Revolution in der Wasseraufbereitung? Bruchsaler Technologie geht um die Welt

Bruchsal, 12. Februar 2026 | Sauberes Trinkwasser gilt in Deutschland als selbstverständlich. Doch was, wenn die größten Risiken mit bloßem Auge gar nicht sichtbar sind? Im KraichgauTV-Studio spricht Moderator Ulrich Konrad mit dem Bruchsaler Biochemiker Fähzan Ahmad über Mikro- und Nanoplastik und über sein Startup Klar2O, das weltweit für Aufmerksamkeit sorgt.

Ahmad, 30 Jahre alt und in Bruchsal aufgewachsen, beschäftigt sich seit Jahren mit schädlichen Stoffen, die in unserem Wasser kaum wahrnehmbar sind. Dazu zählen Mikro- und Nanoplastik sowie sogenannte Ewigkeitschemikalien. Für ihn ist klar: „Wasser ist ein Lebensbaustein des Menschen, das muss sauber sein.“

Im Gespräch stellt er eine provokante Frage: Wie kann es sein, dass sich Kunststoffe und Industrieprozesse rasant weiterentwickeln, während viele Wasserfiltersysteme technisch auf einem älteren Stand bleiben?

Besonders eindrücklich: Sein Team hat diverse Wasserproben untersucht – von Regen- und Brunnenwasser bis hin zu Wasser aus Glas- und Plastikflaschen. Das Ergebnis war immer gleich: In jeder einzelnen Probe fanden sich Plastikpartikel. „Wir wissen: Nanoplastik ist in unserem Körper.“ Und doch geht es Ahmad nicht um Panikmache, sondern um Lösungen.

Genau an einer solchen Lösung arbeitet sein Team seit Jahren. Statt immer feinere Porenfilter zu entwickeln, verfolgen sie einen völlig anderen Ansatz: eine intelligente Oberfläche, die wie Milliarden kleinster Greifarme funktioniert und Partikel aktiv bindet. Diese Technologie sitzt auf winzigen, beschichteten Glaskügelchen aus Siliciumdioxid. Ahmad sagt selbstbewusst: „Wir filtern alles raus, was klein ist und schädlich für den Körper sein könnte.“

Was als Uni-Hobby begann, ist heute ein patentiertes Startup mit globalem Anspruch. Produziert wird im TRIWO Technopark Bruchsal, vorgestellt wurde die Technologie bereits in den USA, Japan, Singapur und Südkorea. „Wir sind die Einzigen, die Nanoplastik weltweit so fein filtern können“, sagt Ahmad stolz.

Im Interview spricht er außerdem über Rückschläge, Patente, Investoren und darüber, warum der Weg vom Forschungslabor zum marktfähigen Produkt „wie eine Achterbahnfahrt“ ist. Und er beantwortet die Frage, die viele beschäftigt: Können wir weiterhin beruhigt Wasser trinken?

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