen gerne zu einer Wiederholungstat bereit, dann gibt es das Ganze nächstes Jahr wieder, nur eben noch größer.

Weihnachtsmann ist er seit 2022. Er konnte aufgrund eines Unfalls nicht mehr arbeiten und suchte seinen neuen Platz in der Gesellschaft. Und da war die Weihnachtsmann-Lücke in Bruchsal noch frei. Den Anfang nahm alles ganz unspektakulär: Über seine Facebookseite und durch Mundpropaganda sprach sich seine Idee „wie ein Lauffeuer“ herum, erzählt Münch. Innerhalb kürzester Zeit erreichte er Menschen, die ihre Weihnachtswünsche an ihn richteten. So entstand aus einer spontanen Idee eine echte Berufung. Er richtete einen Briefkasten im Dieselweg in Buchsal ein. Damals hat er aus dem Stand 150 Brife bekommen und beantwortet. Darin stehen dann Wünsche von Bruchsalern, wie der „dass mein Vater wieder gesund werden soll“. Das kann er natürlich nicht unbedingt erfüllen, aber er kann einer sein, der zuhört, oder vielmehr zuliest, und dann seine Gedanken dazu mitteilt, Mut macht, tröstet, einfach da ist. Auch ihn nimmt das eine oder andere Schicksal mit und verfolgt ihn mitunter in den Schlaf, aber auch er hat jemanden, mit dem er dann darüber sprechen kann und gemeinsam überlegen, wie man auf besonders drastische Briefe antwortet.

„Bei mir werden auch Senioren zu kleinen Kindern“, lacht Münch, er spüre oft die Magie Weihnachtens als Fest der Nächstenliebe sehr nah. Zu der Charity Party sind alle herzlich geladen, alle die Weihnachten lieben und den Weihnachtsmann, seine Elfen und ihre tolle Arbeit unterstützen wollen. Ho, ho, hoo!

Aus RegioMagazin WILLI 11/2025   |   Text: Wolfgang Weissmann

 

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