Waghäusel, 20. April 2026 | Bei einem ornithologischen Rundgang durch die Wagbachniederung wurden zahlreiche, teils seltene Vogelarten beobachtet.
Bei strahlendem Frühlingswetter wurde die Wagbachniederung einmal mehr zum Treffpunkt für Naturfreunde und Fachleute. Rund 35 Teilnehmende folgten der Einladung zu einem ornithologischen Rundgang, der neben fachlichem Austausch auch dem Gedenken an den 2024 verstorbenen Naturschützer Ulrich Mahler gewidmet war.
Organisiert wurde die Veranstaltung von Dr. Antje Gillich, Leiterin des Museums in der Eremitage Waghäusel. Bereits im vergangenen Jahr hatte ein ähnliches Format großen Zuspruch erfahren – ein Trend, der sich nun fortsetzte.
Die Wagbachniederung zeigt sich im Frühjahr als Hotspot der Artenvielfalt.
Zu Beginn informierte Daniel Raddatz vom Regierungspräsidium über aktuelle Entwicklungen im Naturschutzgebiet. Themen waren unter anderem geplante Maßnahmen wie die Beweidung mit Wasserbüffeln sowie technische Lösungen zur Wasserregulierung. Auch ein Blick in die Geschichte des Gebiets – einschließlich früher Herausforderungen im Naturschutz – gehörte zum Auftakt.
Im Anschluss ging es hinaus ins Gelände: Ausgerüstet mit Ferngläsern und Spektiven beobachteten die Teilnehmenden zahlreiche Vogelarten. Neben häufigeren Arten wie Lachmöwen, Kiebitzen und Rohrweihen konnten auch seltenere Tiere gesichtet werden – darunter Purpurreiher beim Nestbau und Blaukehlchen in den Schilfzonen.
Ergänzt wurde die Beobachtungsliste durch verschiedene Entenarten sowie Watvögel wie Bekassinen, Kampfläufer und Grünschenkel.
Seltene Arten lassen sich nur dort beobachten, wo Lebensräume intakt bleiben.
Die Wagbachniederung gilt seit Jahren als bedeutendes Rückzugsgebiet für zahlreiche Vogelarten. Voraussetzung für ihren Erhalt bleibt ein respektvoller Umgang mit der Natur – insbesondere das Einhalten der Wege durch Besucherinnen und Besucher.
Die aktuellen Bestände vieler Arten zeigen sich stabil. Gleichzeitig bleibt der Austausch zwischen Fachbehörden, Expertinnen und Experten sowie interessierten Bürgerinnen und Bürgern ein wichtiger Bestandteil des Naturschutzes.
Weitere Informationen bietet das Museum in der Eremitage Waghäusel, das regelmäßig geöffnet ist und auch Führungen in das Naturschutzgebiet organisiert.
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