Karlsruhe, 23. April 2026 | Im Rahmen der Seniorenaktionswoche informiert die Polizei über Betrugs- und Diebstahlsdelikte an der Haustür.
Das Referat Prävention des Polizeipräsidiums Karlsruhe weist darauf hin, dass Kriminelle gezielt versuchen, sich unter falschen Vorwänden Zutritt zu Wohnungen zu verschaffen. Besonders ältere Menschen stehen dabei im Fokus der Täter.
Die Methoden sind vielfältig: Häufig geben sich Betrüger als Polizisten, Behördenmitarbeiter oder Handwerker aus. Mit gefälschten Ausweisen täuschen sie eine offizielle Funktion vor, um Vertrauen zu gewinnen.
In anderen Fällen wird eine Notlage vorgetäuscht, etwa durch die Bitte um Hilfe oder den Hinweis auf angebliche Schäden im Haus. Auch sogenannte Haustürgeschäfte gehören zu den gängigen Maschen, bei denen Betroffene zu schnellen Vertragsabschlüssen gedrängt werden.
Kriminelle nutzen gezielt Hilfsbereitschaft und Unsicherheit ihrer Opfer aus
Die Polizei empfiehlt daher, besonders aufmerksam zu sein und einige grundlegende Verhaltensregeln konsequent einzuhalten: Öffnen Sie die Haustür grundsätzlich nur mit vorgelegtem Sperrbügel oder sprechen Sie zunächst durch die geschlossene Tür beziehungsweise durch ein Fenster. Nutzen Sie, wenn vorhanden, Türspione, um sich ein genaues Bild von der Person vor der Tür zu machen.
Lassen Sie keine unbekannten Personen in Ihre Wohnung – auch dann nicht, wenn diese sich als Amtspersonen, Handwerker oder Mitarbeiter von Versorgungsunternehmen ausgeben. Verlangen Sie in jedem Fall einen Dienstausweis und prüfen Sie diesen sorgfältig. Bei Zweifeln sollten Sie die angegebene Behörde oder Firma selbst kontaktieren – nutzen Sie dabei niemals eine vom Besucher genannte Telefonnummer, sondern recherchieren Sie diese eigenständig.
Seien Sie besonders vorsichtig bei spontanen Anliegen an der Haustür, etwa wenn um ein Glas Wasser, die Nutzung der Toilette oder Hilfe in einer angeblichen Notsituation gebeten wird. Häufig dient dies nur dazu, Sie abzulenken und einer weiteren Person unbemerkt Zugang zur Wohnung zu verschaffen.
Auch bei vermeintlichen Vertragsangeboten gilt: Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Unterschreiben Sie nichts vorschnell und nehmen Sie sich Zeit, Angebote in Ruhe zu prüfen. Ziehen Sie im Zweifel vertraute Personen hinzu. Leisten Sie keine Barzahlungen an der Haustür und verzichten Sie auf Vorauszahlungen.
Sollten Sie sich unsicher fühlen oder ein ungutes Bauchgefühl haben, schließen Sie die Tür und verständigen Sie im Zweifel umgehend die Polizei über die Notrufnummer 110. Zögern Sie nicht, laut um Hilfe zu rufen, wenn Ihnen eine Situation verdächtig erscheint.
Zudem empfiehlt die Polizei, sich mit Nachbarn abzusprechen und gegenseitig auf unbekannte Besucher zu achten. Auch Angehörige sollten regelmäßig über aktuelle Betrugsmaschen informieren und im Alltag unterstützen, um insbesondere ältere Menschen besser zu schützen.
Im Bereich Haustürgeschäfte steht Ihnen ebenso Ihre
örtliche Verbraucherzentrale unter www.verbraucherzentrale.de zur Verfügung.
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