Alarm am Krankenhaus: Großeinsatz wegen ausgelaufener Batteriesäure

Bruchsal, 18. Juli 2026 | Wegen einer defekten Bleibatterie in einem Batterieraum eines Krankenhausgebäudes wurde am Samstagmittag die Feuerwehr Bruchsal alarmiert. Der Krankenhausbetrieb soll zu keinem Zeitpunkt gefährdet gewesen sein, verletzt wurde niemand.

 

Die Feuerwehr Bruchsal wurde um 11:39 Uhr in die Robert-Koch-Straße gerufen, nachdem in einer technischen Einheit eines Krankenhausgebäudes Batterieflüssigkeit ausgetreten war. Da das genaue Ausmaß der Gefahrenlage zunächst unklar war, rückten die Einsatzkräfte mit einem umfangreichen Aufgebot an. Insgesamt waren rund 40 Feuerwehrangehörige mit zahlreichen Fahrzeugen sowie Spezialkomponenten der Umwelt- und Strahlenschutzgruppe, darunter ein Abrollbehälter Atemschutz, im Einsatz. Ebenfalls vor Ort waren Polizei, Rettungsdienst sowie die Schnelleinsatzgruppe (SEG) Bruchsal.

Defekte Bleibatterie als Ursache festgestellt

Bei der Erkundung unter Atemschutz und mit Chemikalienschutzkleidung stellte sich heraus, dass eine Bleibatterie in einem geschlossenen Batterieraum beschädigt war. Nach Angaben der Einsatzkräfte waren rund acht Kilogramm Blei beziehungsweise Batterieflüssigkeit ausgetreten. Die Batterien dienen der unterbrechungsfreien Stromversorgung und überbrücken im Falle eines Stromausfalls die Energieversorgung.

Das betroffene Gebäude wurde vorsorglich evakuiert. Fünf Personen wurden medizinisch gesichtet, verletzt wurde jedoch niemand. Der reguläre Krankenhausbetrieb konnte während des gesamten Einsatzes uneingeschränkt fortgeführt werden.

Die Einsatzkräfte belüfteten den Batterieraum und nahmen die ausgelaufene Batteriesäure mit Bindemitteln auf. Anschließend wurde die defekte Batterie ausgebaut und die benachbarten Batterien kontrolliert. Nachdem das ausgelaufene Material vollständig beseitigt und der Bereich überprüft worden war, konnte die Einsatzstelle zurückgebaut werden.

Foto: FFW T. Czemmel

Durch das schnelle Eingreifen aller Beteiligten bestand nach Angaben der Feuerwehr zu keiner Zeit eine Gefahr für Patienten, Beschäftigte oder die Bevölkerung. Der Einsatz unter der Leitung des stellvertretenden Feuerwehrkommandanten Andreas Kroll dauerte knapp vier Stunden und konnte gegen 15 Uhr beendet werden.

Im Einsatz waren zahlreiche Fahrzeuge der Abteilungen Bruchsal, Heidelsheim, Obergrombach, Untergrombach und Büchenau sowie Kräfte der Umwelt- und Strahlenschutzgruppe und der Führungsgruppe.

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