Offensichtlich wollten die Bruchsaler Stadtwerke ihren potenziellen Badegästen in diesen unruhigen, unsicheren Zeiten auch dieses Jahr wieder eine Gewissheit bieten: Egal was kommt, wir sagen vorab nichts genaues und lassen die Freibäder, ob beheizt oder unbeheizt, wie es inzwischen schon gute Tradition geworden ist, erst einmal geschlossen!
Noch am 15. Mai hieß es auf der Webseite lapidar: „Wir sind in der Winterpause“. Nun hat man sich in Bruchsal durchgerungen, das beheizte Bruchsaler Bad am 21. Mai, die Bäder in den Stadtteilen Heidelsheim und Obergrombach, die auch unter aufopferungsvoller Arbeit von Fördervereinen liebevoll gestaltet sind, fünf Tage vor Monatsende zu öffnen!
Wobei nicht unterschlagen werden soll, dass in Mitteilungsblättern Anfang Mai eifrig verlautbart wurde, das Bäder-Team freue sich schon jetzt auf die Eröffnung der Badesaison, die man für Mitte bis Ende Mai plane. Bedingung sei insbesondere „vertretbare Wasser- und Außentemperaturen sowie stabile Wetterverhältnisse.“
Wie das Wetter Mitte Mai tatsächlich war? Wir alle wissen es: Sonnig und warm – beste Voraussetzungen also zur Bädereröffnung!
Die Kundschaft war mehr als gewillt, sich zu sonnen oder ins frische Nass zu stürzen. Am Bruchsaler Freibad standen daher am Wochenende nicht wenige Familien vor verschlossenen Türen. Wahrscheinlich wird man seitens der Stadtwerke entgegnen: Die hätten sich ja informieren können!
Will man in Bruchsal durch die späte Öffnung Geld bzw. Personal einsparen (in Erwartung spärlicher Besucherzahlen) und hat nicht den Mut, offen zu sagen, dass man von vorn herein nie mit Mitte Mai als Öffnungstage plante? Das wäre eine besondere Form, sich ein Alleinstellungsmerkmal als „Spätöffner“ im Landkreis zu schaffen? De facto ist man regelmäßig Letzter!
Apropos Alleinstellungsmerkmal: Einige Bäder, wie in Östringen, bieten in der ersten Öffnungswoche sogar verbilligte Saisonkarten an!
So will man Gäste offensichtlich locken! Bruchsal hingegen marschiert stramm in eine andere Richtung. Obgleich schon 2021 von vielen Bürgern aufs heftigste kritisiert, hält man auch dieses Jahr an einem ganz speziellen Familientarif für Saisonkarten fest: Kommen Eltern mit mehr als zwei Kindern im Alter von 6 bis 16 Jahren, so ist gefälligst extra zu zahlen. Familienangehörige zwischen 17 und 18 Jahren zahlen sowieso den Erwachsenentarif obendrauf. Alternativ können natürlich einige der Kinder gerne zuhause bleiben. Nur ein Elternteil, dafür dann ein Kind mehr, geht mit der Saisonkarte ebenso wenig. Für die Tageskarte ist letzteres kurioserweise aber möglich.
Wenigstens stand es bis Mitte Mai so im Gebührenordnungsdschungel, an dem man scheinbar fleißig weiter bastelt. Wie eine derartig familienfeindliche Preisgestaltung gerechtfertigt wird? Eher schmallippig heißt es wiederholt, man müsse die Kostenkontrolle über die Bäderbetriebe behalten.
Minimale Einsparungen auf dem Rücken kinderreicher Familien? Welch ein Armutszeugnis für die städtischen Entscheider und die Chefin des Aufsichtsrats der Stadtwerke, Oberbürgermeisterin Cornelia Petzold-Schick, die doch bei jeder Gelegenheit betont, wie familienfreundlich Bruchsal sei …
Hubert Hieke
Übrigens überlegt der Obergrombacher Förderverein, die Differenz der Familientarife bei den Saisonkarten ggf. aus der Vereinskasse zu begleichen. Chapeau!
PHILIPPSBURG | Einst Residenzstadt, später mächtige Festung und schließlich Schauplatz eines verheerenden Bombardements: Philippsburg blickt auf eine Geschichte zurück, von der im heutigen Stadtbild...
48 Stunden, 537 Runden und rund 215 Kilometer: Mit seinem außergewöhnlichen Dauerlauf auf der Tartanbahn der Bereitschaftspolizei Bruchsal hat Harun Oktay nicht nur seine...
5,5 Prozent bei der Landtagswahl – für die SPD Baden-Württemberg beginnt eine neue Phase. Jan-Peter Röderer übernimmt dabei als Generalsekretär eine zentrale Rolle.
10.09.2026 |...
UBSTADT-WEIHER | Sommer, Sonne, ab ins Wasser. Für Tausende Menschen in der Region gehört das ganz selbstverständlich dazu. Fast ebenso selbstverständlich nehmen wir hin,...
31.285 Meter über dem Meeresspiegel, minus 52 Grad Celsius und eine kleine Box voller Technik: Was ein wenig nach Science-Fiction klingt, ist in Huttenheim...
Bruchsal, August 2026 | In dieser Gesprächsrunde begrüßt Moderator Ulrich Konrad die beiden Experten Jürgen Bordt (Kreisbrandmeister) und Jonas Lenardt (Hegering Ubstadt). Angesichts extremer...
Was machen eigentlich die Nachbarn
auf der anderen Rheinseite?
GERMERSHEIM | Ein anderer Landkreis, ein anderes Bundesland – und dazwischen der Rhein. Klingt nach großer...
BRUCHSAL, 11. SEPTEMBER 2026 | Nach einem Einbruch in ein Gebäude in der Eisenbahnstraße ist eine unbekannte Substanz untersucht worden. Das vorläufige Ergebnis: Es...
Der OWK und die Melkkiwwlreider laden am 13.9.2026 zum 10. Mal zur Weinwanderung an den Altenberg nach Heidelsheim. An insgesamt 5 Stationen wird ein abwechslungreiches Angebot an Getränken und Speisen geboten. Die etwa 1,5 km lange Strecke dürfte weder Jung noch Alt überfordern. Beschilderungbeginn ist die Stadtbahn Haltestelle Heidelsheim Nord. Von dort aus führt […]