Künstlerin Anita Medjed-Stumm lässt sich im Paradies inspirieren
Für die Künstlerin Anita Medjed-Stumm, ist ihr Garten ein Stück Paradies. Wie in einem südlichen Urlaubsland fühlen sich die Familie, die Freunde und Gäste hinter dem Wohnhaus in der Bolandenstraße in Wiesental. Wie viele verschiedene Pflanzen ihren Platz auf den rund 600 Quadratmetern gefunden haben, weiß sie selbst nicht so genau. „Das ist ein ständiger Wechsel.“ Auch prächtig blühende tropische Pflanzen – und dazu noch anderes Beiwerk – sorgen für ein märchenhaftes Ambiente, das seinesgleichen sucht. Und alles wächst und gedeiht ohne Spitzmittel, ohne Gift. Alles steht im Einklang mit der Natur. Zu bewundern ist kein unnatürlich wirkender Rasen, dafür eine bunte Wiese.
Zu den auffälligen Besonderheiten gehören ein riesiger Feigenbaum, eine Bananenstaute, ein Kakibäumchen. Auch kann die Besitzerin wohlschmeckende Passionsfrüchte, also leckere Maracujas, ernten und genießen. Zum Obstsortiment kommen gut zehn verschiedene heimische Obst-bäume, etwa Sauerkirschen und Pfirsiche. In der Mitte wächst ein Bambusstrauch, an der Pergola klettern zwei Sorten Wein-trauben hoch, aus einer wohl 100 Jahre alten Brühmulde schauen neugierig bunte Blumen.
6 Hühner gackern vergnügt im Garten.
Großen Wert legt die Hobbygärtnerin und Vorsitzende des neugeründeten Vereins „Kulturfreude“ auf einen ebenso reichhaltigen Gemüsegarten, der alles Mögliche bietet. Um die Wette gackern sechs Hühner, im Freien ebenso wie im sehenswerten Hühnerstall: Marke Eigenbau. Die Hauskatze verträgt sich mit den vielen zwitschernden Vögeln.
Für die Kinder und Freunde steht ein aus bunten Teilen zusammengesetztes Kinderhaus zur Verfügung, auch ein Spielhaus, ein Trampolin und eine Schaukel. Eine Steinbank verschönert den mit Lampions geschmückten Garten, auch die antiken Holzbänke lenken die Blicke auf sich. Wer will, kann sich in einer Hängematte ausruhen. Für eine Abrundung der Gemütlichkeit sorgen eine Außenküche und ein Holzgrill.
Der Ziergarten ist zweifelsohne ausstellungsreif. An verschiedenen Stellen liegen bemalte Steine. Zu den vielen Accessoires auf Wiesentaler Terrain zählt auch die afrikanische Holzgiraffe im Hintergrund. Offenkundig wird bei einer Besichtigung, dass hier eine gelungene Kombination von Zier- und Nutzgarten anzutreffen ist. Und alles ist selbst angelegt, wird eigenhändig gepflegt. In dem Paradieschen werden Pflanzen aufgrund gestalterischer und ästhetischer Aspekte in unterschiedlichen Kombinationen verwendet. Neben der Funktion als Stätte der Erholung und Entspannung dient der Garten der Repräsentation und der künstlerischen Selbstverwirklichung.
Wen wundert‘s, dass die Künstlerin, und überzeugte Friedensaktivistin immer wieder ihre Staffeleien in den schönen Garten stellt und sich inmitten der Natur für ihre Kunstwerke inspirieren lässt.
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