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WILLI-Reportage | Heroes of the 80s – Die Band apropos

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Einen erfreulichen Effekt hat die Corona Zwangspause gebracht, die „Kreativen“ haben riesengroße Lust sich endlich wieder dem Publikum zu präsentieren. Überall ist etwas los, die Events überschlagen sich nahezu. Vielleicht aber hatten in den Lockdowns die Leute auch einfach endlich Zeit alte Kontakte wieder zu verstärken. Egal was die Hintergründe sind, Tatsache ist: uns gefällt, dass die „Helden unserer Jugend“ wieder auf der Bühne stehen. Dazu gehört absolut die Band apropos, die in den 1980er Jahren die „Heroes“ der Region waren.

Bernd Köhler, Keyboarder, erinnert sich noch an die frühen Anfänge der 1970er Jahre. Als Schülerband „Harvest“ spielte er mit seinen Freunden auf Schulbällen und Jugendveranstaltungen der Pfarreien (sowas gab’s mal…), wo mangels anderer Veranstaltungen für Jugendliche, gefeiert wurde. Das Repertoire bestand aus aktuellen Rocksongs, die man damals als Schallplatte im Plattenladen gekauft hat. Die Jungs waren teilweise auf der gleichen Schule, teilweise kannten sie sich privat und haben sich halt irgendwie fürs Musikmachen zusammengefunden.

Erste Frage bei solchen Band Interviews ist immer: Wie kam es zu dem Namen apropos? Und die Antwort ist immer und überall dieselbe: eigentlich durch Zufall.

Man sitzt zusammen, kratzt sich am Kopf, sucht kreativ nach einem Bandnamen, einer sagt aus dem Zusammenhang plötzlich „apropos, mir fällt grade noch ein, dass wir….“ und dann gucken sich alle an und fragen „warum eigentlich nicht apropos…“

Apropos damals und heute

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Die „legendären“ Schulbälle in der Turnhalle der Albert-Schweitzer Realschule oder auch des Schönborn Gymnasiums, die Rockfasching Events der KSJ im Saal der Hofpfarrei, der Schwimmbadclub in Heidelberg, natürlich die Rockfabrik, das Haus der Begegnung und die Sporthalle in Bruchsal waren immer voll, wenn die fünf Jungs spielten. Ein großes Highlight der Bandgeschichte war sicherlich der Bandwettbewerb des SDR 3 (heute SWR) mit Matthias Holtmann und 160 Bands – Teilnahmevoraussetzung war eigene Musik zu spielen– bei dem apropos den 2. Platz belegte. „Wir haben davon sogar noch einen Radiomitschnitt“, erzählt Bernd Köhler sichtlich stolz.

… auch wenn es manchmal knackt …

Die Zeit war toll aber leider konnte sie niemand anhalten. Als der Drummer Claus Wollenweber aus beruflichen Gründen aussteigen musste, haben sich apropos noch einmal umorientiert und in Karlsdorf ein Tonstudio eingerichtet. Dort haben sie bis 1989 eigene Titel aufgenommen aber auch für eine Reihe anderer Bands Aufnahmen gemacht.

Während dieser Zeit haben Bernd, Volker, Helmut und Jockel dann auch in unterschiedlichen Formationen weiterhin live gespielt, aber insgesamt eher seltener. 1989 war dann die aktive Zeit endgültig vorbei. „Ein Teil von uns zog aus beruflichen oder privaten Gründen aus Bruchsal weg. Unseren Sänger Jockel führte der Weg sogar ans andere Ende der Welt – nach Tasmanien“, erzählt Bernd Köhler weiter.

„Urlaubreisen von Jockel in die Heimat motivierten uns ab 2015 wieder, zusammen Musik zu machen. 2017 und 2018 hatten wir zwei sehr erfolgreiche Revivals im Spargelzelt Böser.

Das hat sich nach mehr als 25 Jahren angefühlt, als hätten wir jetzt halt zwar ein paar Monate nicht geprobt – aber die Songs haben schnell wieder „funktioniert“ und die Spielfreude war einfach klasse.

Zusammen mit dem begeisterten Publikum stellten wir fest, dass das Feeling der 80er wieder da war, als wäre es gestern gewesen. Obwohl natürlich inzwischen der ein oder andere Knochen beim Auf- und Abbauen mal knackte.“

Live in der Fabrik am 22. Juli

Was werden apropos am 22. Juli in der Fabrik zum Besten geben? Die Hits von früher oder auch Neues? „Das mit dem Neuen ist bei verstreut lebenden Bandmitgliedern eine schwierige Angelegenheit, an die wir uns nicht gewagt haben“, gibt Bernd Köhler offen zu.

„Also lassen wir einfach die alten Zeiten wieder auferstehen – aber so richtig. Wir spielen einige unserer bekanntesten eigenen Stücke wie z.B. „Big Mother“, „Nature’s end“; den Rest ergänzen wir durch Rockklassiker der 70er und 80er von Toto, Manfred Mann, Saga, Deep Purple, Kansas und anderen. Dabei werden wir je nach Titel von ein paar Musikerfreunden unterstützt“, verrät Bernd Köhler die Set List.

Musikmachen ist halt für Musiker eine Art Lebenselixier

Wie lange sie denn noch Lust auf Musik haben würden, war die Abschlussfrage – die Antwort kam sofort: „Solange es Leute gibt, die uns hören wollen UND unser Jockel nach Deutschland kommt, wird es weitere Revivals geben. Alle apropos Mitglieder spielen inzwischen wieder in anderen Bands, sodass wir in Übung bleiben. Musikmachen ist halt für Musiker eine Art Lebenselixier. Insofern spielen wir jetzt mal das Revival Nr. 3 und setzen weiterhin auf die Deutschland-Sehnsucht unseres Sängers.

Wir freuen uns riesig, unser Revival dieses Mal in der „alt ehrwürdigen“ Rockfabrik zu spielen und auf unser Publikum. Wir werden alles geben, dass dieser besondere Abend in dieser besonderen Zeit Musikern, Freunden und Publikum lange im Gedächtnis bleiben wird – verbunden mit dem ausgeprägten „Feeling like in the eighties“, auch wenn es mal ein wenig knackt….

apropos, das sind Sänger Joachim („Jockel“) Meny, Gitarrist Volker Hillenbrand, Keyboarder Bernd („Bernie“) Köhler, Bassist Helmut Reichelt, Drummer Claus Wollenweber (bis 1983 Andy Sohns) und Yvonne („die bezaubernde Yvonne“) Göritz mit der Querflöte für ausgewählte Songs. Bis auf Yvonne, die nicht mehr aktiv Musik macht, sind alle dabei.

LIVE IN DER FABRIK
Datum: Fr. 22.7.2022
Beginn: 21 Uhr / Einlass: 19.30 Uhr
VVK: 12 € bei Buchhandlung Braunbarth Bruchsal / Jeans-Lager Heidelsheim / Globus Waghäusel / TUI Reisecenter Bretten oder über eventim.

Text: Andrea Bacher-Schäfer
Bilder: apropos

Aus RegioMagazin WILLI 07/2022

 

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