Wie 2.400 Kilo Östringer Stadtwaldeicheln neue Wälder schaffen



– Revierleiter Jochen Kaiser organisiert die Ernte von 700.000 Eicheln im Stadtwald Östringen.
– Das hochwertige Saatgut geht an Baumschulen und hilft bei der Aufforstung.
– Kaiser: „Der Bedarf an hochwertigem Saatgut ist enorm – aber die Verfügbarkeit bleibt begrenzt.“


Östringen, 30.11.2024 | Im Stadtwald Östringen gingen rund 700.000 Eicheln auf die Reise, organisiert von Revierleiter Jochen Kaiser. Die gesammelten Früchte sollen deutschlandweit zur Aufforstung beitragen. „Der Bedarf an hochwertigem Saatgut ist enorm – aber die Verfügbarkeit bleibt begrenzt“, erklärte Kaiser. Nachhaltigkeit und Klimastabilität stehen dabei im Mittelpunkt der Aktion.

Revierleiter Jochen Kaiser ist das Herzstück der Eichelernte im Östringer Stadtwald. Mit einem eingespielten Team wurden 2.400 Kilo Eicheln gewonnen. „Die Herausforderung liegt darin, die Früchte zeitnah zu nutzen, da Eicheln nur begrenzt lagerfähig sind“, so Kaiser.

Wie die Eicheln zu neuen Wäldern werden

Das Saatgut wird direkt an Baumschulen geliefert, wo es sofort ausgesät wird. Schon nach wenigen Jahren entstehen daraus junge Eichen, die in den Wald gepflanzt werden. Kaisers Einsatz zeigt, wie Forstwirtschaft zur Nachhaltigkeit beitragen kann.

Östringen setzt auch auf Naturverjüngung

Neben der gezielten Ernte fördern die Forstleute die natürliche Regeneration des Waldes. Vor allem die Traubeneiche, die als besonders klimastabil gilt, hat dabei hohe Priorität. „Mit der Kombination aus Naturverjüngung und gezielter Saatgutnutzung sichern wir die Zukunft des Waldes“, betonte Kaiser.

Auch Wildschweine profitieren vom Eichelboom

Die Eichelernte hat nicht nur für die Forstwirtschaft eine Bedeutung, sondern auch für das Ökosystem. Revierleiter Jochen Kaiser bemerkte augenzwinkernd: „Auch die Wildschweine genießen den Eichel-Boom und lassen sich bis zum Frühjahr fast ausschließlich von den nahrhaften Früchten ernähren.“ Das üppige Futterangebot mache die Schwarzkittel allerdings weniger leicht anlockbar, was die Jagd erschwere. In Mastjahren wie diesem zieht es die Tiere seltener zu den Kirrungen der Jäger – ein Vorteil für die Wildschweine, aber eine Herausforderung für die Jagdberechtigten.

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