Bretten, 31. März 2026 | An der Rechbergklinik ist eine neue zentrale Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte in Betrieb gegangen, die künftig mehrere Klinikstandorte versorgt.
Ein unsichtbarer, aber entscheidender Bereich der modernen Medizin hat in Bretten ein neues Zentrum erhalten: Mit der Inbetriebnahme der hochmodernen Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte (AEMP) an der RKH Rechbergklinik wird die Grundlage für sichere Operationen und Behandlungen weiter gestärkt.
In der neuen Einheit werden chirurgische Instrumente, Endoskope und weitere Medizinprodukte nach strengsten Vorgaben gereinigt, geprüft und sterilisiert. Erst danach können sie wieder bei Patientinnen und Patienten eingesetzt werden – ein Prozess, der höchste Präzision und absolute Hygiene erfordert.
Die AEMP ist das technische Herzstück für sichere medizinische Eingriffe.
Mit einem Investitionsvolumen von knapp 30 Millionen Euro setzen die RKH Kliniken des Landkreises Karlsruhe gemeinsam mit Partnern aus dem Enzkreis ein deutliches Zeichen für die Zukunft der Gesundheitsversorgung. Die neue Anlage versorgt nicht nur die Klinik in Bretten, sondern auch weitere Standorte im Verbund – darunter die Fürst-Stirum-Klinik Bruchsal sowie Einrichtungen der Enzkreiskliniken.
Landrat Dr. Christoph Schnaudigel betonte bei der Einweihung die Bedeutung der Zusammenarbeit über Landkreisgrenzen hinweg. Ziel sei es, Kompetenzen zu bündeln und Synergien zu nutzen – im Interesse der Patientinnen und Patienten, für die Verwaltungsgrenzen im Alltag keine Rolle spielten.
Die neue AEMP entstand in einem rund 1.375 Quadratmeter großen Neubau am Klinikstandort. Das Land Baden-Württemberg unterstützt das Projekt im Rahmen des Krankenhausbauprogramms. Staatssekretärin Dr. Ute Leidig hob hervor, dass Kooperation und gemeinsame Verantwortung zentrale Faktoren für eine leistungsfähige Gesundheitsversorgung seien.
Technisch setzt die Anlage neue Maßstäbe: Der gesamte Aufbereitungsprozess wird digital gesteuert, klare räumliche Trennungen zwischen reinen und unreinen Bereichen sorgen für maximale Hygiene. Ergänzt wird die Infrastruktur durch moderne Arbeitsplätze für speziell geschultes Fachpersonal.
Dr. Marc Nickel, Gruppengeschäftsführer der RKH Gesundheit, bezeichnete die neue Einheit als „Herzkammer“ für sichere Eingriffe im gesamten Klinikverbund. Auch Geschäftsführer Roland Walther unterstrich die zentrale Rolle der AEMP für die zukünftige medizinische Versorgung.
Für die Stadt Bretten bedeutet die Investition zugleich eine Stärkung des Klinikstandorts. Oberbürgermeister Nico Morast sprach von einem wichtigen Meilenstein für die regionale Gesundheitsversorgung.
Mit der neuen AEMP wird deutlich: Moderne Medizin beginnt oft dort, wo sie für Patientinnen und Patienten nicht sichtbar ist – aber entscheidend für ihre Sicherheit.
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