Bruchsal, 16. März 2026 | Die Fotoinstallation „Gegen das Vergessen“ des Mannheimer Fotografen Luigi Toscano war im Schulhof des Heisenberg-Gymnasiums Bruchsal zu sehen und erinnert mit großformatigen Portraits an Überlebende der nationalsozialistischen Verfolgung.
New York, Kyjiw, Wien und Paris – die außergewöhnliche Fotoinstallation „Gegen das Vergessen“ des Mannheimer Fotografen und Filmemachers Luigi Toscano hat bereits weltweit Aufmerksamkeit erregt. Die Ausstellung zeigt großformatige Portraits von Menschen, die die Verfolgung während der nationalsozialistischen Herrschaft überlebt haben.
Die eindrucksvollen Nahaufnahmen zeigen ehemalige Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter, jüdische Überlebende sowie Menschen, die aufgrund ihrer ethnischen Herkunft oder ihrer sexuellen Orientierung verfolgt wurden. Mit ihren direkten Blicken laden die Portraits die Betrachter dazu ein, innezuhalten, zu erinnern und über die Geschichte nachzudenken.
Mehr als 500 Portraits hat der Fotograf inzwischen für sein Erinnerungsprojekt geschaffen.
Luigi Toscano hat im Laufe der Jahre über 500 dieser Portraits aufgenommen. Sein Projekt wurde international gezeigt und berührt Menschen weltweit. Für sein Engagement wurde der Künstler im März 2021 von der UNESCO zum „Artist for Peace“ ernannt.
Im zweiten Trimester war die Ausstellung nun auch im Schulhof des Heisenberg-Gymnasiums Bruchsal zu sehen. Eröffnet wurde sie mit einer Auftaktveranstaltung, die Schülerinnen und Schüler der Klassen neun und zwölf gestaltet hatten. Auch der Künstler selbst war anwesend.
Die Ausstellung versteht sich als Beitrag zur Erinnerungskultur und als Zeichen gegen das Vergessen der nationalsozialistischen Verbrechen.
Mit der Präsentation der Portraits im Schulhof wollte das Heisenberg-Gymnasium Bruchsal den Schülerinnen und Schülern einen direkten Zugang zur Geschichte und zur Bedeutung von Erinnerung und Verantwortung ermöglichen.
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