BRUCHSAL, Juli 2026 | Wissen Sie noch, wie das war? Als man am Thing saß, ein Bertolini-Eis in der Hand, und sich kein Mensch daran störte, dass der Verkehr ringsum vorbeifloss. Erinnern Sie sich an den Schlachthof, als dort tatsächlich noch geschlachtet wurde? Waren Sie beim legendären Seifenkistenrennen an der Steighohle dabei oder haben Sie das Bruchsaler Original „s’Adölfle“ noch selbst erlebt?
Jeder, der in Bruchsal aufgewachsen ist oder die Vor- oder Nachkriegszeit hier erlebt hat, trägt solche Bilder mit sich herum. Manche sind gestochen scharf, andere längst verblasst. Doch sobald das richtige Foto auftaucht oder jemand eine kleine Geschichte erzählt, ist plötzlich alles wieder da. Genau darum geht es beim Erzählcafé, das in Zusammenarbeit mit dem Städtischen Museum und KraichgauTV veranstaltet wird.
Wie viele tausend Erinnerungen schlummern wohl noch in den Köpfen der Bruchsaler? Wie viele Geschichten wurden nie aufgeschrieben, nie erzählt und nie aufgenommen? Ein kleines Stück dieser gemeinsamen Erinnerung möchte das Erzählcafé wieder ans Licht holen. Nicht aus Geschichtsbüchern, sondern aus dem Gedächtnis der Menschen, die das alte Bruchsal selbst erlebt haben.
Was erzählt wird, bleibt. Was niemand erzählt, gerät in Vergessenheit.
Die Sonderausstellung „Ein Bild von einer Stadt“ hat seit Mai viele Besucher begeistert. Die Gemälde und Zeichnungen zeigen nicht nur das Schloss oder Klein-Venedig, sondern auch Straßenzüge, Plätze und Gebäude, die längst verschwunden sind. Viele Besucher blieben vor den Bildern stehen und begannen ganz von selbst zu erzählen.
Eine Bitte an alle, die kommen möchten
Schauen Sie doch vorher einmal in die Fotoschublade oder ins alte Familienalbum. Vielleicht liegt dort ein Bild, das seit Jahrzehnten niemand mehr gesehen hat. Bringen Sie Ihre Fotos mit. Erzählen Sie die Geschichte dazu. Oft ist es genau dieses eine Bild oder diese eine Erinnerung, die auch bei anderen längst Vergessenes wieder lebendig werden lässt.
Die Ausstellung endet am 31. Juli. Damit geht auch eine besondere Gelegenheit zu Ende, Kunst und persönliche Erinnerungen miteinander zu verbinden. Wer noch einmal in das Bruchsal vergangener Jahrzehnte und Jahrhunderte eintauchen möchte, sollte sich diesen Nachmittag nicht entgehen lassen.
ZUR EINSTIMMUNG DER KRAICHGAU-TV-FILMBERICHT ZUR AUSSTELLUNG:












Liebe Monika, danke für deine Nachricht. Wir lesen daraus, dass du gerne dabei wärst, aber wegen der Entfernung nicht kommen kannst. Das ist wirklich schade, aber verständlich. Zum Trost: Wir werden darüber berichten – und dann schalt uns einfach ein!
Viele Grüße nach Heddesheim
Walter Besenfelder
Landfunker.de, WILLI und KraichgauTV
Ich bin 1950 im Bruchsaler Krankenhaus geboren und getauft worden, da die Kinder vor dem Verlassen des Krankenhauses getauft sein sollten.
Bin bis einschließlich 4. Klasse in die Pestalozzischule gegangen und anschließend ins JKG bis zum Abitur.
Kann mich noch an viele alte inhabergeführte Geschäfte erinnern.
Leider im März 2026 nach Heddesheim gezogen.