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Eine Ärztin erklärt einem Patienten die Situation
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KARLSRUHE | Deutlicher Anstieg des Krankenstandes im ersten Halbjahr 2022

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26.09.2022 | AOK-Fehlzeitenreport für die Stadt und den Landkreis Karlsruhe

Der Gesundheitsbericht der AOK Mittlerer Oberrhein spiegelt die Auswirkungen der Pandemie in der Stadt und im Landkreis Karlsruhe wider: So meldete sich etwa die Hälfte aller beitragspflichtigen Mitglieder einmal oder mehrfach im ersten Halbjahr 2022 krank. Zum Vergleich: Im Jahr 2021 betrug dieser Wert rund 35 Prozent. Mit einem Plus von über 50 Prozent überschritt auch die Gesamtzahl der Krankschreibungen den Vorjahreswert.

„Während wir im ersten Halbjahr 2021 beobachtet haben, dass Beschäftigte durch den Lockdown und Homeoffice-Regelungen seltener, dafür aber länger krank waren, registrieren wir im ersten Halbjahr 2022 einen Rückgang bei der durchschnittlichen Krankheitsdauer, dafür aber deutlich mehr Krankheitsfälle, so dass auch die Gesamtzahl an Fehltagen gestiegen ist“,

fasst Carlo Petruzzi, Koordinator für Betriebliches Gesundheitsmanagement bei der AOK Mittlerer Oberrhein, die gegenläufige Veränderung zusammen. Der Analyse liegen die Daten von insgesamt 66.484 beitragspflichtigen AOK-Mitgliedern in der Stadt Karlsruhe und 76.779 beitragspflichtigen AOK-Mitgliedern im Landkreis Karlsruhe zugrunde.

Rund 30 Prozent mehr Fehltage

„Im ersten Halbjahr 2022 verdoppelten sich die durch Atemwegserkrankungen verursachten Fehltage im Vergleich zum Vorjahr. Außerdem schnellte die Anzahl der coronabedingten Krankmeldungen in die Höhe“,

erklärt Petruzzi den auffällig angestiegenen Krankenstand. In der Stadt Karlsruhe betrug dieser für das erste Halbjahr 2022 6 Prozent, im ersten Halbjahr 2021 lag er noch bei 4,5 Prozent. Der entsprechende Krankenstand im Landkreis Karlsruhe betrug 6,8 Prozent, im Vorjahr 5,2 Prozent. Der Krankenstand beschreibt die Arbeitsunfähigkeitstage im Kalenderjahr. „So bedeutet dies für das erste Halbjahr 2022, dass im Durchschnitt jedes AOK-Mitglied in der Stadt Karlsruhe 10,9 Tage arbeitsunfähig war. Im Landkreis Karlsruhe kamen auf jedes AOK-Mitglied 12,4 Arbeitsunfähigkeitstage“, veranschaulicht Petruzzi.

„Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum stieg die Zahl der Fehltage damit um 33,6 Prozent in der Stadt beziehungsweise 30,5 Prozent im Landkreis Karlsruhe.“

Der erhöhte Krankenstand, der im Februar und März bei 7 bis 8 Prozent gipfelte, ziehe sich durch fast alle Branchen.

Ausgeprägte Erkältungswelle

Der Anteil der Erkrankungen des Atmungssystems, also vor allem Erkältungskrankheiten, lag mit 25,4 Prozent aller Arbeitsunfähigkeitsfälle für die Stadt Karlsruhe und 24,5 Prozent für den Landkreis Karlsruhe an erster Stelle – in beiden Regionen damit nahezu doppelt so hoch wie im Vorjahreszeitraum. Petruzzi rechnet damit, dass der Krankenstand auch für das Gesamtjahr 2022 auf einen Höchstwert klettern wird.

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