Die Story. Die App. Der Landkreis. Und ein Startschuss der Leben rettet


LANDKREIS KARLSRUHE, 20.11.2025 | Rund 54.000 Menschen erleiden in Deutschland jährlich einen Herz- Kreislaufstillstand. Nur wenn mit der Wiederbelebung innerhalb von 3-5 Minuten begonnen wird und eine lebensrettende Defibrillation noch vor Eintreffen des Rettungsdienstes erfolgt haben die Betroffenen die Chance auf ein gutes Überleben.

In aller Kürze


• Größtes Ersthelfer-App-System wächst
• Karlsruhe und Landkreis jetzt angebunden
• Registrierung per App möglich

.

Seit 2021 berichten wir von KraichgauTV schon über diese App, diese ist in der Region Heilbronn schon sehr erfolgreich im Einsatz. Der Gemeinderat der Stadt Karlsruhe hatte schon seit längerem beschlossen, dass sie dieses System einführen möchten, dies ist unter anderem bisher daran gescheitert, dass der Kreistag des Landkreises Karlsruhe sich aus finanziellen Gründen dagegen entschieden hat.

Die Krankenkassen dürfen hier nicht mit Geld unterstützen, hier ist die Bundes- und Landespolitik noch gefragt, entsprechende gesetzliche Voraussetzungen zu schaffen. Qualifizierte Ersthelfer zu alarmieren ist eigentlich eine Aufgabe, die wie die Alarmierung des Rettungsdienstes, in die Kompetenz der Leitstellen fällt. Mit Hilfe von Spendenmitteln schließt der Verein Region der Lebensretter am 19.11.2025 auch die Stadt Karlsruhe und den Landkreis Karlsruhe seinem App-basierten Ersthelfersystem an, welches den Beginn der Wiederbelebung durch qualifizierte Ersthelfer in der Regel nach weniger als 4 Minuten realisiert.

Der Verein Region der Lebensretter e.V. wurde 2017 in Freiburg gegründet. Nach einem Pilotprojekt (2018-2020) wurde das System nach und nach in mittlerweile 25 der 34 integrierten Leitstellen angebunden. Bundesweit ist Region der Lebensretter das größte App-basierte Ersthelfersystem mit 85 angeschlossenen Landkreisen und kreisfreien Städten in 7 Bundesländern. Insgesamt sind im System (Stand 30.10.2025) 40.444 Ersthelfende registriert, die im Notfall standortbasiert über die Kreis- und Landesgrenzen in allen bereits angebundenen Regionen alarmiert werden können. In Baden-Württemberg sind 17.975 Helfer registriert

Dr. Nicolai Thomas, Vorstandsmitglied des DRK Kreisverbands Karlsruhe, aktiver Notarzt und 1. Vorsitzender des DRK Münzesheim, hält das System für eine sinnvolle Ergänzung der bestehenden Strukturen: „Wir haben eine große Anzahl an qualifizierten haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden in den Hilfsorganisationen und Feuerwehren, die mit diesem System nicht nur in der Region ihres jeweiligen Verbandes, sondern in fast ganz Baden-Württemberg alarmiert werden können, wenn in der Nachbarschaft ein Mensch wiederbelebt werden muss. Die Ersthelfer-Apps, wie Region der Lebensretter, sind kein Ersatz und schon gar keine Konkurrenz zu den bestehenden und gut etablierten Notfallhilfe/ First Responder- Systemen, sondern vielmehr ein weiteres zusätzliches und noch schnelleres Glied in der Rettungskette eines Herzkreislaufstillstandes.“

Die Inbetriebnahme fand nun in der Integrierten Leitstelle Karlsruhe statt, es sind auch schon über 400 Helferinnen und Helfer registriert. Damit ist die Region Karlsruhe wieder ein wenig sicherer geworden.

Über die Lebensretter-App können sich Menschen registrieren, die mindestens 18 Jahre alt sind und eine präklinische Qualifikation mit fortlaufender Rezertifizierung in den Basismaßnahmen der Wiederbelebung (z.B. Sanitätshelfer oder höherwertig) vorweisen, zudem Mitarbeitende aus Gesundheitsberufen und Kliniken mit klinischen Qualifikationen mit fortlaufender Rezertifizierung in der Wiederbelebung (z.B. Gesundheits- und Krankenpfleger) und Berufsgruppen ohne notfallmedizinische Fachqualifikation, die zusätzlich die

Grundqualifikation in der Wiederbelebung erworben haben und mindestens jährlich auffrischen, darunter Feuerwehr, Polizei, THW, Bundeswehr.

Wer sich registrieren möchte, lädt sich die App „Region der Lebensretter 3.0“ aus dem App- oder Play-Store

herunter und füllt das Registrierungsformular mit einem Nachweis der Qualifikation aus. Weitere Informationen

unter: https://regionderlebensretter.de/qr-code.

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